Energiesparen im Haushalt gewinnt zunehmend an Bedeutung, gerade in Hinblick auf die steigenden Preise für Strom und Gas. Insbesondere der vergleichsweise hohe Energieverbrauch in der Küche durch Herd oder Kühlschrank veranlasst viele Verbraucher, über neue Lösungen nachzudenken.
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In Bezug auf den Herd können Verbraucher zwischen drei Möglichkeiten entscheiden. So gibt es den Gasherd, den Elektroherd und den Induktionsherd. Welches Gerät ist stromsparender und was ist die günstigere Variante, sind Fragen, die viele Verbraucher bei einer Entscheidung zögern lassen.
Der Gasherd - energieeffizient aber erhöhtes Risiko durch offenes Feuer
Der Gasherd gilt als ein sehr sparsames Gerät, da Erdgas rund nur die Hälfte an Kosten verursacht im Gegensatz zu Strom. Allerdings setzt dies voraus, dass ein Gasanschluss im Haus vorhanden ist, um überhaupt Erdgas beziehen zu können. Dieser ist meistens nur dann vorhanden, wenn auch mit Erdgas im Haus geheizt wird. Relativiert werden die geringeren Kosten allerdings dadurch, dass mit dem Vorhandensein einer Gasleistung für die Zentralheizung auch eine Gebühr an den Gasversorger abgeliefert werden muss. Ist allerdings eine Gassteckdose in der Küche vorhanden, ist der Gasherd eine kostengünstige Alternative, um Geld zu sparen. Weiterhin besitzt ein Gasherd die Vorteile, dass sie sich leicht regulieren lassen, schnell ihre volle Leistung erreichen und somit weniger Zeit beim Kochen in Anspruch nehmen. Zudem sind Gasherde meist günstig in der Anschaffung. Nachteile sind hingegen, dass bei einem gasbetriebenen Backofen die Temperatur nicht so einfach zu regulieren ist. Der größte Nachteil liegt aber darin, dass das Risiko eines Unfalls durch das offene Feuer bei einer unsachgemäßen Handhabung höher ist. Schließlich ist der Gebrauch von Erdgas als vergänglicher Rohstoff nicht sehr nachhaltig.
Der Elektroherd - günstig in der Anschaffung aber teuer im Gebrauch
Elektroherde finden sich in vielen Haushalten wieder, weil sie den Vorteil haben, in jeder Wohnung genutzt werden zu können. Jede Wohnung besitzt einen Stromanschluss, während nicht alle Haushalte über einen Gasanschluss verfügen. Ein weiterer Vorteil sind die geringen Anschaffungskosten. Meist kosten elektrobetriebene Geräte weniger als Gasherde oder Induktionsherde. Zumeist findet man heute Elektroherde mit Ceranfeld vor, die vor allem leicht zu reinigen sind. Zudem besitzen sie einen höheren Wirkungsgrad, was bedeutet, dass die Wärme stärker zum Topf geleitet und weniger Energie in die Umgebung abgegeben wird. Der Röhre lässt sich im Gegensatz zu Gasbacköfen leichter regulieren. Der größte Nachteil eines Elektroherdes sind die verhältnismäßig hohen Energiekosten aufgrund der Nutzung von Strom. Allerdings besteht die Möglichkeit, mit Ökostrom Geld zu sparen und nachhaltig durch CO2-freien Strom zu kochen. Hierfür empfiehlt es sich, Strompreise zu vergleichen. Beispielsweise gelangen Interessierte hier zum Strompreisvergleich von PrizeWize. Die Kosten sind für Strom im Gegensatz zu Gas höher, weil Gas direkt Wärme erzeugt, Strom muss erst aus anderen Energieträgern gewonnen werden.
Der Induktionsherd: sparsam aber teuer in der Anschaffung | Induktionsherde ermöglichen das energiesparendste Kochen im Vergleich zu den andern zwei Modellen. Sparsam sind sie vor allem, weil nicht das gesamte Kochfeld erhitzt wird, sondern lediglich die Größe der Fläche des Topfes oder der Pfanne. Das funktioniert, weil ein Induktionsherd Hitze durch elektromagnetische Wirbelströme am Boden des Topfes oder der Pfanne erzeugt. Dadurch lässt sich die Temperatur beim Kochen sehr gut regulieren und die Gefahr eines Unfalls wird minimiert. | Bild: Pixabay.com © sardenacarlo (CC0 1.0) |
Günstig ist diese Art von Herd allerdings nicht. Zum einen sind die Anschaffungskosten weitaus höher als bei den beiden anderen Modellen, zum anderen müssen Töpfe und Pfannen induktionsgeeignet sein und beispielsweise nicht aus Aluminium am Boden bestehen.
Die Vor- und Nachteile auf einen Blick
| | Ökobilanz | energiesparend | Kosten für Anschaffung | Verbrauchskosten |
| Gasherd | Mittel aufgrund der CO2-Bilanz | Mittel | Gering | Positiv wegen Gas |
| Elektroherd | Mittel insofern Ökostrom | Negativ | Gering | Negativ wegen Strom |
| Induktionsherd | Mittel insofern Gasanschluss | Positiv | Teurer | Positiv bei Gas |
Insgesamt ist es wichtig, zu prüfen, ob ein Gasanschluss vorhanden ist. Ist das der Fall, ist je nach Geldbeutel zu empfehlen, ein Induktionsherd oder ein Gasherd zu wählen. Sparsamer ist der Induktionsherd, bedarf allerdings höherer Kosten bei der Anschaffung des Gerätes und mit hoher Wahrscheinlichkeit bei der Ausstattung an Töpfen und Pfannen. Elektroherde sind mit Blick auf die immer höher werdenden Stromkosten im alltäglichen Gebrauch recht teuer. Nutzt man allerdings Ökostrom kann Geld gespart werden und es wird Strom aus erneuerbaren Energien genutzt. Eine weitere Möglichkeit ist es, Kombigeräte aus Elektro- und Gasherd zu wählen. Hier ist die Kochfläche gasbetrieben und der Ofen elektrisch.