Rohbau des neuen Buderus Informationszentrums Lollar bereits fertiggestellt
Nach sieben Monaten wurde beim Neubau des Buderus Informationszentrums Lollar das Richtfest gefeiert. Foto:Buderus
Sieben Monate nach dem ersten Spatenstich konnte beim Neubau des Buderus Informationszentrums (IZ) Lollar das Richtfest gefeiert werden. Nun beginnt der Innenausbau des knapp 3000 Quadratmeter großen Gebäudes – davon entfallen 1000 Quadratmeter auf den Bereich Schulungen, 300 Quadratmeter auf die Technikzentrale und der Rest auf Büroräume, eine Cafeteria sowie Sozial- und Lagerräume. Innenausbau und Technikmontage sollen im Februar 2009 abgeschlossen sein, von April 2009 an finden dann im IZ Lollar Schulungen für die Mitarbeiter von Heizungsfachbe- trieben, Planungs- und Ingenieurbüros sowie von Buderus statt. Jährlich werden etwa 7500 Besucher aus dem In- und Ausland erwartet.
Vor etwa 50 geladenen Gästen erläuterte Gero Frischmann, Leiter Buderus Verkaufsdokumentation und Information, den Bauablauf und das Konzept des IZ Lollar. In das dreige- schossige „Flaggschiff“ investiert Buderus, eine Marke der Bosch Thermotechnik, etwa 6,5 Millionen Euro. Neben der Ausbildung an konventionellen Wärmeerzeugern stehen Systeme zur Nutzung regene- rativer Energien wie Wärmepumpen, Biomassekessel und Solaranlagen im Mittelpunkt.
Ebenfalls zukunftsweisend ist das Heizkonzept: Die im Schulungsbetrieb anfallende Energie wird vollständig zur Versorgung des Gebäudes genutzt. Sofern eine zusätzliche Beheizung nötig ist, lässt sich der Bedarf durch ein Blockheizkraftwerk, einen Gas-Brennwert- Heizkessel sowie Systeme zur Nutzung regenerativer Energien wie Wärme- pumpen und Solaranlagen mit insgesamt 20 Kollektoren decken. Basis des Energie- konzepts ist die intelligente Be- und Entladung eines Pufferspeichersystems zur optimalen Energieausnutzung des Gesamtsystems. Auch die Stromerzeugung durch das Blockheizkraftwerk passt in das innovative Konzept.
Das IZ Lollar ist eine tragende Säule des neuen Schulungs- und Weiterbildungs- konzepts, zu dem auch die regionalen Trainingscenter (RTC) zählen. Diese werden mit einem Kostenaufwand von 6,5 Millionen Euro eingerichtet. Acht von elf geplanten RTCs sind in Berlin, Hannover, Münster, Trier, Köln, Leipzig, Regensburg und Esslingen bereits in Betrieb. Das RTC München geht noch in diesem Herbst in Betrieb, im Laufe des nächsten Jahres kommen Hamburg und Würzburg hinzu.