Kritiker der Förderung erneuerbarer Energien und speziell des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) halten die mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien verbundenen Kosten für zu hoch. Sie plädieren für eine deutliche Reduktion oder zum Teil sogar für eine Einstellung der Förderung. Viele häufig vorgebrachte Kritikpunkte an der Förderung erneuerbarer Energien über das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) halten einer theoretischen und empirischen Überprüfung nicht stand. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse einer Kurzanalyse des Wuppertal Instituts im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien.
Die Analyse des Wuppertaler Instituts zeigt, dass viele der häufig vorgebrachten Kritikpunkte an der Förderung erneuerbarer Energien über das Instrument des EEG einer theoretischen und empirischen Überprüfung nicht standhalten.
In einer Kurzanalyse des Wuppertal Instituts im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien wurde ein Überblick über die Kosten und Nutzen der Förderung erneuerbarer Energien im Rahmen des EEG gegeben. Bei der Untersuchung wurde unter anderem auf die Entwicklung der durch das EEG verursachten Mehrkosten (EEG-Umlage) für die Verbraucherinnen und Verbraucher in den letzten Jahren und ihre mögliche Entwicklung in den kommenden Jahren eingegangen.
Außerdem setzte sich die Analyse mit einigen grundsätzlichen Kritikpunkten am EEG auseinander. Abschließend wurde geprüft, inwieweit durch die Medien aufgegriffene Berechnungen zu den Kosten des Ausbaus der Fotovoltaik zutreffend sind bzw. wie die Berechnungen zu interpretieren sind.
Die Kurzanalyse des Wuppertalers Instituts kommt zu den folgenden zentralen Ergebnissen:
- Trotz des erwarteten Anstiegs für 2011 wird die EEG-Umlage mit maximal 15 % einen relativ geringen Anteil am Haushaltsstrompreis ausmachen. Ein Durchschnittshaushalt wird 2011 nur rund 0,3 % seines Nettoeinkommens für die Förderung erneuerbarer Energien über das EEG ausgeben müssen.
- Viele häufig vorgebrachte Kritikpunkte an der Förderung erneuerbarer Energien über das Instrument des EEG halten einer theoretischen und empirischen Überprüfung nicht stand.
- Anhand der Prüfung einer Berechnung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) zu den Förderkosten der Fotovoltaik wird deutlich, dass unplausible Annahmen sowie das Ausblenden bestimmter Aspekte und Zusammenhänge Förderkosten ergeben, die um mindestens 6 % und um bis zu 42 % zu hoch liegen.
- Eine angemessene Bewertung des Ausbaus erneuerbarer Energien ist nur möglich, wenn die damit verbundenen Kosten sachlich und in allgemein verständlicher Form kommuniziert werden und insbesondere der vielfältige und langfristige Nutzen des Ausbaus nicht ausgeblendet wird.
- Der Ausbau von Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien verringert die mit fossilen und nuklearen Kraftwerken verbundenen negativen externen Effekte, senkt die Technologiekosten und erhöht somit die Chancen auf erfolgreichen Klimaschutz sowohl im Inland als auch im Ausland.
Weitere Informationen finden sich hier im Endbericht des Wuppertaler Instituts.