Dipl.-Ing. Carsten Pies (36) ist neuer Produktionsleiter der Menerga GmbH. Die Hauptaufgabe des Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieurs ist nach Angaben des Lüftungs- und Klimatechnikherstellers die Anpassung der Fertigungs- prozesse an die deutlich stärkere Marktposition. Ziel sei die Umstellung auf eine Linienfertigung, im Rahmen derer auch weiterhin jedes Klimagerät individuell für den jeweiligen Anwendungsfall gefertigt werden kann. „Der Schlüssel hierzu liegt in einer ausgefeilten Logistik, die eine bedarfsgerechte Materialbereitstellung am Arbeitsplatz sicher stellt. Es geht darum für den Kunden nach wie vor eine hochwertige Einzelstückfertigung bei gleichzeitiger Standardisierung der Arbeitsprozesse zu gewährleisten“, erläutert Pies. „Diese Umstellung ist nötig, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden und die vorhandenen Kapazitäten besser zu nutzen. Mein persönliches Ziel ist es, innerhalb von wenigen Jahren die best-in-class Fabrik in diesem Sektor zu werden.“
Dipl.-Ing. Carsten Pies ist neuer Produktionsleiter bei der Menerga GmbH. Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die Anpassung der Fertigungsprozesse an die deutlich stärkere Marktposition. Foto:Menerga
Pies, der elf Jahre in der Automobilzuliefererbranche tätig war, bringe seine Kompetenz und Erfahrung aus dem Massenproduktionssektor nun in die Entwicklung neuer Produktionsprozesse bei dem Mülheimer Unternehmen ein. Einerseits werde mit diesen Maßnahmen eine Verkürzung der Lieferzeiten angestrebt. Auf der anderen Seite gehe es darum, eine auf den Kunden bezogene, optimale und flexible Fertigungssteuerung einzuführen und allen Beteiligten dadurch die Möglichkeit zu eröffnen, eine zügigere Abwicklung von Kundenaufträgen zu realisieren.
„Wir wollen hier einen eigenen Weg beschreiten und ein vollständig auf unsere innovativen Produkte abgestimmtes Produktionssystem entwickeln“, erläutert Dr.-Ing. Jürgen Röben, technischer Geschäftsführer des Mülheimer Unternehmens. „Hier gelten die gleichen hohen Maßstäbe in Bezug auf Qualität und Effizienz, die wir uns auch bei der Entwicklung neuer Technologien setzen. Ein derartig individualisiertes Produktionssystem wird unsere Fertigung auf ein neues Niveau heben und in der Branche sicherlich etwas besonderes sein.“
„Das Spannende an dieser Aufgabe ist die Einführung einer neuen Produktionsstruktur, bei der alte Werte, wie beispielsweise das hohe Qualitätsniveau, gewahrt bleiben und gleichzeitig eine neue Arbeitswelt mit optimaleren Abläufen entsteht“, so Pies hierzu. „Bei Menerga stimmen hierfür die logistischen und technischen Voraussetzungen und das gesamte Unternehmen zeigt großes Interesse an den geplanten Veränderungs- prozessen.“ Wichtig sei es dabei vor allem, alle Teile der Belegschaft aktiv in die Entwicklung mit einzubeziehen und ihre Vorschläge für Verbesserungen sinnvoll zu nutzen.
Grundlage hierfür sei zunächst einmal eine umfassende Wertstromanalyse. „Natürlich ist so eine Umstellung keine leichte Aufgabe, die zudem viel Zeit erfordern wird. Doch wenn man die Köpfe der Menschen durch Überzeugungsarbeit erreicht, folgt der Rest ganz von allein“, erläutert der 36jährige weiter. In einem mittelständischen Unternehmen biete sich viel eher die Chance, konkrete Projekte auch sehr zügig in die Praxis umzusetzen als im Massenproduktionsgeschäft.
„Wir haben uns bewusst für jemanden entschieden, der aus einer anderen Branche kommt und die gesamte Produktion sozusagen aus der Hubschrauberperspektive betrachten kann“, so Röben. „Damit entsteht Raum für neue Ideen und Vorstellungen, aus denen sich bereits jetzt ganz neue Lösungsansätze entwickeln, von denen wir uns eine deutlich höhere Effizienz versprechen.“