Seit 2007 sind die Energiepreise erheblich gestiegen und stellen eine zusätzliche Belastung für private Haushalte dar. Nach einem sehr langen und teuren Winter 2009/10 stehen preisbewusste Verbraucher nun vor der Frage, ob sich die Investition in alternative Heiztechniken lohnt. Sie stellen fest: Holz ist im Vergleich zu anderen Brennstoffen nach wie vor äußert preiswert.
Glaubt man aktuellen Prognosen, so werden die Preise für Gas bis Oktober um 19,2 Prozent steigen. Laut einer Analyse des Energievergleichsportals Check24.de planen 64 Gasversorger ihre Preise anzuheben. Auf die Frage „Ist das Umrüsten auf einen Kamin- oder Kachelofen empfehlenswert?“ kommt also ein klares Ja: Gehacktes Buchenholz und Holzpellets sind nur etwa halb so teuer in der Kostenbetrachtung wie Öl oder Gas. Dies liegt unter anderem daran, dass die europäische Heizgeräteindustrie in den letzten Jahren moderne Feuerungstechniken entwickelt hat, die das Heizen mit Holz in Sachen Bequemlichkeit mit den fossilen Energieträgern auf eine Stufe stellen.
Als weiteren Pluspunkt kann der nachwachsende Rohstoff für sich verbuchen, CO2-neutral zu verbrennen und damit in diesem Punkt nicht die Umwelt zu belasten. Da in der Bundesrepublik Deutschland vom so genannten Holzeinschlagspotenzial zurzeit etwa dreiviertel genutzt werden, steht Holz auch zukünftig preisgünstig in ausreichenden Mengen zur Verfügung.
Um eine sparsame und umweltgerechte Verbrennung des Brennstoffs sicherzustellen, sollten beim Kauf einer Feuerstätte einige Punkte beachtet werden. So ist es zum Beispiel ratsam, vor der Anschaffung eines Kamin- oder Kachelofens, mit dem zuständigen Schornsteinfeger Kontakt aufzunehmen. Er überprüft die Eignung der Abgasführung, berät neutral und gibt wertvolle Tipps rund um die Feuerung.
Eine effiziente Nutzung setzt weiterhin eine moderne Feuerstätte voraus, in der nur luftgetrocknetes Holz verheizt werden darf. Es zahlt sich also aus, auf Qualität zu achten. Qualitätssiegel wie beispielsweise das „EFA-Qualitätszeichen“ sind ein Indiz für geprüfte Sicherheit und komfortable Handhabung, die mit effizientem Brennstoffeinsatz einher gehen. Der hohe Standard, den sich die in der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft engagierten Hersteller zum Grundsatz gemacht haben, zeigt sich in intensiven Kontrollen, unter anderem der verwendeten Materialien. Außerdem muss eine allgemein verständliche Bedienungsanleitung mit Hinweisen zur ökologischen Betriebsweise im Lieferumfang enthalten sein. So kann der Betreiber mit Holz sicher, effizient und komfortabel heizen. Holzfeuerstätten sind allerdings nicht nur kostengünstiger und umweltfreundlicher als Öl- und Gasheizungen, sie schaffen außerdem eine gemütliche Atmosphäre.
Grafik: EFA e.V. Annahme:
Einfamilienhaus mit 33.540 kWh Wärmebedarf im Jahr
Vorausgesetzt wurde:
| Heizöl: | 3.000 l zu 0,69 €/l |
| Erdgas: | 33.540 kWh zu 0,060 € + 181,80 € Grundgebühr |
| Holzpellets: | 6.100 kg zu 0,225 € |
| Braunkohlebriketts: | 5.600 kg zu 0,20 € |
| Buche: | 19,7 Raummeter zu 50 €, ofenfertig |
Alle Preise inkl. Mwst., regionale Abweichungen blieben unberücksichtigt. Stand: 9-2010 – Bundesdeutscher Durchschnitt
Quelle:
http://www.zentralheizung.de/heizkosten/heizkosten.php