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07.05.2005 08:22:56 |
Hallo zusammen, wer hat Erfahrung zur Entzugsleistung von Erdkollektormatten (Reprosol oder Nibe Kompakt-Absorber)? Welche Entzugsfläche wird bei Heizleistung von 12,5 kW und Kälteleistung von 9,3 kW benötigt? Laut VDI 4640 ist bei angesetzten 20W/qm Entzugsleistung für bindige feuchte Böden eine Fläche von 465 qm notwendig. Nach Aussage von Waterkotte sollen Reprosol Matten eine Entzugsleistung von bis zu 90 W/qm haben. Wenn dies zutrifft, ließe sich die VDI Richtlinie auf diese Erdkollektormatten nicht anwenden. Da aber die VDI 4640 Bodenentzugswerte angibt, die eine langjährige einwandfreie Funktion des Erdkollektors bzw. der WPA sicherstellen, müssten auch Hersteller wie Waterkotte nachweisen, dass mit den Reprosol Matten bei wesentlich geringerer Entzugsfläche (bei mir wurden 72 qm Matten von Waterkotte angeboten & eingebaut)noch funktionieren. Offensichtlich gibt es diese Daten nicht. Jedenfalls empfiehlt Waterkotte inzwischen allen Kunden, die sich für Reprosol Matten interessieren, auf die Erdsonden (werden von Teramex, einem Tochterunternehmen von Waterkotte, vertrieben) auszuweichen. Warum wohl? Wer gerne den Eisberg in meinem Garten sehen will (auch heute, am 7. Mai 2005 noch deutlich zu sehen) soll sich melden. Gruss Hubertus |
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07.05.2005 09:28:19 |
In diesem Forum wurde der Schwindel um die Entzugsleistung dieser Matten schon öfters diskutiert. Aber auch die Dimensionierpraktiken der Fa. Teramex wurden schon erwähnt.
H. Frank
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07.05.2005 12:29:27 |
Hallo Frank, es ist richtig, dass es hier im Forum schon einige Beiträge zu dem Schwindel mit den Entzugsleistungen von Reprosol Matten gibt. Wie sieht es denn hierbei mit der Haftungsfrage aus, wenn der Hersteller dem Installateur, der ja i.d.R. keine Ahnung davon hat, wieviel Matten er auslegen soll, klare Vorgaben zur Dimensionierung macht?? Im Schadensfall will der Hesteller die eigenen Prospekt bzw. Angebotsangaben natürlich nur als "unverbindlich" verstanden wissen und schiebt damit alle Schuld dem Installateur zu. Wie wäre es, wenn sich alle durch unterdimensionierte Wärmequellen Geschädigten zu einem Interessenverband gegen skrupellose Geschäftemacher zusammenschließen würden? Ich wäre dabei. Geschädigte: Bitte meldet Euch. Nur zusammen läßt sich gegen verantwortungslose Hersteller vorgehen. Gruss Ein Waterkotte-Geschädigter.
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07.05.2005 12:51:01 |
Hallo Hubertus,
weiteres Theater in diesem Zusammenhang siehe hier:
http://www.energieportal24.de/forum/board_entry.php?id=1916#p2512
H. Frank
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07.05.2005 17:00:17 |
Da wird es schwierig werden, Waterkotte zur Verantwortung zu ziehen. Die Prospektangaben müssen stimmen, dafür haftet der Hersteller. Aber wo steht denn im Prospekt, das man im Garten keine Eisberge haben darf? Und warm wird es auch. Und der Wirkungsgrad ist eben bei 0/35 angegeben. Es steht nirgends, daß in deinem Garten die 0° nicht unterschritten werden. Theoretisch könnte die Temperatur bis zum Abschalten der WP oder durch Einfrieren der Sole runtergehen. Bis dahin wird Wärme entnommen. Es steht eben nirgends, daß die entnommene Wärme nur bei einer bestimmten Temperatur gewährleistet wird. mfg Quehl |
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07.05.2005 18:10:44 |
Danke Quehl, Deine Hinweise sind sicherlich berechtigt. Allerdings haben wir durch 2 Gutachten bewiesen, dass mit den Prospektangaben der Fa. Waterkotte keine mangelfreie WPA zu erstellen ist. Außerdem verstößt der Hersteller mit den Prospektangaben gegen die VDI 4640, das heißt, gegen die anerkannten Regeln der Technik! mfG Hubertus
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07.05.2005 21:03:27 |
Hallo, ich habe auch Kapillarmatten als Flachkollektor, sandiger Boden 1,5-2m tief verlegt, notwendige 3,3kW Kälteleistung für Sole-Wasser-WP bei ca. 120m² verlegte Fläche und 110-180m² zu beheizende KfW50 Hausfläche. Den letzten Winter war die Sole auf der "warmen" Seite - aus dem Boden kommend im März etwa bei -1/-2°C und ist in die Sole - von der Wärmepumpe kommend mit ca. -5/-6°C in die Erde gegangen. Kann ich jetzt anhand der Spreizung die reale Kälteleistung der Kapillarmatten ermitteln? Die Sole hat bei mir einen "Gefrierpunkt" bei ca. -12°C, es war also noch etwas Luft. Wie kann ich die Entzugsleistung genau bestimmen? Freue mich über Lösungsansatz. Steffen
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08.05.2005 08:38:57 |
Hallo Steffen, bin zwar kein Fachmann, würde mir aber erst mal Gesamtstromverbrauch und Gesamtbetriebsstunden (WW und Heizung) anschauen, um daraus die mittlere Leistungsaufnahme der WP zu errechnen. Die möglichen spezifischen Entzugswerte des Bodens hängen zum einen davon ab, ob Dein Sandboden trocken oder feucht ist. Zusätzlich ist die Jahresbetriebsstundenzahl zu berücksichtigen. So ist es durchaus denkbar, dass auch Deine Kapillarrohrmatten rund das doppelte an Wärme entziehen als der VDI Richtlinie entspricht. Kritische Quellen- Vorlauftemperatur (Sole-Ausgang) liegt nach Waterkotte bei Sandböden bei -5°C und bei Lehm bei -4°C. Das heißt, bei diesen Werten sollte der Elektro-Heizstab (=2.Stufe) anspringen, um die Wärmequelle zu entlasten! Damit hätten wir also einen bivalenten Betrieb, den i.d.R. kein Kunde will. Zusätzliche Bemerkungen von anerkannten WP Experten (natürlich nicht von Waterkotte): 1. Durchschnittstemperatur von Sole Aus/Ein sollte im Zeitraum von einer Woche nicht unter 0°C absinken, sonst schlechtere Leistungszahlen der Anlage. 2. Eispanzer führen zu erheblicher mechanischer Belastung der Kapillarrohrmatten mit der Folge einer kürzeren Lebenserwartung. 3. Durch zu hohe Wärmeentzüge (Bem.: alles, was VDI 4640 übersteigt) kommt es zu negativen Veränderungen der Bodenstruktur. Dadurch wird Wärmenachlieferung zusätzlich verschlechtert. 4. Bei Sole-Ausgang unter -4°C über längeren Zeitraum sind Bodenanhebungen durch Auffrieren zwangsläufig - zumindest bei Lehmböden. Bei Sandböden liegt dieser Wert etwas niedriger. mfG Hubertus
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09.05.2005 12:31:04 |
Hallo Waterkotte-Geschädigte,
ich hatte auch Probleme, die ich selber beseitigt habe und dabei viel Geld zusätzlich investiert habe.Weder vom Planer noch von Waterkotte keine Hilfe bekommen.(Ich könnte Buch schreiben) An der Stelle habe ich Frage, wie lange halten solche Reprosolmaten aus. Ich lebe im ständigen Angst, dass in dem Kollektor was kapput gehen kann.Kann jemand was dazu schreiben. Sonst bin ich für jede Aktion bereit. |
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09.05.2005 20:02:47 |
ich glaub, die Matten sind aus Kunststoff. Ich würde da keine Verkürzung der Lebensdauer sehen. Warum auch? Das Eis ist doch außen und dehnt sich im Erdreich aus. Die Temperatur kann der Kunststoff wohl auch aushalten. Ich habe mal PE Rohr mit Wasser gefüllt und im Winter draußen liegen gelassen. Das Wasser ist gefroren, das Rohr ist nicht geplatzt, weil es flexibel ist und sich ausdehnen kann. Nur auf Dauer hätte ich in so einem Fall auch bedenken, weil sich dann das Rohr selbst bewegt. Bei den Matten ist das aber in dieser Anwendung nicht der Fall. Meine tiefste Temperatur lag in den letzten 18 Jahren bei +2/-1°. Warum diese verhältnismäßig hoch liegt, konnte ich noch nicht endgültig klären. Bei den Matten muß man berücksichtigen, daß die Rohrabstände sehr dicht liegen. Ich habe bei mir ca. 1m Abstand. mfg Quehl |
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10.05.2005 20:33:40 |
Ich will ja hier niemanden beunruhigen, aber ein Eispanzer im Boden kann sehr wohl fatale Folgen haben. So steht in einem Standardwerk zur Bodenkunde u.a. folgendes: In wassergesättigten Boden (das ist bei uns nach regenerischem Herbst durchaus üblich) kann das Eis nicht in luftgefüllte Poren ausweichen. Dann entstehen im Boden sehr hohe Drücke (130 at bei -1°C). Dies hat sicherlich einen Einfluß auf die Kunststoffmatten, die möglicherweise vom Eis so "gedrückt" werden, dass keine Sole mehr zirkulieren kann.
Bei zu hohen Entzugsleistungen ist auch davon auszugehen, dass der Eispanzer von Verlegetiefe bis Oberfläche reicht, das ist immerhin i.d.R. mehr als 1 m Eisdicke über den Matten.
Nochmal die Bitte an alle Geschädigten, sich bei mir zu melden, damit weitere Aktionen gemeinsam durchgeführt werden können.
Hubertus -> martina.gehrmann@t-online.de
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10.05.2005 22:35:51 |
Hallo Hubertus,
ich werde nächstes Frühjahr mal ein 1-2m tiefes Loch buddeln und messen was am und um den Kollektor so temperaturtechnisch los ist. Hoffentlich bewahrt mich der Eispanzer vor dem Beschädigen der Kapillarmatten.
Ich gebe Dir recht, Volumenbedingte Eisporen-Ausdehnung nach oben um x-cm ist nicht zu unterschätzen, aber bei Rasen und Sträuchern kann ich das verkraften, andere im Rahmen von Gehwegen oder befestigten Flächen kaum.
Steffen
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10.05.2005 23:43:59 |
@Steffen
Hattest doch mal was von einer Solaranlage erwähnt. Kannst du die nicht mit auf die Sole schalten und somit den Erdspeicher etwas unterstützen?
H. Frank
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11.05.2005 00:06:25 |
wird sicherlich möglich sein. Nur ob der Aufwand lohnt, müßte nachgeprüft werden. Ich habe bei mir noch 200 m Rohr auf der Erde rumliegen. Da hatte ich auch gedacht, im Frühjahr sind diese Rohre wärmer als das Erdreich, da müßten die doch auch zu gebrauchen sein. Aber im Winter sind die kälter und bringen die Kälte ins Erdreich. Da müßte dann eine ausgeklügelte Regelung her. Diese Regelung müßte dann auch selber gebaut werden, weil es die nicht zu kaufen gibt. Am Schwierigsten ist das mit der Sole zu lösen. Draußen muß die Sole -25° haben mindestens und im Erdreich nur -12°. mfg Quehl |
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16.05.2005 09:51:48 |
@Jan + alle anderen Geschädigten. Würde gerne Erfahrungen, technische sowie juristische, austauschen. Vor allem die juristischen Dinge kann ich hier nicht veröffentlichen. Daher telefonisch mehr: 01608803868
Hubertus
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