Die Vaillant Group hat am 6.Juni die Produktion von Solarkollektoren zur Nutzung von Sonnenwärme am Standort Gelsenkirchen aufgenommen. Damit will das Unternehmen seine Position im überdurchschnittlich wachsenden Geschäftsfeld Erneuerbare Energien stärken.
Christa Thoben, Wirtschaftsministerin des
Landes Nordrhein-Westfalen (2. von rechts),und die Geschäftsführer der Vaillant Group, Claes Göransson (links), Ralf-Otto Limbach (2. von links) und Dieter Müller (rechts), eröffnen die Solarkollektorenproduktion der Vaillant
Group in Gelsenkirchen. Am Standort der
Vaillant Group in Gelsenkirchen werden künftig jährlich 100.000 Flachkollektoren hergestellt, mit denen Sonnenwärme zur Trinkwassererwärmung
und Heizungsunterstützung genutzt werden kann. Foto: Vaillant
„Die Vaillant Group konnte den Umsatz mit Produkten zur Nutzung regenerativer Energien im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent auf rund 120 Millionen Euro steigern und will in diesem Bereich weiter wachsen. Deshalb ist der Einstieg in die Produktion von Solarkollektoren für das Unternehmen von besonderer strategischer Bedeutung“, betonte Vaillant Group Geschäftsführer Dieter Müller, der am vergangenenFreitag gemeinsam mit der Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen Christa Thoben die Solarkollektorenproduktion eröffnete.
Aus Gelsenkirchen für ganz Europa: 250.000 Quadratmeter Kollektorfläche pro Jahr
Die Vaillant Group stellt Solar-Flachkollektoren zur Nutzung von Sonnenwärme zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung jetzt erstmals in eigener Fertigung her. Bislang angebotene Flachkollektoren wurden von einer Zulieferfirma produziert. In Gelsenkirchen werden jährlich rund 100.000 Kollektoren mit einer Gesamtkollektor- fläche von etwa 250.000 Quadratmetern gefertigt. Das Investitionsvolumen für die Produktionsanlagen beläuft sich auf rund fünf Millionen Euro. Die in Gelsenkirchen gefertigten Solarkollektoren werden zunächst vornehmlich in Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien sowie in Österreich und in den Niederlanden in verschiedenen Ausstattungsvarianten unter den Marken Vaillant und Saunier Duval vertrieben.
Ab 2009 sollen dann weitere Märkte der Vaillant Group in Nord- und Osteuropa mit den Kollektoren zur Nutzung von Sonnenwärme versorgt werden. Am Standort Gelsenkirchen wurde bereits im August 2006 die Produktion energiesparender Wärmepumpen aufgenommen. Die in dem Werk gefertigte Wärmepumpe geoTHERM plus wurde im aktuellen Wärmepumpen-Test 6/2007 der Stiftung Warentest als Testsieger mit der Note 1,1 bewertet. Wegen der hohen Nachfrage wird die Wärmepumpenproduktion derzeit um eine Fertigungslinie erweitert. Darüber hinaus fertigt die Vaillant Group in Gelsenkirchen auch moderne Lüftungsgeräte mit integrierter Wärmerückgewinnung und einem sehr hohen Wirkungsgrad für den Einsatz in Niedrigenergiehäusern sowie energieeffiziente Gas-Brennwert-Heizgeräte und Ersatzteile.
Mit Sonnenenergie sauber und günstig heizen
Die neuen Solarkollektoren zeichnen sich durch ihren hohen Energieertrag aus. So können Bauherren und Hausbesitzer mit einer Solarthermieanlage im Jahresdurch- schnitt 20 Prozent der Heizenergie und 60 Prozent der Energie zur Warmwasser- bereitung kostenlos mit Sonnenwärme decken. In gleichem Maße sinken auch die Heizkosten und die Kohlendioxid-Emissionen. „Mit unseren Produkten zur Nutzung von erneuerbaren Energien verfügen wir schon heute über Technologien, mit denen die ehrgeizigen und notwendigen klimaschutzpolitischen Ziele erreicht werden können. Damit leistet die Vaillant Group einen wesentlichen Beitrag zur Lösung des Klimaproblems“, so Ralf-Otto Limbach, Geschäftsführer der Vaillant Group. Jeder Solarkollektor, den die Vaillant Group in Gelsenkirchen produziert, gewinnt bis zu 1.350 Kilowattstunden Energie pro Jahr und reduziert die CO2-Emissionen um jährlich etwa 450 Kilogramm. Eine typische Solarthermieanlage in einem Einfamilienhaus zur Warmwassererwärmung und Heizungsunterstützung senkt in Deutschland die Kohlendioxidemissionen um mehr als 2 Tonnen pro Jahr. In den sonnenreicheren Ländern Südeuropas sind die Energieausbeute und damit das CO2-Einsparpotenzial entsprechend größer.
Mit unterschiedlichen Ausstattungsvarianten lassen sich die neuen Flachkollektoren mit nahezu jedem beliebigen Heizgerät optimal zu Hybridsystemen kombinieren. Dabei muss durch die Einbindung von Sonnenenergie das konventionelle Heizgerät weniger arbeiten. Durch eine Reduzierung der Systemkomplexität und des Gewichts der Kollektoren ist die Installation in jedem Anwendungsfall schnell und einfach. Darüber hinaus verleihen die geringe Aufbauhöhe und der schwarze Rahmen den Kollektoren ein elegantes Design, wodurch sie sich harmonisch in Dachflächen einfügen.