Mit einer bereits im November 2008 vereinbarten Tariferhöhung wird bei der Hansgrohe AG der Produktivitätsfortschritt honoriert.
Die Hansgrohe AG honoriert den erzielten Produktivitätsfortschritt: Anders als viele Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie erhöht der Schwarzwälder Bad- und Sanitärspezialist die Tariflöhne zum 1. Mai 2009 um 2,1 Prozent. Foto: Marcus Kaufhold/Hansgrohe AG
Der Vorstand der Hansgrohe AG hat auf seiner Sitzung am 27.04.09 gemeinsam mit dem Betriebsrat beschlossen, trotz der nach wie vor schlechten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen die im November 2008 zwischen den Tarifparteien vereinbarte zweite Stufe der Lohnerhöhung zum 1. Mai 2009 umzusetzen. Die Tarifgehälter werden dann wie bereits im Februar dieses Jahres erneut um 2,1 Prozent angehoben.
Damit macht der Schwarzwälder Armaturen- und Brausenhersteller – anders als die Hälfte der Betriebe der deutschen Metall- und Elektroindustrie – nicht von der tarifvertraglichen Möglichkeit Gebrauch, die vereinbarte Lohnerhöhung zu verschieben.
„Wir wollen vielmehr den erzielten Produktivitätsfortschritt unmittelbar an unsere Belegschaft weitergeben“, begründete Siegfried Gänßlen, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, die Entscheidung. „Dies verstehen wir auch als Dank dafür, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bisher bei allen Maßnahmen gegen die Auswirkungen der Krise so gut mitgezogen haben.“ Darauf werde es auch weiterhin ankommen, da in den kommenden Monaten starke Schwankungen beim Auftragseingang nicht auszuschließen seien.
„Auch wenn sich die Auftragslage im Moment stark verbessert hat und wir als eines von wenigen Unternehmen bislang keine Kurzarbeit anmelden mussten“, erklärte Siegfried Gänßlen, „wissen wir, dass wir auf die Flexibilität und die Bereitschaft unserer Belegschaft zählen können, wenn nötig auch einmal unbequeme Maßnahmen mitzutragen.“