Bei der DPM Duschwand-Produktions- und Montagegesellschaft mbH, Zulieferer der D+S Sanitärprodukte GmbH für Duschwände der Marke Duscholux, sind Verhandlungen über einen Sozialplan gescheitert. So wurde am 23.10.2008 beim Amtsgericht Mannheim Insolvenz angemeldet.
Dieter Preissing Geschäftsführer von Duscholux. Foto: Peter Beckmann
Seit August 2008 gab es beim Sanitärartikelproduzenten Duscholux in Schriesheim Kurzarbeit. Zudem verhandelten Geschäftsleitung und Betriebsrat über einen Sozialplan. Die SHK-Szene hat
hier darüber berichtet. Diese Verhandlungen sind jetzt gescheitert und beim Amtsgericht Mannheim wurde Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 65 Mitarbeiter der Produktionsgesellschaft Schriesheim.
„Unsere Produktion schreibt seit Jahren rote Zahlen. Das kann sich kein Wirtschaftsunternehmen auf Dauer leisten“, stellt Dieter Preissing, Geschäftsführer der Gesellschaft in Schriesheim fest. „Wir bedauern natürlich den Gang in die Insolvenz, vor allem wegen unseren Mitarbeitern. Aber wir hatten keine andere Wahl.“
Bereits in den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen die Belegschaft auf Grund der zurückgehenden Verkaufszahlen reduzieren müssen. Um die Arbeitsplätze zu erhalten, wurde der Standort über Jahre mit jeweils mehreren Millionen Euro bezuschusst. Wegen mangelnder Auslastung war seit August dieses Jahres auch auf Kurzarbeit umgestellt worden. Aber trotz aller Anstrengungen, die Kosten in allen Bereichen zu reduzieren, war eine wirtschaftliche Produktion am Standort Schriesheim nicht zu realisieren. Daher war ein spürbarer Personalabbau und der Erhalt einer schlagkräftigen, kleinen Produktionseinheit geplant. „Der mit dem Betriebsrat bereits vollständig ausgehandelte Sozialplan stand kurz vor der Unterzeichnung.
Aufgrund der nachträglichen Intervention der an den Verhandlungen nicht beteiligten IG Metall, scheiterte dieser jedoch auf der Ziellinie. Dadurch sah sich die Geschäftsführung nun gezwungen, Insolvenz für das Unternehmen anzumelden“, erklärt Preissing. Erschwerend käme auch noch ein aktuell sehr schwieriges Marktumfeld hinzu.
Auch bei der Vertriebsgesellschaft in Schriesheim, der D + S Sanitärprodukte GmbH, laufen derzeit Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan. „Die Verhandlungen gestalten sich sehr konstruktiv und ich hoffe auf einen kurzfristigen Abschluss“, zeigt sich Preissing optimistisch. „Wie es derzeit aussieht, können wir den Vertrieb einer der bekanntesten Marken für Duschen und Wannen in Deutschland erhalten. Wir wollen dann mit einem leistungsstarken Team durchstarten.“
Duscholux will am dreistufigen Vertriebsweg festhalten, sich jedoch bezüglich
Sortiment und Struktur neu aufstellen. Kundendienst und Service sollen auch zukünftig
in der bewährten Weise sichergestellt werden.