Durch die konstruktive und zielorientierte Zusammenarbeit von Insolvenzverwalter Kaiser
von Bücheler & Kollegen aus Dachsberg mit den Geschäftsführern Witte und Grossek
konnte eine schnelle Lösung für die Roman Dietsche gefunden werden.
Die Geschäftsführung der Roman Dietsche GmbH & Co. KG vertreten durch die Herren Nico Grossek und Detlef Witte musste am 23. Januar 2008 Antrag auf Insolvenz stellen. Die SHK-Szene des HaustechnikDialogs hat
hier darüber berichtet. Dies war für die Geschäftsführung und die Mitarbeiter in soweit unerwartet, als das Unternehmen in 2007 erstmals seit 1993 Umsatzwachstum verzeichnen konnte und die nachhaltig negative Geschäftsentwicklung aufgehalten werden konnte. Eine Entscheidung des damaligen Factorers hat der Geschäftsführung und den Gesellschaftern keine andere Wahl gelassen.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Herr Kaiser von Bücheler & Kollegen in Dachsberg bestellt. In den folgenden Wochen haben Detlef Witte und Nico Grossek potentielle strategische Investoren für das Unternehmen gesucht. Glücklicherweise war eine Reihe von nationalen und internationalen Interessenten an einer Unternehmensübernahme interessiert. Die Interessenlage der Interessenten war so vielschichtig wie ihre Herkunft und ihr eigenes Profil. In vielen Gesprächen wurden die strategischen Ansätze der Interessenten diskutiert und bewertet. Die taiwanesische Unternehmensgruppe CSI hat gemeinsam mit den Geschäftsführern Witte und Grossek ein für das Unternehmen und die Mitarbeiter interessantes Paket geschnürt und angeboten.
Die CSI ist Mehrheitsgesellschafter der neuen Roman Dietsche GmbH. Die Herren Grossek und Witte werden auch zukünftig als geschäftsführende Gesellschafter das Unternehmen führen. Zur Unternehmensgruppe der Roman Dietsche gehören auch in Zukunft die eigenen Standorte in China und England.
Die strategische Ausrichtung des Unternehmens wird sich nur unwesentlich ändern. In Rahmen des Assetdeals wurden alle Bereiche des Unternehmens außer der Kunststoffproduktion übernommen. Für die Kunststoffproduktion sucht die Geschäftsführung derzeit noch einen Interessenten. Für einen Übergangszeitraum wird der zum 01. April nach Eröffnung der Insolvenz bestellte Insolvenzverwalter Herr Kaiser die Kunststoffproduktion weiterführen.
Die neue Roman Dietsche GmbH wird den Bereich Vertrieb & Marketing auf den Standort Emmendingen konzentrieren. Die Bereiche Finanzen, Controlling, Personal und IT verbleiben zunächst in Todtnau Aftersteg. Der Traditionsstandort Todtnau Aftersteg wird voraussichtlich ebenfalls übernommen. Zu den genauen Plänen an diesem Standort kann derzeit noch keine Informationen gegeben werden. Die Metallfertigung wird in den kommenden Monaten nach Emmendingen transferiert.
Durch die Zusammenführung dieser Bereiche in Emmendingen erwartet die Geschäftsführung wesentliche Synergien. In diesem Zuge mussten 19 Mitarbeiter darunter viele Teilzeitmitarbeiter in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft gehen. Für die Mitarbeiter in der Kunststoffproduktion wird mit Hochdruck nach einer Lösung gesucht.
Die Roman Dietsche GmbH hat in den Monaten der Insolvenz seine Kunden sehr offen und zeitnah informiert. Diese offene Kommunikation und die gute Kundenbindung haben dazu beigetragen, dass die Kunden dem Unternehmen treu geblieben sind.
Die Management Gruppe CSI möchte durch die strategische Unternehmensübernahme einen Fuß in den Europäischen Markt bekommen. CSI beabsichtigt neben den Produkten, die die Roman Dietsche herstellt und vertreibt, ihre eigenen Produkte in den europäischen Baumarkt und Fachhandelsbereich abzusetzen. Die CSI beschäftigt an mehr als 30 Standorten weltweit ca. 12.000 Mitarbeiter. Das Sortiment der CSI setzt sich vorwiegend aus Badezimmerprodukten zusammen und stellt daher einen perfekten Match mit der Roman Dietsche dar.