Das Thema ist nach wie vor aktuell. ALLE Kessel/Brenner-Hersteller die ich kenne, haben für die
Verbrennungsluftqualität bestimmte Vorgaben.
Vor allem muss die
Luft frei von chlorierten
Kohlenwasserstoffen sein.
Diese sind in vielen Mitteln, Stoffen und Lösungen aus Haushalt, Industrie und Gewerbe enthalten.
Zu nennen wäre da z.B. Trichloretylen, Perchlorethylen, fluorierte- und chlorierte Kohlenwasserstoffe, Salzsäure u.v.A..
Das Waschmittel gast in so fern aus, das man es riecht wenn eine geöffnete Packung z.B. in einem Waschkeller steht. Also gast da auch etwas aus, auch wenn es nur Duftstoffe sind.
Auch Waschlauge kann ausgasen/ verdunsten. Wer schon mal
Kupfer- oder Messingteile in einem Raum betrachtet hat, dessen Bodenablauf ausgetrocknet war und somit die Kanaldämpfe eines
Pumpenschachtes in diesen Raum gelangen konnten, wird das bestätigen.
Die ehemals blanken Kupfer und Messingteile bekommen einen graublauen Belag. In Verbindung mit Schwitzwasser können diese Bauteile dann erhebliche
Korrosionsschäden erleiden.
Durch die Verbreitung von immer mehr raumluftunabhängigen Feuerungen, treten die Schäden heute, zumindest innerhalb der Brennkammer, nur noch vereinzelt auf.
Ich kann mich erinneren, als in den 80er Jahren die ersten NT- Guss-Gasheizkessel auch mal dauerfristig im
Taupunktbereich verharrten, häuften sich Schäden an Kesseln die in z.b. Chemischen Reinigungen, Druckereien, Autowerkstätten etc. installiert waren.
Die Gussblöcke zerfielen regelrecht in
Rostpartikel.
Durch das Kondensat im Brennraum in Verbindung mit diesen Halogenverbindungen aus der Verbrennungsluft, bildete sich Salzsäure und u.U. auch Flusssäure. Selbst die Thermoelemente der damals noch üblichen Zündflammengeräte verbrannten regelrecht an der flammenberührten Spitze innerhalb von 6 Monaten.
Gruß haweflo