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News vom 08.01.2014

Rauchmelderpflicht - Aktuelle Informationen 2014

Wer bspw. in einem Mehrfamilienhaus lebt wird sie zu schätzen wissen: Rauchwarnmelder. Das sind kleine runde, ufoähnliche Gebilde, die relativ dezent an der Zimmerdecke platziert werden, im Ernstfall aber enormen Lärm zu machen verstehen. Durchdringend schrill warnen sie vor drohendem Unheil und das rechtzeitig bevor es wirklich ernst wird. So ist es gedacht und wer es erlebt hat, weiß mehr!

Ob in der eigenen Wohnung oder als Nachbar nebenan, wenn sich der Rauchwarnmelder meldet ist Feuer zwar noch nicht „auf dem Dach“, aber es kann kurz davor sein. Doch rechtzeitig gewarnt, ersparen ein oder mehrere korrekt installierte und preislich angemessene Rauchwarnmelder enormen Stress, viel Leid und hohe Kosten. Die Statistik sagt, dass in jedem Jahr in Deutschland über 5.000 Menschen durch die Auswirkungen eines Wohnungsbrandes schwer bis schwerst verletzt werden. Mehr als 500 Menschen sterben bspw. im Schlaf durch eine Rauchgasvergiftung, weil Rauch sich unbemerkt in der Wohnung ausgebreitet hat. Während Gerüche im Schlaf nicht wahrgenommen werden, funktioniert dennoch der Gehörsinn, was Anlass genug für die Gesetzgeber der meisten deutschen Bundesländer war, den Einbau von akustisch wirkenden Rauchwarnmeldern auch in privaten Wohnungen und Häusern zur Pflicht zu machen. In 14 Bundesländern ist der Rauchmelder inzwischen Pflicht. Baden-Württemberg wird in diesem Jahr mit dem entsprechenden Gesetz folgen und Berlin-Brandenburg bereitet es derzeit vor. Sachsen und die Hauptstadt Berlin selbst konnten sich zu diesem Schritt bislang noch nicht entscheiden.

Der Rauchmelder – kleine batteriebetriebene Unscheinbarkeit mit lebensrettender Wirkung

Die optisch recht unscheinbaren Rauchwarnmelder, die alle der DIN EN 14604 (Europäische Gerätenorm) entsprechen müssen, sind für den Einsatz in privaten Wohnbereichen angedacht und sinnvoll. Sie sind mit einem akustisch wirkenden Mechanismus ausgerüstet, der bei bestimmter Rauchkonzentration, noch bevor es zum Brand kommt, ausgelöst und durchdringend akustisch aktiv wird. Rauchmelder dienen also der Früherkennung von Brandrauch und giftiger Rauchgasentwicklung und damit der rechtzeitig Warnung vor potenziell ausbrechenden Bränden in Wohnungen oder Räumen, die wie Wohnungen genutzt werden. Hierzu zählt der Gesetzgeber Wohncontainer, Wochenendhütten und Gartenhäuser, kleine Pensionen mit maximal 11 Gästebetten und Ferienhäuser. Auch Flure, in denen bspw. elektrische Geräte positioniert und als Fluchtwege konzipiert sind, müssen mit entsprechenden Vorrichtungen gesichert werden. Allem zu Grunde liegt die Verordnung nach DIN 14676 für Rauchwarnmelder.

Die Verpflichtung zur Installation von Rauchmeldern ist in den Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer individuell geregelt.

Rauchwarnmelder – wo müssen sie platziert werden, was sagt die Norm

Rauchwarnmelder müssen im Regelfall an der höchsten Stelle von Fluren, Wohn- und Schlafräumen installiert werden, weil Rauch, gleich warmer Luft, aufsteigt. Ausnahmen bilden dabei Bäder und Küchen, in denen es durch aufsteigende Wasserdämpfe zu Fehlalarmen kommen kann. Auch sind die Installationsvorschriften für Wohnbereiche mit Spitzdachräumen gesondert zu betrachten. Hier muss die Anbringung von Rauchwarnmeldern der DIN VDE 0833-2 entsprechen. Grundsätzlich ist für Räume bis 60 qm ein Rauchmelder vorzusehen. Größere Raumeinheiten müssen mit entsprechend mehreren Rauchmeldern gesichert werden. Bei Räumen mit raumtrennenden Einrichtungen, wie deckenhohe Regale etc., ist die Empfehlung, jeden Raumteil einzeln auszurüsten, sicherlich angebracht.  

 

Neben Rauchmeldern der unterschiedlichen physikalischen Wirkungsweisen bietet der Markt auch sog. Wärmemelder an. Diese Wärmemelder werden nicht durch Rauch, sondern erhöhte Wärmeentwicklung aktiviert, sodass Brandgefahr auch ohne Rauchaufkommen rechtzeitig erkannt und verhindert werden kann. Sinnvoll kann auch die Kombination von beiden Mechanismen in einem Gerät sein – der Markt stellt auch hier die entsprechenden Geräte zur Verfügung. Zusätzlich können einzelne Rauchmelder miteinander vernetzt werden, wenn es bspw. um die Überwachung weiter entfernt liegender Räumen geht. Vernetzungsfähige Geräte bietet der Markt ebenfalls. Zur Recherche in Bezug auf aktuelle Rauchmelder hat sich die Webseite testrauchmelder.net etabliert. Diese stellt fundierte Rauchmelder Testberichte vor, in welchen sowohl Einzelgeräte als auch Funkrauchmelder geprüft werden.

Rauchwarnmelder + Sicherheit – was man nicht darf und regelmäßig tun soll 

Damit Rauch im Gefahrenfall auch immer ungehindert in das Innere des Gerätes dringen und den Alarm auslösen kann, dürfen Rauchwarnmelder nicht überstrichen werden. Farbe kann die kleinen Öffnungen verschließen, wodurch das Gerät funktionsuntauglich wird. Auch müssen einmal jährlich alle Geräte ob ihrer Funktionstüchtigkeit (Unversehrtheit, ungehinderter Raucheintritt, Batterieladung) überprüft werden. Die Sorgfaltspflicht liegt beim Wohnungseigentümer resp. dem Vermieter. Rauchwarnmelder müssen immer der DIN EN 14604 entsprechen, die besagt, dass der alarmierende Signalton mindestens 85 dB entsprechen muss – Ton und Lautstärke, die nachweislich durch Mark und Bein gehen.

Das Fazit – Rauchwarnmelder, Qualität und DIN Norm

Über den Nutzen oder die Sinnhaftigkeit von Rauchmeldern wurde intensiv gestritten. Fakt jedoch ist, dass nachweislich ein unscheinbares Kleingerät Leben retten kann, was nicht nur hohen Schaden an Leib und Leben verhindern, sondern auch enorme Kosten vermeiden kann. Die Kontroversen und Probleme rund um das Thema Rauchmelder und Rauchmelder-Pflicht haben dazu geführt, dass in den vergangenen Jahren festgestellte Mängel beseitigt und offene Fragen geklärt werden konnten. Die Geräte wurden technisch verbessert + müssen einheitlich einer entsprechenden DIN-Norm (DIN EN 14604) unterliegen. Zugleich muss die regelmäßige Kontrolle ihrer Funktionsfähigkeit erfolgen,  damit Probleme durch Funktionsuntüchtigkeit und Fehlalarme vermieden werden. Die häufigsten Probleme entstehen durch falsche Wartung, falsche Positionierung im Raum, weil dadurch der Melder im Ernstfall zu spät warnt oder durch falsche Einstellung (zu früh oder zu spät ausgelöst). Ein hochwertiger und damit zuverlässiger Rauchwarnmelder sollte ohne Batteriewechsel gute 8 bis 10 Jahre (mit Garantie) ohne Eingriffe einwandfrei funktionieren und mit dem VdS-Prüfzeichen zertifiziert sein. Geräte mit dem VdS-Prüfsigel werden an Hand hoher Kriterien geprüft und müssen hohen Standards standhalten.

Auch lesenswert: Ansaugrauchmelder mit Detektionstechnik


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Rainer D schrieb: Guten Morgen, wir haben von einem Bauträger eine neu errichtete Eigentumswohnung gekauft. Grade fertig geworden. Es handelt sich um ein Mehrfamilienhaus mit 16 Wohnungen nach KfW 55. Im Keller befindet...
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