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16.01.2007 00:00:00 |
Schimmelpilzschäden in Gebäuden führen in vielen Fällen zu schwierigen Auseinandersetzungen. In diesem Fachbeitrag erläutert Dipl. Ing. Peter Schwedler, Gutachter u.a. für Bauschäden, Feuchtigkeitsschäden und Schimmelpilzschäden, die strittigen Zusammenhänge. |
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16.01.2007 08:35:43 |
Moin! Autsch!! Dem kann ich nur zu stimmen! Ich wurde schon oft gerufen: "Ihre Wasserleitung ist undicht, wir haben Schimmel!" Vor Ort waren es dann undichte Silikonfugen oder aufsteigendes Wasser aus Grundmauer. Auch immer mal wieder gerne gesehen, kaputte oder verstopfte Dachrinnen. Auch klassische Wärmebrücken wie Außenecken, Fensterlaibungen etc.. Nur leider kein Wasserrrohr! MfG Maik
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16.01.2007 09:47:43 |
An die Redaktion:
Ihr solltet den Beitrag eine Weile oben fixieren.
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16.01.2007 10:12:53 |
Hallo
Der Beitrag ist gut! Was mich persönlich daran stört, ist nur der Hinweis, "dass nur Archtiekten und Ing" fähig sind vernünftige Diagnosen zu stellen. Dies ist ganz einfach falsch!
Nur mal als Beispiel: Wer plant das in der Regel das Haus, sucht die Baustoffe aus, gibt den Schichtaufbau bei Isol. vor, u.s.w. und wenn dann nicht funkt. soll der gleiche kommen und ein Gutachten machen???
Richtig ist, dass nur vor Ort mit der richtigen Messtechnik und der richtigen Qualifikation die Schadenursache ermittelt werden kann.
Gruß Michael
P.S Von dem Unsinn was ein bekannter Archtikt (Stichwort K......) von sich gibt ganz zu Schweigen.
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16.01.2007 10:16:43 |
Guten Morgen! Habe den Artikel ebenfalls mit großer Zustimmung gelesen. Ich habe bisher nie den "atmenden" Bewohner als "Feuchtequelle" identifizieren können, sondern ebenfalls schlecht ausgeführte oder nicht gewartete Siliconfugen im Bad, nicht gedämmte Decken zum kalten Dachgeschoss, mangelhafte Mauerwerksabdichtungen usw....... Man sollte mit schnellen Pauschalansagen zur Schadensursache wirklich äußerst vorsichtig sein.... und sich immer bewußt machen, dass man mit Laien spricht, die schnell einigiges falsch verstehen können (damit meine ich die Bauherren, sowie auch die Anwälte...) Einen schönen Tag noch....
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16.01.2007 10:23:21 |
...die Mehrheit der Schimmelfälle sind also auf Baumängel zurück zuführen?! Bedingt durch Auslieferungsfahrten für unsere Kunden, kommen wir auch entsprechend viel in 'fremde' Wohnungen. Kürzlich stand ich bei AT von etwa 0C° in einem recht feuchtem Flur. Auf meine Aussage: Sie haben aber ein 'tolles tropisches Klima' hier, sagte mir der Bewohner das er gerade geduscht habe und die Wärme ja nicht nutzlos durchs Fenster jagen wolle! Also lüftete er über die Flurtüre. Außerdem wäre im Winter die Raumluft eh immer zu trocken. Ich grüßte noch herzlich und ging wieder. :-( Irgendwann wird man wohl diesem Haus auch einen Baumangel anhaften. Gruß Ingo
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16.01.2007 10:30:20 |
Sehr interessante These, die Herr Baumeister Schwedler hier publiziert. 95% alle Schimmelpilzschäden sollen auf bauliche Mängel im weitesten Sinn zurück zu führen sein? Sicherlich kann man ab und an auch einen Mangel als Ursache von Schimmelpilz dokumentieren. Meine persönliche Erfahrung jedoch, die sich mit der vieler in Deutschland renommierter Sachverständiger und unzähliger Fachpublikationen deckt, zeigt, dass ein großer Teil der Schimmelpilzschäden auf falsches Nutzerverhalten zurück zu führen ist. Hier steht Herr Schwedler also mit seiner Meinung ziemlich alleine in weiter Flur. Sicherlich kommen oft mehrere Faktoren zusammen und in einem sehr hoch gedämmten Haus lässt sich das Risiko von Schimmelpilzbildung sehr weit minimieren. Aber sollen wir alle unsere Häuser auf einen Niedrigenergie- oder Passivhaus-Standard bringen, nur damit der Nutzer auch bei einer relativen Luftfeuchte von teilweise 70% und darüber keine Feuchteschäden in seiner Wohnung bekommt und einfache Grundregeln, wie das Aufstellen von Möbeln in einem Abstand von der Außenwand in den Wind schlagen kann? Natürlich müssen bauliche Mängel als Ursache für eine Durchfeuchtung mit Schimmelpilzbildung vorab ausgeschlossen werden. Das ist wohl als Selbstverständlichkeit anzusehen. Und auch die Auswahl von Sachverständigen nimmt hierauf Rücksicht. Warum wohl werden durch die Gerichte in aller Regel öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige beauftragt. Eben weil diese ihre Qualifikation nachgewiesen haben und sich auch ständig fortbilden müssen. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass der eigentliche Grund für diesen Artikel in einem Konkurrenzdenken zu den öbuv SV liegt. Wenn Herr Schwedler tatsächlich so hoch qualifiziert ist, wie er sich darstellt, so mag er sich doch selbst bestellen lassen. Somit kann er zukünftig reichlich Möglichkeit erlangen, die Gerichte auf die wahren Gründe der Schimmelpilze in Deutschland hinzuweisen. MfG V. König
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16.01.2007 10:35:02 |
@V. König
...letzten Absatz hatte ich mir verkniffen - aber so gedacht ;-))
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16.01.2007 10:46:28 |
Servus Der Artikel ist mir auch zu einseitig. Die Schlussfolgerung daraus ist ja Heizen und Lüften hätte keinen Einfluß. Da wir techn. Austrocknungen durchführen kommt mir auch einiges unter. Was ist z.B. mit den sanierten Mietskassernen in denen neue Fenster und Außendämmung verbaut werden. Bei 10 identischen Wohnungen sind dann zwei dabei die Schimmeln? Als es noch eine zugige Bude mit schlechten Fenstern war gabs keine Probleme. Vor kurzem bin ich von einem Vermieter in eine Studentenwohnung (keine alte Bude) geschickt worden wg. Feuchteproblem. Auf einem Laminatboden lagen OHNE Lattenrost drei Matrazen. Als ich sie hochgehebt habe war unter allen drei Nässe!! Und genau in diesem Zimmer gab es auch Schimmel an einer Außenecke. Weils natürlich in dem Zimmer einen Mief hatte lief die Heizung und das Fenter war gekippt. Alles auf Baumängel zu schieben nein. Und das zu 95% Baumängel voliegen glaub ich aus eigener Ehrfahrung auch nicht. Undichte Silikonfugen schlecht abgedichtete durchdringungen von Trockenbauwänden sind natürlich immer noch die Klassiker sind aber in der Regel schnell einzugrenzen und zu erkennen. Obwohl die daraus entsehenden Schäden auch hier erheblich sein können. Gruß papa
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16.01.2007 11:47:55 |
Baumängel-NeinAn einem Altbau, welcher von Ofenheizung auf Zentralheizung und von Einfachfenstern auf Wärmedämmfenster umgestellt wurde liegen doch keine Baumängel vor. Das sind dann Sanierungsfehler, wenn die Lüftung vergessen wurde oder dem Nutzer/Besitzer der Zweck einer richtigen Lüftung nicht erklärt wurde. Von dem 30 minütigen Dampfbad über den Flur in das kühlere Schlafzimmer gehen, alle Türen hinter sich auflassen, das sind dann Baufehler???????????????Wäschtrockener(kondensationstrockner)-wo bleibt die Feuchte Ab- Luft????????????? Wäsche trocknen im Winter im Wohnzimmer. Die feuchte Luft aus dem Wohnzimmer wird über normales Tür öffnen in das kühlere Schlafzimmer befördert. Das ist gängige Praxis in deutschen Wohnungen Wo treten denn die meisten Schimmmelprobleme auf-Schlafzimmer-oder Irre ich mich Wolle |
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16.01.2007 12:16:53 |
@ Wolle
Schlafzimmer, Bad, Küche
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16.01.2007 14:13:24 |
Hallo, wenn auch der Beitrag im großen und ganzen gut ist, halte ich den Satz: "Die gesellschaftlich weitverbreitete Auffassung " Schimmelpilzbildung in Gebäuden ist eine Folge von unzureichendem Heizen und Lüften“ ist falsch!!" doch für sehr gewagt, um ihn so stehen zu lassen. Nach meinen Erfahrungen ist die Ursache meist eine Kombination aus fehlerhaftem Hezungs-/Lüftungsverhalten und Baumängeln. Die angegebenen 90% durch Baumängel nach meinen Erfahrungen zu hoch gegriffen, aber natürlich durchaus möglich, dass er 90% so festgestellt hat. Bei gewissenhaftem Heizungs-/Lüftungsverhalten können aus meiner Sicht auch kleinere Baumängel kompensiert werden, das Beispiel mit der Bohrung mit Gefälle ins Haus ist aber kein kleiner Fehler, wenngleich es auch "nur" eine Bohrung ist, die "mal eben" erstellt wurde. Die Mehrheit der Leute lüftet aber eher zu wenig, meist über den Tag verteilt nicht oft genug. Dazu muß man sich nur mal die Fensterbänke ambitionierter Hausfrauen anschauen. (Bänke voller Blumentöpfe, Schälchen mit drolligen farbigen Steinchen als Verziehrung, und sonstiger Kram;-). Wenn Schimmelpillze auftreten ist es natürlich immer eine ärgerliche Sache, die man oft nicht gerecht lösen kann. Wenn man mal vom Baurecht wechselt auf Strafrecht, ist man immer so lange unschuldig bis das Gegenteil bewiesen wird. Doch wer soll/muß nun seine Unschuld beweisen? Der Eigentümer der vielleicht ein einwandfreies Gebäude überlässt, welches vom Mieter völlig vernachlässigt wird? Oder der Mieter, der vielleicht absolut gewissenhaft heizt + lüftet, und sich mit vorhandenen Baumängeln herumschlägen muß? Was wenn es tatsächlich eine Kombination aus Fehlverhalten + Baumängeln ist? Und was ist, wenn ein kleiner Baufehler bei richtigen Lüftungsverhalten normal nicht zum Schimmelbefall geführt hätte? Die Erfahrungen des Beitragsverfassers kan man ihm selbstverständlich nicht absprechen, ich will sie auch gar nicht aus seiner Sicht in Frage stellen. Trotzdem denke ich hier wie oben schon *Papa* schreibt. Ist mir irgendwie zu einseitig. Hört sich zu sehr nach "die Ursache ist immer am Gebäude zu suchen" an. Für mich ist es wie erwähnt meist eine Kombination/verkettung verschiedener Ursachen. Ich zumindest konnte schon viele Leuten mit ungünstigen Bauseitigen Vorraussetzungen, mit Tipps und Ratschlägen künftig dies und jenes anders zu machen, vor erneutem Befall bewahren. Eine Mietswohnung sollte jedoch einwandfrei sein. Dies vermeidet im Vorfeld viel Stress. Zudem gibt es nach meinen Erfahrungen wenn alles einwandfrei ist, auch nicht gleich Probleme wenn das Lüftungverhalten nicht immer so perfekt ist. Gruß Martin
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Verfasser: Baumeister Schwedler | Zeit:
16.01.2007 15:52:48 |
Zu dämmspezi Wie Sie aus meinem nachfolgenden Beitrag entnehmen können, ging es in meinem Artikel um die Beteiligten an gerichtlichen Auseinandersetzungen. Und da sind eben die Berufsgruppen Architekten und Bauingenieure eingebunden. Selbstverständlich ist gerade im handwerklichen Gewerbe ebenso die fachliche Qualifikation gegeben. Man denke nur an den Kreis der öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen der Handwerkskammern. Und gerade bei dieser Berufsklientel habe ich das von mir beklagte Unverständnis eben nicht vorgefunden. Und das schließt auch die nicht Bestellten ein. Zu Volker König Meine Erfahrungen stammen aus einer fast 18jährigen Tätigkeit als vereidigter und bestellter Sachverständiger. Es waren unglaubliche Kämpfe vor Gericht, wenn die tatsächlich Unwissenden, aber dennoch Überzeugten von der Ursache des falschen Wohnverhaltens als Rechtsanwälte und Vermieter gegen glasklar eruierte technische Beweise opponierten, um nicht den Prozess zu verlieren. Niemand denkt dann an die Bewohner, die ohne Verantwortung sind und das alles mit ertragen müssen. Natürlich ist diese Auseinandersetzung zwischen den Parteien legitim, was ich aber beklage ist die darüberhinaus allgemein entstandene Überzeugung der Gesellschaft -ob aus Unwissenheit oder Gleichgültigkeit-, dass ein direkter selbstverständlicher Zusammenhang zwischen Schimmelpilz und Wohnverhalten besteht. Und das ist falsch! Im Übrigen: Ausnahmen bestätigen die Regel! Es gibt kaum Aufträge an mich, in denen der Hauseigentümer nicht zuerst versucht, das Lüftungsproblem in den Vordergrund zu stellen. Das ist in der Regel auch keine Absicht, sondern Unwissenheit. Aber meist finde ich dann deswegen schon häufig ein zerrüttetes Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter vor. Baumeister Schwedler
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16.01.2007 16:49:18 |
Sicher tragen Baumängel zur Schimmelpilzbildung bei... wenn irgendwo eine kalte Stelle in der Wohnung ist dann schlägt sich die, leider oft im Übermaß vorhandene, Feuchtigkeit natürlich dort nieder. Aus meiner täglichen Praxis kenne ich aber leider sehr viele Mieter die nicht oder nicht ausreichend lüften. Spricht man die Leute darauf an sind sie beleidigt (der meint wohl bei uns stinkts) oder sgen offen dass sie nicht einsehen die Fenster ganz zu öffnen zur Querlüftung weil ja die ganze Wärme zum Fenster rausgeht. Die Ventilatoren im Dunkelbad werden ausgeschaltet die sind ja nur für den Gestank da... und verbrauchen unnötig Strom.
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16.01.2007 17:49:06 |
Moin! Wenn Schimmel wirklich nur / fast nur durch Baumängel enstehen, habe ich jetzt eine Frage: Es handelt sich um ein und dieselbe Wohnung. Nur die Mieter haben gewechselt. Mieter A: Feuchte Wände; Kondenswasser an den Küchenfliesen (Innenwand); Fensterscheiben ganzflächig (!!!!!) mit kleinen Wassertropfen; Schimmel in allen Ecken; Nach dem Auszug wurde die Tapete (Rauhfaser) entfernt und alles neu tapeziert (ebenfalls Rauhfaser). Mieter B: Wohnt jetzt seit drei Jahren in der Wohnung; keine Probleme; Was war Ursache für die Feuchtigkeit und den Schimmel??? Ähnliche (Tatsachen-)Geschichten könnte ich auch noch zum Besten geben. in diesem Sinne Arnt
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16.01.2007 17:53:25 |
Schimmelproblem liegen m.E. zu 80% am falschen Lüftungverhalten der Mieter. Fehler in der Baussubstanz , insbesondere Wärmebrücken begünstigen dieses natürlich noch. Ich habe bis vor kurzem noch eine 3Z-Wohnung im Osten gehabt. 10 Jahre lang hat sich nicht die Spur von Schimmel gezeigt. Nach einem Mieterwechsel trat nach kurzer Zeit Schimmel im Bad und Schlafzimmer auf. Zum Glück für die Mieter hat die Hausverwaltung eine kleine Wärmebrücke in einer Dachschräge gefunden. Die Wärmebrücke war also schon vorher da und hat zu keinelei Problemen geführt. Nach der Sanierung habe ich nach jahrelangem Ärger mit Mietern die Wohnung zu Spottpreis verkauft. Ich kann das Märchen vom bösen Vermieter, der nur ausbeutet und nichts investieren will nicht mehr hören. Die Realität sind anders aus. In diesem Lande gibt es eine absolute Schieflage zwischen Mieter und Vermieterrechten. NIE WIEDER VERMIETEN IN DEUTSCHLAND !
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16.01.2007 19:06:56 |
Ich denke die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. In vielen Fällen wird aus Kostengründen nicht sachgerecht saniert. Dabei tragen nicht die ausführenden Firmen in erster Linie die Schuld, sondern vielfach auch die Architekten, Bauherren etc. die auf gewisse Sanierungsmaßnahmen verzichten die aber notwendig wären. Vollwärmeschutz und sparsames Heizen führen dann zwangläufig zu Schimmelbildung. Wenn dann die Wohnungen kurz nach einer Sanierung dann noch Monatelang leer stehen und keiner Lüftet ist alles zu spät. Nicht selten wird dann einfach kurz vor der Neuvermietung nochmal kurz drübergepinselt und später dem Mieter die Schuld gegeben. Daher ist meiner Meinung nach bei sanierten Altbauten zu 80% die Bausubstanz dran schuld und bei Neubauten zu 80% der Nutzer.
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16.01.2007 21:20:21 |
... ist es nicht letztendlich egal, was zur Schimmelbildung führt? Um den Einsatz einer KWL werden wir in Zukunft nicht mehr rumkommen. Die " natürliche Feuchteabscheidung" durch undichte Fenster (hoher natürlicher Luftwechsel) und der Einfachscheibenfenster (Kondenswasserbildung) ist vorbei. Und auch die Austrockenzeit eines Neubau wird nicht mehr eingehalten, weil der Kunde nicht warten will/kann. Gruß me. Bruno Bosy, NF |
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17.01.2007 07:34:58 |
Hallo Ihr Lieben,
als Hausverwalter habe ich festgestellt, das fast immer falsches Lüften die Ursache für Schimmel ist. Kratzt man mit einem Schlüssel an den Stellen wird es darunter wieder weiß.
Natürlich sind auch Baumängel ursächlich, aber eben viel seltener.
Man kann auch sagen: Die Mischung macht´s.
Viele Grüße
Taubenuss
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17.01.2007 08:26:35 |
Dann ist ja alles geklärt. Die Hausverwalter machen in Zukunft die Gutachten. Noch einfacher: Man spart sich die Gutachten und macht einfach einen Ortstermin. Der Richter kratzt dann mit dem Schlüssel (an "Hausverwalter": Geht da jeder Schlüssel oder brauchts ein bestimmtes Modell?) am Schimmel und wenns dadrunter "weiss" (gibts da ne Farbskala, Einflüsse unterschiedlicher Putzarten) wird ist falsches Lüften die Ursache. Was ist denn bei dunklen Anstrichen / Tapeten zu beachten - wirds da beim hochwissenschaftlichen Schlüsselkratztest auch "weiss" unterm Schimmel wenn falsch gelüftet wurde? Die Hersteller von Feuchtigkeitsmessgeräten, die Gutachter, die Trainer von Schimmelsuchhunden und die diversen Laboratorien die Schimmelanalysen machen werden aufheulen - da hat doch gerade ein "Hausverwalter" mit seinem auf empirischer Grundlage beruhenden "Schlüsselkratztest" ihr Geschäftsmodell ruiniert. Da ist der Tag gerettet. Gruss Markus
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Verfasser: Baumeister Schwedler | Zeit:
17.01.2007 08:36:39 |
Das Thema ist natürlich recht vielfältig. Viele Divergenzen zwischen Mieter und Vermieter werden durch Kündigung gelöst oder durch Einsicht und Änderung des Mieterverhaltens. Meine Erfahrungen liegen ausschließlich im Bereich der gerichtlichen und privaten Auseinandersetzungen, wenn Mieter also Rechtsschutz oder den finanziellen Hintergrund haben, um einen Prozess zu führen.
Im übrigen mögen die Leser die Beiträge hier im Forum verfolgen. Häufig wird nur die gesellschaftliche Überzeugung bestärkt ohne jede Begründung, ohne darauf hingewiesen zu haben, dass das Gebäude einer baukonstruktiven Untersuchung unterzogen wurde, ohne dass das falsche Lüften geprüft und nachgewiesen wurde. Es wird einfach das falsche Wohnverhalten unterstellt und damit basta!
Und das ist der Sachverhalt gegen den ich mich wende. Zweifel wecken und vielleicht doch einmal sein Bauwerk untersuchen lassen. Jedes Auto muß regelmäßig zum TÜV. Und jedes Gebäude auch, das in der Regel sein Lebensdauerende nach 80 Jahren erreicht hat. Gefährdet sind also Bauten der Jahrhundertwende und die Nachkriegsbauten, die inzwischen auch schon ca. 55/60 Jahre alt sind und bis in die 70er Jahre einen erheblich niedrigeren technologischen Standard haben als die Bauten heute.. Baumeister Schwedler
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Verfasser: Baumeister Schwedler | Zeit:
17.01.2007 08:44:01 |
zu Taubenuss Schimmelwachstum findet auf organischen Stoffen statt. Dazu zählen ua. Tapeten, Kleister, Anstriche. Mineralische Untergründe sind in der Regel nicht befallen. Wenn man also mit einem Schlüssel die Tapete wegkratzt und dabei auch noch den Kleister mitnimmt, da muß es weiß werden, denn der Putz ist weiß und wird von Schimmel nicht befallen. Der Schimmel hängt dann auf der Rückseite der Tapeten. Das sagt nichts darüber aus, dass der Putz höchstwahrscheinlich durchfeuchtet ist und das kann man mit einem Schlüssel nicht feststellen. Baumeister Schwedler
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| | Zeit:
17.01.2007 08:53:35 |
Hallo Kollegen, zu Schimmel führt zuallererst unsere Athmosphäre. Die Erde ist umhüllt von einem Sporennebel der zum Urprung der Schöpfung und des Lebens gehört und so genial ist, dass er Meteoriten ebenso überlebt hat wie Eiszeiten. Wann in welcher Höhle welcher Pilz besonders schön anfängt aufzublühen bestimmen nur die Randbedingungen Temperatur und Feuchte. Darauf können Sporen Millionen Jahre warten. Aber ebenso haben wir Millionen Jahre nichts mit ihnen zu tun, wenn wir ihnen diesen Nährboden nicht bieten. Vernünftig Heizen und Lüften bedeutet in der Praxis, dass bei 20-21°C Raumtemp. die Luft zwischen 30 und 45% rel. Feuchte alles ohne Sättigung und Taupunkt bindet, was der Mensch und unser Komfort so von sich gibt. Wenn wir also nicht mit unsinnigen Taktprogrammen , sondern kontinuierlich auf den Sollwert temperieren, dann hat die umgebende Bau-Substanz zwischen 16 und 19°C. Dabei hat kein Putz die Chance den Taupunkt laufend zu unterschreiten und sich mit Wasservoll zu saugen. Nur wenn kritische Teile der Bausubstanz durch z.B 7 Std Abschaltung unter den Taupunkt fallen entstehen Kondensat Sammelstellen. Diese entstehen besonders , wenn manche meinen sie müßten unbedingt -KALT- schlafen. Dabei habe ich im Extrem erlebt, dass Leute die Fenster SZ auf Kipp lassen bis die Scheiben von Innen frieren. Sie erklärten mir dazu: "das macht doch nichts, denn die SZ Heizung ist ja abgedreht " Nun muss ich denen erklären, dass sie damit Innenwände mit einem Außenwand delta T belasten und sich den Taupunkt selbst erzeugen und bestimmte Stellen in ihrer Wohnung/Haus systematisch nass halten. Der Schimmelpilz freut sich darüber! Ich habe selten so etwas Einseitiges , Unvollständiges und Unrichtiges gelesen wie in dem hier vorgestellten Artikel ! Ganz selten gibt es Baufehler, die mit punktuellen Kältebrücken einhergehen, wodurch Innen massiv Kondensat anfällt obwohl vernünftig temperiert und gelüftet wird. Und nur ganz selten habe ich mit Pfusch zu tun wie einer nicht gedichteten Mauerdurchführung Antennenkabel die auch noch falsches Gefälle hat und Bereiche des Wohnraumes mit Regen belastet. Da fehlt jetzt nur noch das Beispiel vom undichten Dach das jahrelang tröpfelt und Decken durchfault oder die Plattenbau Fugen die Flugregen oder gar Flugschnee direkt durchlassen. Zu behaupten, dies wäre zu 99% Schimmel-ursächlich und nur in den seltensten Fällen das Nutzerverhalten entscheidend ist eine Scharlatanerie, die eines Gutachters unwürdig ist ! Gruß JoRy |
Verfasser: Baumeister Schwedler | Zeit:
17.01.2007 11:00:01 |
Einige Verfasser haben das Beispiel eingebracht, dass vor einem bestimmten Mietverhältnis, während dessen Schimmelpilz aufgetreten ist, alles in Ornung war und umgekehrt. Dazu: Die Gebäudehülle aus Putz oder Ziegelverblendern einschließlich des tragenden Mauerwerks stellt gleichzeitig auch ein Speicherwerk dar, in dem bei heftigen Regenfällen tages- und jahreszeitlich Regenwasser angelagert wird. Im Laufe der Sommermonate findet sodann ein Ausdunsten statt und der Speicher steht wieder für die Aufnahme von Regenwasser zur Verfügung. Wenn nun aus Altersminderungsgründen der Putz Risse aufweist, die kaum sichtbar sind (bereits ab 0.2 mm wasserführend) oder die Mörtelfugen der Ziegelverblendung sind frost/tauwechselgeschädigt, dann kann der Speicherraum überlastet werden, d.h. die im Winterhalbjahr aufgenommene Regenfeuchtigkeit wird nicht vollständig abgegeben, sie schaukelt sich auf und wird infolge von Kapillarkräften der Baustoffe in die Trockenzone der Wohnung geleitet., -ohne dass der Beschauer diesen Vorgang erkennen kann. Die Auswirkungen sind also abhängig von der Witterung -im Winter mehr als im Sommer-, sie sind abhängig von der Speicherfähigkeit der Gebäudehülle und vom Alter des Gebäudes. So kann der Fall entstehen, dass Monate oder Jahre keine Beschwerden eintreten und zu anderen Zeiten erhebliche Beschwerden. PeterSchwedler
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Verfasser: Baumeister Schwedler | Zeit:
17.01.2007 11:09:40 |
Zu JoRy Danke für den Hinweis auf weitere Baumängel: Undichtes Dach und Plattenbaufugen mit Flugschnee. Bitte schauen Sie auch in den Baumangel-Zielbaum (Google), damit Sie ein umfassendes Bild bekommen, von den vielfältigen Baumängeln, die zu Schimmelpilz in Wohnungen führen können. Vielleicht korrigieren Sie ja dann Ihre Überzeugung. PeterSchwedler
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