Bild: pixabay.com © PublicDomainPictures (CC0 1.0) Warum ist der Billigstrom in aller Munde?
Ein jeder möchte sparen, egal, ob reich oder arm. Dementsprechend werden Tarife gewählt, die zu günstigen Konditionen und zu einem ausgezeichneten Preis Leistungsverhältnis angeboten werden. Der Billigstrom wird derzeit häufig und viel umworben. Er sei besonders günstig und man könne im Vergleich zum Grundstromversorger bis zu 500 € im Jahr gespart werden, so heißt es. Doch wie funktioniert dieser Tarif und lässt sich dadurch wirklich sparen?
Den Billig Strom Tarif gibt es in zwei Varianten. Die eine Variante nennt sich Paketttarif, hier zahlt der Kunde einen festen Preis für ein Jahr im Voraus. Der Vorteil ist, dass auf den Kunden keine Preiserhöhungen zukommen, der Nachteil ist, dass dieser Tarif nur lohnend ist, wenn der jährliche Verbrauch stagniert und dem Verbraucher bekannt ist. Die zweite Alternative ist der monatliche Abschlag, der die sicherere Variante darstellt. Verbraucher sollten darauf achten, dass der Tarif monatlich kündbar ist, eine Preisgarantie bietet und keine Vorauszahlung verlangt.
Billigstrom oder Ökostrom? Bild: pixabay.com © PublicDomainPictures (CC0 1.0) | Was lohnt sich mehr? Einen Billigstrom oder Ökostrom Tarif abzuschließen? Diese Frage lässt sich beantworten, indem die Stromvarianten einmal verglichen werden. Ökostrom wird aus regenerativen Quellen mittels Solarzellen, Biogasanlagen oder Wind- und Wasserkraftwerken gewonnen. Lange Zeit galt das Vorurteil Ökostrom sei teuer und nur etwas für extrem umweltfreundlich lebende Menschen. Doch dieses Vorurteil stimmt seit den letzten Jahren nicht mehr. Nun kann gesagt werden, Ökostrom ist auch eine Form des Billigstroms, denn ein gravierender preislicher Unterschied ist nicht festzustellen. Daher sollten Verbraucher zum Ökostrom tendieren, da sie somit ökologisch und ökonomisch handeln. |
Wie setzt sich der Strompreis überhaupt zusammen?
Wer elektrische Energie nutzt, der zahlt ein gewisses Entgelt, dieses Entgelt wird als Strompreis bezeichnet. Der Strompreis setzt sich aus drei Hauptbestandteilen zusammen. Zum einen ist es der Preis für die Energieerzeugung, der Beschaffung und der Lieferung. Außerdem zahlt der Verbraucher einen Betrag für die Netznutzung und für diverse Abgaben, Umlagen und Steuern. Der Preis für die Energieerzeugung, Beschaffung und Lieferung wird an der Strombörse bestimmt. An dieser Strombörse handeln Energieversorger und Energieerzeuger mit zeitlich begrenzten Strommengen. Den Preis für die Netznutzung erhebt der Stromnetzbetreiber für die Durchleitung des Stroms durch die Netze zum Verbraucher. Mit diesem Betrag werden Aufbau und Instandhaltung des Stromnetzes finanziert. Die Abgaben, Umlagen und Steuern, die im Strompreis enthalten sind, werden laut aktuellem Stand des Jahres 2013 aus sieben verschiedenen Umlagen zusammengesetzt. Dieses ist zum Beispiel die Konzessionsabgabe (das Entgelt einer Gemeinde zum z.B. Bau von Stromleitungen), die Stromsteuer, die Umsatzsteuer und diverse andere Umlagen.
Diese Zusammensetzung des Strompreises sowie der Vergleich der verschiedenen Tarife sollte jeden dazu auffordern, den eigenen Stromverbrauch mit Bedacht zu kontrollieren und zu minimieren, sowie eine ausgiebige Tarif Recherche mehrerer Anbieter durchzuführen.