Eine neue, vollständig überarbeitete Version der ThermoCond Klimageräte für öffentliche Schwimmhallen stellte die Menerga GmbH auf der interbad 2010 in Stuttgart vor. Durch die Einführung einer Vielzahl neuer und verbesserter Produkteigenschaften habe das Unternehmen die Energieeffizienz der Anlagen gegenüber den Vorgängermodellen noch einmal deutlich erhöht.
Mit der neuen, vollständig überarbeiteten Version der ThermoCond Klimageräte können bei den Energiekosten von Schwimmhallen mehr als 30 % zusätzlich eingespart werden. Foto: Menerga
Schwimmhallen-Betreiber könnten mit den neuen Klimageräten jetzt ein zusätzliches Einsparpotential bei den Energiekosten von mehr als 30 % erreichen. Ausschlaggebend für diese erhebliche Verbesserung sei der Einsatz von regelbaren Scroll-Verdichtern, die mit dem für Entfeuchtungsanwendungen optimalen Kältemittel R410a betrieben werden. Ergänzend arbeiten die Anlagen jetzt auch mit einem feuchte- und heizlastabhängigen, variablen Luftvolumenstrom, wodurch in Verbindung mit dem ebenfalls neuen Einsatz von EC-Ventilatoreinheiten weitere Einsparpotentiale erschlossen werden konnten.
Zur hocheffizienten Entfeuchtung im Umluftbetrieb wird in den Schwimmhallen-Klimageräten eine Wärmepumpe eingesetzt. Diese kühlt und trocknet die Abluft, wobei die entzogene Wärmeenergie anschließend direkt wieder zur Erwärmung der Zuluft genutzt wird. Im Badebetrieb entfeuchtet das Gerät die Schwimmhalle mit dem erforderlichen, stufenlos variablen Außenluftanteil. Der Rekuperator in Kombination mit der Wärmepumpe gewinnt dabei die in der Abluft sensibel und latent gespeicherte Energie zurück. Durch den Einsatz stufenlos regelbarer und mit dem Kältemittel R410a betriebener Scroll-Verdichter ist es dem Mülheimer Hersteller gelungen, die Effizienz dieser Prozesse weiter zu erhöhen. Die Wärmepumpe passt ihre Leistung nun immer genauer an den aktuellen, zur Heizung benötigten Wärmebedarf an und erzielt so im Jahresverlauf eine deutlich bessere Auslastung. Nicht benötigte Wärme kann per Beckenwasser-Kondensator zur Aufheizung des Beckenwassers genutzt werden. Dabei werde ein Jahresdurchschnitts-COP von bis zu 6,9 erreicht. Auf diese Wiese wird sowohl eine konstante Raumluftfeuchte im Bad- und im Ruhebetrieb gewährleistet als auch ein wesentlich größerer Anteil der latenten Wärme der Fortluft zurück gewonnen.
Darüber hinaus wurde als Option die Heizleistung der integrierten Wärmepumpe in der neuen Geräteversion durch den Einsatz verstärkter Verdichter auf 40 kW verdoppelt. Damit könne im Badebetrieb ein größerer Anteil der in der Fortluft enthaltenen Restwärme genutzt und die Lüftungswärmeverluste somit von etwa 20 % auf weniger als 4 % reduziert werden. Dies führe zu einem zusätzlichen Wärmerückgewinn von 17,5 %, wodurch der gesamte Wärmerückgewinnungsgrad bei der Lüftung und Entfeuchtung nach Herstellerangaben auf über 100 % gesteigert werden konnte. Der Grund hierfür liegt darin, dass das Klimagerät der Schwimmhalle auch die Energie wieder zuführt, die zuvor dem Beckenwasser durch die Verdunstung entzogen wurde. Auf diese Weise entlastet die Anlage zusätzlich die Heizung und senkt die Betriebskosten. Für die Dimensionierung der Wärmepumpe habe das Unternehmen hier die für den Betreiber wirtschaftlichste Leistungsgröße ermittelt, mit der die Einsparungen beim Heizsystem und die Stromkosten für den Wärmepumpenbetrieb in einem optimalen Verhältnis stehen.
Weiterhin können die Klimageräte jetzt mit einem variablen Luftvolumenstrom betrieben werden. Unter Berücksichtigung der wesentlichen Einflussfaktoren – etwa der Auslastung des Schwimmbades sowie den Temperatur- und Feuchtewerten von Ab- und Außenluft – reduziert die Regelung dabei den Luftvolumenstrom automatisch auf das für die Erfüllung der einschlägigen Vorgaben nach VDI 2089 notwendige Mindestmaß. Es sind situationsabhängig Volumenstromreduktionen von 50-90 % möglich. Bei einer Verringerung von beispielsweise 70 % lasse sich die elektrische Aufnahmeleistung der Ventilatoren um bis zu 60 % mindern. Hier sind die Klimageräte zudem mit neuen, kompakten EC-Ventilatoreinheiten ausgestattet worden, die auch im Teillastbetrieb sehr hohe Wirkungsgrade erreichen.