Der Luftwechsel (LW) n (auch > Luftwechselrate) gibt an, wie oft ein Raumvolumen in einer Stunde ausgetauscht wird. Die Einheit wird mit h-1 angegeben.
Ein ausreichender Luftwechsel ist notwendig, um Kohlendioxid, Schadstoffe und Feuchte aus bauphysikalischen und hygienischen Erfordernissen zu entfernen und Sauerstoff zu zuführen.
In nichtrenovierten Altbauten liegt der natürliche Luftwechsel bei n 1 h-1 und in renovierten Gebäuden zwischen n 0,5 bis 1 h-1. Hier spricht man auch von einem unkontrolliertem Lüften, weil der LW je nach der Druckdifferenz zwischen Innen und Außen und dem Windanfall verschieden ist und oftmals nicht ausreichen ist.
Je nach dem Lüftungsverhalten bzw. der Lüftungsart können folgende Luftwechsel erreicht werden:
- Fenster zu, Türen zu > 0 bis 0,3 h-1
- Fenster gekippt (Spaltlüftung) > 0,3 bis 1,5 h-1
- Fenster kurzzeitig ganz geöffnet (Stoßlüftung) > 0,3 bis 4 h-1
- Fenster ständig ganz geöffnet > 9 bis 15 h-1
- Gegenüberliegende Fenster und Türen ständig geöffnet (Querlüftung) > bis 40 h-1
Ein Mindestluftwechsel sollte durch ein richtiges Lüften grundsätzlich gewährleistet werden. Ist es nicht möglich diesen LW zu erreichen, ist der Einsatz einer kontrollierten Wohnungslüftung (KWL) mit Wärmerückgewinnung (WRG) sinnvoll bis notwendig.
In luftdichten Häusern kann der Luftwechsel bei n 0,2 h-1 liegen, was dann eine kontrollierte Wohnungslüftung (KWL) notwendig macht.