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News vom 09.04.2014

Wenn in die Heizung Strom fließt

Bei Elektroheizungen ist oft Vorsicht geboten. Landesprogramm Zukunft Altbau rät Hausbesitzern, den Nutzen genau zu prüfen.

Eine Rechnung zeigt: Elektroheizungen lohnen sich meist nicht. Bild: ZAB
Eine Rechnung zeigt: Elektroheizungen lohnen sich meist nicht. Bild: ZAB
Elektroheizungen in Wohnhäusern sind meistens ökologisch problematisch – und darüber hinaus ökonomisch unsinnig. Betroffene Hausbesitzer sollten deshalb genau prüfen, ob die Erzeugung von Raumwärme mit dieser Heiztechnik zu hohe Ausgaben verursacht, rät das Landesprogramm Zukunft Altbau des Umweltministeriums Baden-Württemberg. Zu Stromheizungen gehören Nachtstromheizungen und mit Tagstrom betriebene Elektrodirektheizsysteme. In Deutschland gibt es davon noch rund 1,4 Millionen, vor allem in unsanierten Gebäuden. „Die Kosten pro Kilowattstunde Wärme sind bei ihnen um den Faktor zwei bis drei höher als bei effizienten Gas- oder Ölheizungen, auch wenn die günstigere Anschaffung einberechnet wird“, warnt Petra Hegen von Zukunft Altbau. „Für einen normalen 120-Quadratmeter-Altbau kommen da bis zu 2.000 Euro mehr pro Jahr zusammen.“

Stromheizungen belasten die Umwelt mit dem doppelt so großen ökologischen Fußabdruck im Vergleich zu konventionellen Heizkesseln. Bei Nachtstromheizungen kommt der vielfach mangelnde Komfort durch die schlechte Regulierbarkeit hinzu. Sinnvoll sind die Heizsysteme deshalb nur in ganz wenigen Fällen, da sind sich die meisten Experten einig: Etwa in Räumen, die im Winter nur an wenigen Tagen genutzt werden. Eine andere Heiztechnik lohnt sich hier nicht.

Neutrale Informationen gibt es kostenfrei über das Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33 oder unter www.zukunftaltbau.de. Anerkannte Institutionen senken den Daumen „Auch die Hoffnung, mit Stromheizungen Ökostromüberschüsse zu verwerten und damit der Technik eine Art Umweltsiegel zu verleihen, trügt“, sagt Dr. Volker Kienzlen von der Landesenergieagentur KEA. „Überschüsse von erneuerbarem Strom gibt es derzeit nur an wenigen Tagen im Jahr. Das Stromplus tritt zudem nur im Norden Deutschlands auf; in Süddeutschland gibt es praktisch kein Überangebot an regenerativer Elektrizität.“ Außerdem tritt der Überschuss nicht zeitgleich mit dem Heizbedarf auf: Geheizt wird in Stromheizungen daher letztlich mit Kohlestrom, hat Ende 2013 auch eine Studie des Öko- Instituts festgestellt.

Schon 2012 warnten vier Institute aus Baden-Württemberg gemeinsam mit der KEA vor den stromfressenden Kostenfallen. Die unabhängigen Experten kamen zu dem Schluss, dass Elektroheizungen möglichst nicht mehr genutzt werden sollten. Strom sei zu hochwertig, um ihn unmittelbar in Wärme umzuwandeln. Wer bereits eine Stromheizung zuhause habe, der sollte eine energetische Sanierung in Erwägung ziehen. Qualifizierte Energieberater könnten hier wertvolle Entscheidungshilfe liefern.

„Zwei Alternativen sind besonders attraktiv“, erklärt Kienzlen. „Die erste Möglichkeit ist eine überdurchschnittlich effiziente Dämmung der Gebäudehülle, eine sogenannte Faktor-10-Sanierung. Nach der Sanierung benötigt man zur Beheizung ausschließlich eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Heizkörper und Leitungsrohre zu installieren ist dann gar nicht nötig.“ Hausbesitzer könnten aber auch die zweite Variante wählen und auf eine normale Sanierung setzen. Eine effiziente Heizquelle in dem Szenario sei etwa Erdwärme, Erdgas oder Holzpellets. Zur Minimierung des Installationsaufwandes würden die Heizungsrohre beispielsweise an der Außenwand verlegt, darauf komme dann zumindest 16 Zentimeter Dämmung.
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Schutzschi schrieb: Danke erstmal für die vielen Hinweise! Ich habe alle (so weit mir möglich) überprüft - allerdings ohne Erfolg. Ich habe es aber jetzt gefunden: Es ist eine Leitung, die aus unserer Wärmepumpe oben...
Lupo1 schrieb: Hallo Hanna, winni hat bereits geschrieben, man muss nach den Hausbau meist in Abschnitten arbeiten aber das Grundstück ist groß genug und vorhandene Bodenverhältnisse ermöglichen mehrere Lösungen. Euere...
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