Bei der Bilanz des Geschäftsjahres 2007 konnte das Unternehmen bereits im vierten Jahr in Folge ein zweistelliges Umsatzwachstum verbuchen. Trotz einer sich vor allem im zweiten Halbjahr 2007 abschwächenden Weltkonjunktur stieg der Nettogesamtumsatz der Hansgrohe Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent auf rund 661 Millionen Euro.
Die Hansgrohe AG baut den
Standort Deutschland weiter aus.
In Offenburg entsteht zurzeit das
sechste Werk des Armaturen- und
Brausenherstellers im Inland. Foto: Hansgrohe
„Wir sind mit dem Verlauf des Geschäftsjahrs 2007 sehr zufrieden“, bilanzierte Siegfried Gänßlen, Vorstandsvorsitzender der Hansgrohe AG (www.hansgrohe.com), den Geschäftsverlauf des vergangenen Jahres beim Schiltacher Bad- und Sanitärspezialisten. „Dank unserer Kunden ist es uns 2007 gelungen, das hohe Wachstumstempo der Vorjahre zu halten und bei allen relevanten Kennziffern – Umsatz, Ertrag und Beschäftigtenzahlen – neue Bestmarken zu erzielen.“ In vielen Teilen der Welt – unter anderem auch im heimischen deutschen Markt – konnte der Armaturen- und Brausenhersteller aufgrund weiter verbesserter Wettbewerbsfähigkeit erneut Marktanteile hinzugewinnen. Gleichzeitig markiert das abgelaufene Geschäftsjahr ein historisches Datum in der Unternehmensgeschichte. Denn zum ersten Mal seit Firmengründung im Jahr 1901 hat die Hansgrohe Gruppe den Großteil des erzielten Umsatzes nicht mit Brausen, sondern mit Armaturen gemacht – und dies bei anhaltend kräftigem Wachstum in beiden Produktsegmenten: „Als anerkannter Marktführer bei Brausen“, so Hansgrohe-Chef Siegfried Gänßlen, „sind wir damit auch in die internationale Champions League der Armaturenhersteller vorgestoßen und spielen dort ganz weit vorne mit.“
Bestmarken bei Umsatz und Ertrag
Trotz einer sich vor allem im zweiten Halbjahr 2007 abschwächenden Weltkonjunktur stieg der Nettogesamtumsatz der Hansgrohe Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent (währungsbereinigt: 17 Prozent) auf rund 661 Millionen Euro (2006: 569 Millionen Euro). Damit konnte das Unternehmen bereits im vierten Jahr in Folge ein zweistelliges Umsatzwachstum verbuchen.
Getragen wird das Wachstum vor allem von der anhaltend dynamischen Entwicklung des internationalen Geschäfts. Mit einem jenseits der deutschen Grenzen erzielten Umsatzplus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum kletterte der Auslandsanteil auf 79 Prozent (2006: 76 Prozent). „Hier haben sich“, erläuterte Siegfried Gänßlen, „der gezielte Ausbau unserer internationalen Präsenz durch Gründung weiterer Tochtergesellschaften und die damit einhergehende Intensivierung der Marktbearbeitung ebenso bezahlt gemacht wie unsere im internationalen Vergleich verbesserte Performance infolge gestiegener Effizienz und Produktivität.“
Auch im heimischen Markt konnte die Hansgrohe Gruppe erneut zulegen und den Nettoumsatz im sechsten Jahr in Folge steigern. Mit einem Umsatzplus von vier Prozent gegenüber 2006 kann die Hansgrohe Gruppe ihre Anteile im insgesamt schrumpfenden Inlandsmarkt weiter ausbauen.
Der erneute Umsatzsprung und die konsequente Fortschreibung des Effizienzsteigerungsprogramms „Plus 21“ waren wesentliche Faktoren, um das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 2007 auf 131 Millionen Euro (2006: 110 Millionen Euro) zu verbessern. Derart gelang es, die nach wie vor hohen Rohstoffpreise und dramatisch gestiegenen Energiekosten ein Stück weit zu kompensieren. In der Folge verbuchte das Unternehmen eine erhöhte EBITDA-Marge von 19,8 Prozent. (2006: 19,3 Prozent). Auch das Betriebsergebnis (EBIT) lag 2007 mit 111 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau (2006: 92 Millionen Euro).
Ausbau des Standorts Deutschland
„Diese Zahlen belegen“, betonte der neue Hansgrohe Vorstandsvorsitzende, „dass man auch mit dem Schwerpunkt der Produktion am Standort Deutschland profitables Wachstum erzielen kann.“ Die Hansgrohe AG werde daher auch künftig auf Qualitätsprodukte „Made in Germany“ setzen und die heimischen Standorte in Schiltach und Offenburg weiter stärken. Entsprechend seien für das laufende Jahr Rekordinvestitionen von insgesamt mehr als € 40 Mio. geplant: Der Großteil des Kapitaleinsatzes fließe dabei nach Deutschland, unter anderem in den Bau einer neuen Armaturenfabrik in Offenburg, die am 4. Oktober 2008 in Betrieb gehen soll.
Damit verbunden ist die Absicht, im In- und Ausland weitere Arbeitsplätze zu schaffen. Auf Grundlage des positiven Geschäftsverlaufs hatte der Schwarzwälder Armaturen- und Brausenspezialist bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Personalstand weiter aufgestockt. Insgesamt waren zum Stichtag am 31. Dezember 2007 3.253 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2006: 3.094) für die Hansgrohe Gruppe tätig. Erneut fiel das Gros der neu geschaffenen Arbeitsplätze auf die Standorte in Deutschland. „Mit den 130 neuen Stellen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr in Schiltach und Offenburg entstanden sind“, berichtet Siegfried Gänßlen, „zählt die Hansgrohe AG unter den Industrieunternehmen zu den Top-Arbeitsplatzschaffern in Deutschland.“ Insgesamt summiert sich der Personalzuwachs der letzten fünf Jahre im Inland auf 380 Beschäftigte – ein Plus von mehr als 22 Prozent. Insbesondere die konsequente Umsetzung flexibler Arbeitszeitmodelle in den deutschen Werken, die eine hohe Auslastung der Produktionsanlagen gewährleisten, habe es möglich gemacht, den inländischen Beschäftigtenstand kontinuierlich aufzustocken.
Gut gerüstet für weiteres Wachstum
Nach der erfolgreichen Entwicklung der vergangenen Jahre sieht sich die Hansgrohe AG insgesamt gut gerüstet, um den Wachstumskurs auch 2008 fortzuschreiben und die eigene Marktposition auszubauen. „Das Unternehmen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr auf der Produktions- und Logistikseite die Basis geschaffen, um weiteres Wachstum gut verkraften zu können. Gleichzeitig werden wir unsere Präsenz in den Wachstumsmärkten systematisch weiter erhöhen. Zudem sind wir in punkto Produktinnovation im Moment so gut wie kein anderer Armaturen- und Brausenhersteller aufgestellt, um das in vielen Märkten stark gewachsene ökologische Bewusstsein durch Ressourcen schonende Produkte aufzugreifen. Wir sind daher sehr zuversichtlich, dass wir trotz der sich abflauenden Weltwirtschaft auch 2008 erneut unseren Umsatz und unser Ergebnis leicht steigern können.“