Bosch Thermotechnik konnte 2008 seinen internationalen Wachstumskurs trotz der beginnenden Wirtschaftskrise fortsetzen. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr um sieben Prozent auf rund drei Milliarden Euro – wechselkursbereinigt lag das Wachstum bei neun Prozent. Besonders erfreulich entwickelte sich das weltweite Geschäft mit Brennwertgeräten und Systemen zur Nutzung regenerativer Energien wie Solarthermie-Anlagen und Elektrowärmepumpen.
Uwe Glock, Vorsitzender des Bereichsvorstands Bosch Thermotechnik, bestätigte auf der ISH in Frankfurt, dass Bosch Thermotechnik seinen Wachstumskurs in 2008 fortsetzen konnte und auch das Jahr 2009 bisher gut begonnen hat.
In Deutschland stieg der Gesamtumsatz um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hier sorgte das Marktanreizprogramm der Bundesregierung insbesondere bei der Solarthermie für Rekordabsätze. Außerhalb Deutschlands wuchs Bosch Thermotechnik um rund fünf Prozent, wechselkursbereinigt um acht Prozent, wobei sich das Wachstum konjunkturbedingt im zweiten Halbjahr 2008 verlangsamte. Die höchsten Zuwächse erzielte Bosch Thermotechnik – ungeachtet des wirtschaftlichen Abschwungs – in Amerika, maßgeblich getragen von der wachsenden Nachfrage nach energieeffizienten Elektrowärmepumpen in den USA. Insgesamt erwirtschaftete Bosch Thermotechnik 68 Prozent seines Gesamtumsatzes außerhalb Deutschlands.
Die Mitarbeiterzahl ging weltweit leicht auf rund 13 000 Beschäftigte zurück. Mit Blick auf die sich abzeichnende Konjunkturabschwächung wurden zeitlich befristete Arbeitsverhältnisse insbesondere in Deutschland und Portugal nicht verlängert.
„Bosch Thermotechnik ist global aufgestellt und bietet ein breites Produktportfolio an. Dieses umfasst zum Beispiel Brennwertgeräte, Produkte zur Warmwasserbereitung und Systeme zur Nutzung regenerativer Energien wie Elektrowärmepumpen, Solarthermie und Festbrennstoffkessel. Die weltweit gestiegene Nachfrage nach diesen ressourcenschonenden Heiztechnologien war der wichtigste Motor unseres Wachstums 2008", sagte Uwe Glock, Vorsitzender des Bereichsvorstands Bosch Thermotechnik, bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen auf der internationalen Fachmesse ISH in Frankfurt.
Bosch Thermotechnik hat 2008 seine Produktionskapazitäten für thermische Solarkollektoren von 250 000 auf weltweit 350 000 Stück jährlich gesteigert und dadurch deutlich an Marktanteil in Europa gewonnen. Mit dem Erwerb der Servico N.V. – dem langjährigen belgischen Vertriebspartner der Marke Junkers – und dem internationalen Ausbau des Niederlassungsnetzes der Marke Buderus hat Bosch Thermotechnik seine Marktposition in vielen Ländern gestärkt.
Als Motor für weiteres Wachstum setzt Bosch Thermotechnik konsequent auf seine Zukunftsprojekte und seine Innovationskraft. Alleine im vergangenen Jahr hat der Bosch-Geschäftsbereich knapp 70 Patentanmeldungen eingereicht und steht damit in der Branche unangefochten an der Spitze. Im Herbst 2008 hat in Aveiro, Portugal, ein neues Entwicklungszentrum für Warmwassertechnologie seinen Betrieb aufgenommen. Hier arbeiten auf 3 000 Quadratmetern 70 Thermotechnik-Spezialisten an weiteren Effizienzsteigerungen bei der Warmwasserbereitung.
Bosch Thermotechnik treibt zudem die schnelle Einführung von neuen, innovativen Heiztechnologien wie der Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung voran. So soll bereits 2009 ein stromerzeugendes Heizgerät auf Basis der Stirling-Technologie in einem Feldtest mit 500 Geräten in mehreren europäischen Ländern erprobt werden. Die Serienproduktion ist von 2011 an geplant.
Trotz der ungünstigen Konjunkturprognosen ist Bosch Thermotechnik für die Zukunft gut aufgestellt. Grundlegende Trends wie der Aufholprozess der Schwellenländer und der steigende Bedarf an neuen Technologien für ressourcenschonendes Raumklima bieten weitere Wachstumschancen. Bosch Thermotechnik will stärker wachsen als der Markt und seine Wettbewerbsposition weiter ausbauen.