Früher als geplant, nämlich bereits Ende September hat die Hansgrohe AG ihr neues Armaturenwerk am Standort Offenburg/Elgersweier in Betrieb genommen. Es ist das deutschlandweit sechste und weltweit zehnte Werk des Armaturen- und Brausenspezialisten mit Sitz in Schiltach.
Die Produktion im neuen Hansgrohe Armaturenwerk am Standort in Offenburg/Elgersweier hat Ende September begonnen. Ein innovatives Logistik-Konzept auf Basis neuester RFID-Technologie sorgt für eine zusätzliche Steigerung von Effizienz und Produktivität. Foto:Hansgrohe
„Mit dem Neubau in Offenburg zeigen wir Flagge für den deutschen Standort“, erklärt Siegfried Gänßlen, Vorstandsvorsitzender der Hansgrohe AG. „Hier werden wir Qualität ‚Made in Germany’ fertigen und Badarmaturen unserer Premiummarke Hansgrohe in mehr als 100 Länder auf allen Kontinenten liefern.“
Trotz einer Exportquote von 80 Prozent liegt der Schwerpunkt der Produktion des Schwarzwälder Sanitärspezialisten mit ebenfalls 80 Prozent am Standort Deutschland. Der anhaltende Erfolg des familiengeprägten Unternehmens zeigt, dass man nicht in so genannten Billiglohnländern produzieren muss, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Insgesamt zehn Millionen Euro investierte die Hansgrohe AG in den hochmodernen Offenburger Fabrikneubau mit einer Gesamtfläche von 5.500 Quadratmetern auf dem Gelände der beiden bereits bestehenden Werke – eines für Brausen, das andere für Dusch- und Wellnesssysteme. Bei anhaltendem Wachstum sind weitere Investitionen in eine zweite Ausbaustufe geplant.
Projektleiter Thomas Wüstenberg vom Hansgrohe Facility Management zieht eine positive Bilanz. „Trotz eines regnerischen Frühjahrs und Sommers konnten wir die Bauarbeiten bis auf kleine Restarbeiten erfolgreich abschließen. Nach und nach ziehen nun die verschiedenen Montagelinien in das Gebäude ein und mit ihnen bis 2009 rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“
Für einen reibungslosen Ablauf im neuen Armaturenwerk sorgt ein originelles Logistik-Konzept, das die Möglichkeiten des Kanban-Systems zur Produktionssteuerung und der RFID-Technologie, einer funkgesteuerten Warenidentifizierung zur Vereinfachung der Logistik, nutzt. „Dass wir hier von Grund auf neu gestalten können, eröffnet uns natürlich die besten Chancen, moderne Systeme zu integrieren“, erklärt Ulrich Jäckle, bei Hansgrohe verantwortlich für Einkauf und Logistik. So gehen künftig auch im neuen Armaturenwerk in Offenburg das sprichwörtliche Schwarzwälder Tüftlertum und innovative Technologien Hand in Hand.