Die solar-direct GmbH, die solar-protect GmbH und die solar-direct service GmbH, Weikersheim, haben kurzfristig Insolvenz angemeldet.
„Dies ist umso bedauerlicher, da sich die Unternehmen mit insgesamt 47 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2007 (31.3.) gut am Markt positioniert haben und der Umsatz von 66,8 auf 96,0 Mio. EUR (+ 43%) gestiegen ist“, erläutert Michael Bareither, geschäftsführender Gesellschafter der solar-direct GmbH, solar-protect GmbH und solar-direct service GmbH. Vor allem die erweiterte Produktpalette unter der neuen Handelsmarke i-voe und die extrem hohe Nachfrage von Sharp Photovoltaikmodulen hatten im Bereich erneuerbare Energien mit 15 Mio. EUR für den höchsten Auftragsbestand in der Geschichte der Unternehmen gesorgt.
Dass die Unternehmen trotz der positiven Entwicklung und des boomenden europäischen Marktes für regenerative Energien in eine finanzielle Schieflage geraten sind, habe folgende Gründe:
„Die unerwartet hohe Nachfrage nach Solarmodulen auf dem spanischen Markt hatte erhebliche Lieferengpässe für den deutschen Photovoltaikmarkt zur Folge. Davon war die solar-direct GmbH in besonderem Maße betroffen“ so Bareither.
Darüber hinaus konnte mit einem Großprojekt in Spanien erst mit zeitlicher Verzögerung begonnen werden. Dadurch seien beträchtliche finanzielle Mittel gebunden worden, die teuer refinanziert werden mussten.
Auch wurden aufgrund von Entscheidungen ehemaliger Mitarbeiter der Geschäftsleitung große Mengen Solarmodule asiatischer Herstellung eingekauft, die nur mit erheblichen Abschlägen verkauft werden konnten, führte der Firmenchef weiter aus.
Nicht zuletzt sei durch die Entwicklung des sehr vielversprechenden Handelsgeschäftes unter der Marke i-voe weiterer Kapitalbedarf entstanden. Der sich daraus ergebende gesamte Kapitalbedarf wird nunmehr von den finanzierenden Banken nicht mehr mitgetragen. Der Ablehnung einer Bank hätten sich die anderen Konsortialbanken angeschlossen.
Mit Blick auf das große Potential, das sämtliche Technologien im Bereich der regenerativen Energien bergen, sei speziell mit der Handelsmarke i-voe und dem Hauptlieferanten SHARP eine vielversprechende Plattform für erfolgreiche zukünftige Geschäfte geschaffen worden. Derzeit würden erfolgversprechende Gespräche mit ersten potentiellen Investoren über ein Fortführungsunternehmen geführt, um möglichst alle Arbeitsplätze zu sichern und die langjährigen guten Geschäftskontakte zu erhalten.