Beim Sanitärartikelproduzenten Duscholux verhandeln Geschäftsleitung und Betriebsrat in Schriesheim über einen Sozialplan sowie einen Interessensausgleich, berichtete am 21.08. die Rhein-Neckar Zeitung. Ein Unternehmenssprecher hatte dies gegenüber der Zeitung bestätigt.
Dieter Preissing Geschäftsführer von Duscholux. Foto: Peter Beckmann
Nach Informationen von Arbeitnehmervertretern plant das Unternehmen, wie die Zeitung weiter berichtet, so schnell wie möglich und bis zum Jahresende Kurzarbeit einzuführen. Weiterhin soll in der Produktion noch einmal jede fünfte Stelle wegfallen. Duscholux beschäftigt in Schriesheim etwa 250 Mitarbeiter, davon 70 in der Produktion.
Bereits im November letzten Jahres hatten Gerüchte über angebliche gravierende personelle und vertriebspolitische Veränderungen bei Duscholux Deutschland, bei den Marktpartnern des Badproduzenten für Irritationen und Unruhe gesorgt. Die SHK-Szene hat
hier darüber berichtet. Die Unternehmensleitung sprach bei der Geschäftsentwicklung von einer „unbefriedigenden Situation“ zu der u.a. Umsatz- einbußen im Inland geführt hatten. Zu dem Zeitpunkt betonte die Unternehmensleitung noch das Festhalten am dreistufigen Vertriebsweg. Im April 2008 trennte man sich von Geschäftsführer Frank Schäfer aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die strategische Neuausrichtung des Unternehmens.
Mit Dieter Preissing als neuem Geschäftsführer wollte man auf der Suche nach neuen Absatzstrategien zwar grundsätzlich am dreistufigen Vertriebsweg festhalten, dies aber nicht um jeden Preis.
Laut Rhein-Neckar Zeitung, die sich auf die Arbeitnehmervertreter beruft, ist die Kurzarbeit in allen drei Gesellschaften bereits beschlossene Sache. Bei zwei Gesellschaften hat die Agentur für Arbeit auch schon zugestimmt. Allerdings fehlen den Arbeitnehmervertretern nähere Informationen zu den neuen strategischen Überlegungen, die der Sicherung des Schriesheimer Standorts dienen sollen.