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Datenschutzhinweise

Hausdämmung nach dem Kühlschrankprinzip
Verfasser:
helix
Zeit: 25.07.2007 10:38:00
0
664641
Quelle: http://www.heise.de/tr/artikel/92870

Leben im Kühlschrank
Von Martin Kölling

Wo sonst Dämmwolle dämmt, schimmert silberne Folie in der Wand des Tokioter „Öko- und Universal-Design-Haus“ des japanischen Konzerns Matsushita Electric Industrial (Panasonic). Es ist eines der neuesten Produkte des Elektronikriesen: Ein Vakuumdämmpaneel für den Hausbau, hergestellt aus der Isolierung, die Matsushita in seinen Kühlschränken einsetzt. Die Wärmeleitfähigkeit der Paneele schlägt die deutscher Hersteller auf den ersten Blick um Längen: 0,0015 Watt pro Meter und Kelvin beträgt sie im Gegensatz zu 0,004 Watt pro Meter und Kelvin bei in Deutschland erhältlichen Vakuumisolierungen. Das ist bereits nahe am theoretischen Optimum für Vakuumisolierungen mit Füllmasse. Nur Thermoskannen sind besser.

Stolz präsentiert Matsushitas zuständiger Entwickler Kazutaka Uekado in der Industriestadt Kusatsu bei Kioto die Übertragung von Matsushitas fortgeschrittener Kühltechnik auf den Hausbau. „Es kommt sehr selten vor, dass ein Elektronikhersteller seine eigene Vakuumisolierung herstellt“, sagt er und klopft in einem kleinen Sitzungszimmer in Matsushitas riesigem Kühlschrankwerk auf eine ein Zentimeter dicke Vakuumfolie. In Japan wird der Elektronikkonzern damit zum ersten Mal Massenhersteller von Dämmstoffen für den Hausbau. Bereits im kommenden Jahr soll das Produkt über den Kunststoff- und Dämmmaterialhersteller Achilles in Japan vertrieben werden.

Vakuumdämmpaneele gelten als eine der kommenden Isolierungstechniken in der Bauindustrie, denn sie isolieren bei weit geringerer Dicke mehr als zehn Mal besser als herkömmliche Wärmedämmung. Bei der neuen Technik wird ein Füllmaterial &ndash: nanoporöse Kieselsäure, Urethanschaum oder Glasfasern – in eine Plastikfolie gepackt und nach Evakuierung der Luft zusätzlich in Stahl-, Aluminium- oder Kunststoffhochbarrierefolien eingeschweißt. Durch das Vakuum wird die Isolierleistung der Paneele extrem erhöht. Allerdings erfordert der Verbau generell ein höheren Planungsaufwand. Denn die Isolierung kann nicht vor Ort zugeschnitten werden und muss extrem vorsichtig behandelt werden, um das Vakuum nicht zu zerstören. Außerdem muss eine ausgeklügelte Be- und Entlüftung dafür sorgen, dass sich kein schädlicher Schimmel in der Wohnung bildet.

Die Idee für diese Art der Dämmung wurde vor ungefähr vor 15 Jahren initiiert, erinnert sich Ulrich Heinemann von Bayerischen Zentrum für angewandte Energieforschung e.V., ein Mann der ersten Stunde. „Vor allem in Deutschland, der Schweiz und Österreich wurden sie weiterentwickelt“, so Heinemann. Nach diversen Tests ist die Vakuumisolierung nun dabei, ihren Weg aus den Entwicklerstuben in die Massenanwendung zu finden.

Im Gegensatz zu Japan gibt es in Deutschland bereits fünf Hersteller, doch keiner verfügt über eine Marktmacht wie Matsushita in Japan. Der Konzern ist mit äußerst energiesparenden Kühlschränken und innovativen Waschmaschinen nicht nur der führende Haushaltsgerätehersteller der zweitgrößten Industrienation der Welt. Auch im Hausbau ist der Konzern über seine Tochter PanaHome aktiv, die 2006 immerhin einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro erzielte. Um die Wettbewerbsfähigkeit des Giganten auf allen Gebieten zu erhöhen, fördert die Unternehmensführung seit Jahren die Übertragung von führenden Technologien aus der einen in andere Sparten.

Die Weiterentwicklung der Kühlschrankisolierung für den Hausbau habe vor acht Jahren begonnen, erzählt Uekado. Zu Beginn nutzte Matsushita wie heute in Deutschland üblich feinpulverige, nanostrukturierte Kieselsäure als Füllmaterial – mit vergleichbaren Isolierleistungen. Kieselsäure – im Prinzip nichts anderes als reiner, feiner Sand – dämmt schon bei normalem Luftdruck gut und ist so hitzebeständig, dass sie auch bei der Isolierung von Hochöfen eingesetzt wird.

Doch dieser besonders feingliedrige, synthetisch hergestellte „Sand“ ist teuer. Da Matsushita als Haushaltsgeräte- und Elektronikhersteller heftigem Wettbewerbsdruck ausgesetzt ist, stieg das Unternehmen 2002 auf Glasfasern als Füllmasse um. „Damit können wir den doppelten Wärmedämmeffekt zur Hälfte der Kosten von Kieselsäure erzielen“, begründet Uekado die Wahl. Die bessere Isolierungsleistung rühre daher, dass bei einer Glasfaserfüllung 90 Prozent des Volumens Vakuum sind, bei Kieselsäure hingegen nur 30 Prozent.

Das ist im Prinzip auch in Europa bekannt, wird jedoch aus zwei Gründen nicht angewendet. Erstens müssen für einen Glasfaserkern die Hüllen um den Faktor hundert dichter sein als für einen Kern aus Kieselsäure, um die hohe Dämmwirkung über einen Zeitraum von im Bauwesen veranschlagten 50 Jahren aufrechtzuerhalten, sagt der deutsche Experte Heinemann. Dies ist zurzeit nur mit Hüllen aus Glas, Metall oder Metallverbundfolien etwa aus Aluminium zu erreichen.

Zweitens ist im Falle des Versagens oder einer Verletzung der Vakuumhülle die Wärmedämmwirkung einer belüfteten Kieselsäurefüllung immer noch doppelt so gut, wie die herkömmlicher Dämmstoffe gleicher Dämmstärke (Wärmeleitfähigkeit 0,020 Watt pro Meter und Kelvin). Eine belüftete Glasfaserfüllung hat lediglich die Dämmwirkung von herkömmlichen Dämmmaterialien (Wärmeleitfähigkeit ca. 0,040 Watt pro Meter und Kelvin). „Die dünnsten, lochfreien Aluminiumfolien im Verbund mit einem Kunststoffsiegelmaterial auf der Innenseite und einer Kunststoffschicht als mechanischer Schutz auf der Außenseite kommen aus Japan“, sagt Heinemann. Im Falle Matsushitas beträgt die Schichtdicke des Aluminiums sechs Mikrometer.

Außerdem leitet Aluminium die Wärme extrem gut, wodurch die Hülle zu einer formidablen Wärmebrücke wird und so die wirkliche Dämmleistung des Isolationselements auf ähnliche Werte der in Deutschland meist verwendeten Vakuumpaneele senkt. In Europa setzen viele Hersteller auf Kunststoffhochbarrierefolien, deren Wärmebrückeneffekt dank nur hauchdünn aufgedampfter Aluminiumschichten weit geringer ist als bei Matsushitas Superdämmer. Der Elektronikkonzern stellt zwar auch dünnere Folien für elektrische Wasserkocher her, doch für den großflächigen Einsatz sei das zu teuer, räumt Uekado ein.

Für Matsushita ist die Glasfasertechnik trotz der schwächeren Dämmung sinnvoll. Der Konzern kann so nicht nur kostengünstig große Mengen an Platten auf seiner herkömmlichen Produktionsstraße produzieren. Es kommt in Japan auch darauf an, die Wandstärke und damit die Isolierung so dünn wie möglich zu halten, um Innenraum zu gewinnen. Denn viele Familien können sich wegen der exorbitanten Landpreise nur kleine Parzellen von 40 bis 90 Quadratmeter Größe leisten. Die zwecks Feuer- und Erdbebenschutz behördlich festgelegten Abstände der Außenmauern zur Grundstücksgrenze verkleinern die Nettonutzfläche weiter.

Normalerweise ist eine Außenwand bei einem heutigen Einfamilienhaus rund 15 Zentimeter dünn und entsprechend kläglich isoliert. In Japan besteht die Wand bei den gängigen Einfamilienhäusern aus einem Holzfachwerk, auf das von innen Rigips- und von außen Sperrholzplatten genagelt werden. In den Zwischenraum wird Dämmwolle gestopft. Außen kommen dann noch Plastikfolien, Metallmaschendraht und ein Schutzanstrich oder Deckplatten drauf. Fertig ist das Haus.

Bei Matsushitas normalem Vakuumdämmpaneel, das außen auf das Holzgerüst genagelt wird, verdickt sich die Wand nur um zwei Zentimeter und halbiert die Wärmeverluste immerhin. Ein Zentimeter geht für die eigentliche Vakuumfolie drauf, den Rest nimmt dichter Urethanschaum ein, in dem die Vakuumfolie zum Schutz steckt. Die etwa zwei Meter hohen und 90 Zentimeter großen Platten lassen sich am Bau leicht aufnageln, ohne die Vakuumfolie zu verletzten. Denn die Hersteller haben die Punkte markiert, wo die Zimmerleute die Platte perforieren dürfen. Da in den meisten Gegenden Japans die Temperatur nicht unter Null Grad sinkt, gilt diese Isolierungsleistung als ausreichend.

Im Herbst will Matsushita nun ein Testhaus bauen, dass Japans bislang härtesten Q1-Isolierungsstandard für die im Winter kalten nördlichen Landesteile erfüllt, der 5-mal besser isoliert als eine normale japanische Wand. Dafür wird die Dicke der Vakuumplatte auf zwei Zentimeter und das Bauteil auf vier Zentimeter verdoppelt. Über noch bessere Isolierungen denkt Uekado intensiv nach, doch verraten will er Matsushitas kommendes Produkt jedoch nicht.

Einen Qualitätssprung wie eine der Thermoskanne ähnliche Isolierung können sich die Experten in Deutschland jedoch nicht vorstellen. Denn auf absolut leeren Körpern lastet die Luft mit immerhin zehn Tonnen pro Quadratmeter. Bisher hat noch kein Hersteller der Welt eine Idee vorgestellt, wie dieser riesige atmosphärische Druck von nicht kugelförmigen, sondern planen Körpern aufgefangen werden könnte. Für die optimale Dämmung müssten die Menschen dann vielleicht in pilz- oder ballähnliche Häuser umziehen.

Gruß, helix

Verfasser:
HarryT :-)
Zeit: 25.07.2007 11:09:54
0
664659
... interessant.
High Tech als möglicher Lösungsansatz den Energieverbrauch zu senken, also noch mehr und noch bessere Technik produzieren ...

Wir sollten aber auch die kulturellen Komponenten im Auge behalten, eine Lösung heißt schlicht: weniger.
Weniger unnötige Elektrogeräte, weniger StandBy, Autos mit weniger Masse bauen, weniger Auto fahren, weniger Flugreisen, weniger unnsinige Wochenendtripps, weniger aus fernen Ländern importierte Lebensmittel, weniger Wohnraum pro Person usw

Unterhaltsamer Lesestoff zum Thema immer mehr bzw weniger:
Alexander Schönburg: Die Kunst des stilvollen Verarmens. Wie man ohne Geld reich wird
Kann ich als leichte Ferienlektüre sehr empfehlen ...

Harry

Verfasser:
sukram
Zeit: 25.07.2007 11:38:47
0
664676
Ich überlege, sowas für die Fensterlaibungen einzusetzen.

Verfasser:
Rudolf Rippler
Zeit: 25.07.2007 23:25:12
0
664981
Über diese Vakuumpaneele habe ich die Meinung gehört, daß diese das Vakuum nicht besonders lange hielten, und zuerst eines, dann nach und nach auch andere undicht werden. Der U-Wert einer mit Vakuumpaneelen gedämmten Fläche sei daher nach einiger Zeit ein sehr unregelmäßiges Muster: Wo die Paneele intakt sind, ist er super, wo sie undicht sind, ungenügend.
Wenn dies stimmen würde, dann wären Vakuum-Paneele nur unter Vorbehalt verwendbar.

Ist diese Meinung veraltet, oder beruht sie auf nicht korrekt montierte Paneele ?

Ansonsten wären Vakuumpaneele nämlich genial, wenn man gut dämmen muß, aber keine ausreichende Dämm-Dicke anbringen kann. Im Altbau nicht selten, denn der Erbauer hatte ja noch nicht an dicke Styropor -Schwarten gedacht.

@Sukram:
Die Idee mit der Fensterlaibung find ich interessant, ich stehe vor derselben Aufgabe. Bei mir sinds primär die Fensterbretter: eiskalte Kühlrippen nach innen. Und die Isolation soll natürlich nicht dick auftragen. Danke für die Anregung, ich hatte bislang Styrodur oder PUR favorisiert.



Verfasser:
stefans
Zeit: 25.07.2007 23:47:16
0
664988
Servus,

Info I

Info II


Stefan

Verfasser:
Rudolf Rippler
Zeit: 26.07.2007 00:49:49
0
664995
@stefan
danke für die Links.
50 Jahre Haltbarkeit, das hört sich schonmal vielversprechend an.
Daß diese Haltbarkeit eine Prognose ist, und keine Erfahrung, das liegt hier in der Natur der Sache. Wer innovativ sein will, muß halt auch mal etwas wagen.


@Markus
Wir werden das Problem haben, dass wir für die Fensterlaibung Spezialgrößen brauchen:. Bei mir: 19 cm breit und für jedes Fenster eine andere Länge. Das bedeutet Extra-Kosten, wenn ichs richtig verstehe. Da werden keine Quadratmeter-Preise rauskommen, sondern Quadratcentimeter-Preise, befürchte ich. Hast Du schonmal nachgefragt? Andererseits: 1cm VIP für 10cm StyroX, das ist schon verlockend.


@alle:
Hat jemand hier Praxiserfahrung bezgl. Haltbarkeit und Verarbeitung ?




Verfasser:
stiloangi
Zeit: 26.07.2007 01:08:31
0
664997
Hab ich bestimmt:)))

50 Jahre Haltbarkeit, das hört sich schonmal vielversprechend an.

Stilolinks :))))

Verfasser:
JoRy
Zeit: 26.07.2007 07:46:58
0
665058
Asiaten haben da keine "space innovation" erfunden.

Ihr kennt sicher Aerosil von der Degussa oder HDK von der Wacker Chemie.

Seit vielen Jahren wird für verschiedenen technische Anwendungen "aerosil"
eingesetzt.

Wenn dieses Material in vakuumierten dünnen Platten eingebracht wird, dann
kann der oben zitierte Dämmwert erreicht werden.

Es geht auch ohne Vakuum. Wir benutzen es zur Anlagen Dämmung für Versuche.

Gruß JoRy

Verfasser:
Hotzenplotz77
Zeit: 14.09.2007 23:46:29
0
694018
Nur eine kurze Anmerkung:

"richtige" Kieselsäure ist sogar im Inneren hohl, also nicht nur eine massive Kugel. Die Holkugeloberfläche ist zudem gittrig strukturiert. Solch ein Gitterball hat deswegen schon eine miserable Festkörperleitung, zudem der Baustoff selbst ein schlechter Wärmeleiter ist.

Die "natürliche" schlechte Wärmeleitung solch einer Kieselsäure kommt daher, daß die innere Feinstruktur schon bei relativ geringem Vakuum kleiner als die mittlere freie Weglänge der Restgasmoleküle ist. Genau darauf kommt es an. Wäre die Strukturgröße vielleich nocheinmal um den Faktor 10 kleiner, würde dies bereits bei Normaldruck funktionieren.

Noch besser kann man das machen, wenn man ein Edelgasvakuum, Argon bis Xenon benutzt. Das hat den Vorteil, daß bei demselben Druck die Wärmeleitfähigkeit des Vakuums dann noch größer ist und die Kosten wegen der allergeringsten Gasmengen sowieso keine Rolle mehr spielen.

Der grundsätzliche Vorteil der Kieselsäurepanele ist der, daß bei derselben Menge Luft, welche eindringt, sich die Isolierwirkung im Gegensatz zu den Faservakua noch nicht ändert.

Faserpaneel muß wegen seiner "großen" inneren Struktur ein viel besseres Vakuum für dieselbe Dämwirkung haben. Das heißt dann, wenn 1cm³ Luft eindringt, ist die Isowirkung bereits kaputt während bei den Kieselsäurevakua dasselbe erst bei 100cm³ passiert (Werte phantasiert).

Daher muß auch die Lebensdauer der Kieselsäurepaneele höher sein, wenn die Undichtigkeit dieselbe ist.


Verfasser:
Salü
Zeit: 15.09.2007 09:57:00
0
694093
warum nicht Produkte / Platten hergestellt werden, wo in kleiner Kugelform ( 1 - 5 mm ) oder ähnlich Würfel
welche das Vakuum halten
Platten hergestellt werden, welche dann vor Ort zugeschnitten werden können ist mir ein Rätsel.
( nicht Platten mit Vakuum lwelche auch schwierig zu montieren sind )

1 Nagel in die Hülle des Paneels der Matte und das wars dann.

Schade ich finde etwas am Markt der Praxis vorbei


Verfasser:
KurtR
Zeit: 15.09.2007 15:47:12
0
694214
Von Harry:
„Wir sollten aber auch die kulturellen Komponenten im Auge behalten, eine Lösung heißt schlicht: weniger.
Weniger unnötige Elektrogeräte, weniger StandBy, Autos mit weniger Masse bauen, weniger Auto fahren, weniger Flugreisen, weniger unnsinige Wochenendtripps, weniger aus fernen Ländern importierte Lebensmittel, weniger Wohnraum pro Person usw“


Das ist nicht neu. Gabs schon mal. Nannte sich „DDR“.

Grüsse
Kurt

Verfasser:
Rudolf Rippler
Zeit: 15.09.2007 16:45:18
0
694231
Von Harry:
„Wir sollten aber auch die kulturellen Komponenten im Auge behalten, eine Lösung heißt schlicht: weniger.
Weniger unnötige Elektrogeräte, weniger StandBy, Autos mit weniger Masse bauen, weniger Auto fahren, weniger Flugreisen, weniger unnsinige Wochenendtripps, weniger aus fernen Ländern importierte Lebensmittel, weniger Wohnraum pro Person usw“

Das ist nicht neu. Gabs schon mal. Nannte sich „50er Jahre“.
Ob nur 20stes oder auch 21. Jahrhundert, das wird sich zeigen.

Grüsse
Rudolf

Verfasser:
Frank Jackenkroll
Zeit: 15.09.2007 18:50:38
0
694283
Bloß weil etwas nicht neu ist muß es ja nicht schlecht sein, oder ?

Ich sehe auch ne Menge Vorteile in einer bewußten Bescheidenheit.

Wobei man wissen sollte das wir Wohlstandslandbewohner ja eben diese Bescheidenheit dem Rest der Menschheit als Lösung empfehlen und uns an andere Menschen Bescheidenheit ganz ungeniert bereichern.

Dieses "weniger Wohnraum", dafür haben wir bei uns hier einen einfachen alten Namen.
Wir nennen soetwas Familie. Altes Konzept, klappt aber wunderbar.

Was ebenfalls nicht unerwähnt sein soll : Die "Lebensqualität" ist durch allerlei Verzicht nicht geschmälert, im Gegenteil.

Mit freundlichen Grüßen

Frank






Verfasser:
KurtR
Zeit: 15.09.2007 19:19:02
0
694293
Von Rudolf:
„Das ist nicht neu. Gabs schon mal. Nannte sich „50er Jahre“.
Ob nur 20stes oder auch 21. Jahrhundert, das wird sich zeigen.“


Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.

Von Frank:
„Ich sehe auch ne Menge Vorteile in einer bewußten Bescheidenheit.“

Ich halte es eher mit der Realität und nicht mit Religion.

Nichts verschwenden und Bescheidenheit sind allerdings Tugenden, die den
Energiesparhysterikern leider schon lange abhanden gekommen sind. (wenn diese überhaupt bei Leuten wie Trittin oder Künast jemals vorhanden waren, die ja das „Schweinesystem“ der Eltern bekämpft haben)

Von Frank:
„Wobei man wissen sollte das wir Wohlstandslandbewohner ja eben diese Bescheidenheit dem Rest der Menschheit als Lösung empfehlen und uns an andere Menschen Bescheidenheit ganz ungeniert bereichern.“

Ist mir neu, dass z. B. Inder aus lauter Bescheidenheit die Rikscha einem Auto vorziehen.

Grüsse
Kurt

Verfasser:
Frank Jackenkroll
Zeit: 15.09.2007 19:40:42
0
694305
Och Kurt,

du kannst es halten wie du willst, du wirst schon ganz von selbst deine Ansprüche zurückschrauben :-)

Das kannst du dann Realität nennen, wenn es dir dann besser geht :-)))))

Im Ernst : Das die Inder auf Rikscha stehen habe ich nicht behauptet, ich habe behauptet das es uns noch immer recht gut gefällt eher auf den Mehrverbrauch der Inder und Chinesen zu schauen und zu meckern als unseren eigenen Verbrauch zu kritisieren.

Die billigen Waren aber, die von Indern und Chinesen gefertigt werxen, die kaufen wir dennoch :-)

Das ist dann Realität, hat mit Religion wenig zu tun !

Für Frau Künast und Herrn Trittin kann ich nicht sprechen, für mich schon :-)

Mit freundlichen Grüßen

Frank



Verfasser:
KurtR
Zeit: 15.09.2007 23:28:24
0
694410
Von Frank:
„du kannst es halten wie du willst, du wirst schon ganz von selbst deine Ansprüche zurückschrauben :-)“

Ja das habe ich allerdings schon . Nicht aber wegen nicht wegen allgemeiner Volksverdummung, sondern wegen einer EF von 19%.

Die billigen Waren aber, die von Indern und Chinesen gefertigt werxen, die kaufen wir dennoch :-)

Hab ich zwar noch kaum gemacht, da pass ich auf. Ich kaufe noch nicht mal Sachen für die Prominente Werbung machen.

Grüsse
Kurt

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