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News vom 11.03.2014

Das Ökohaus der Zukunft kommt aus Wien

Das wohl nachhaltigste Haus wurde von Studenten der TU Wien entwickelt und ist Sieger bei der „Solar Decathlon“ 2013 in den USA. Es ist in einem modernen und architektonisch durchdachten Stil gehalten, wird mit Sonnenenergie betrieben, ist energieeffizient und kostengünstig in der Haltung.

Bild: Pixabay.com © Hans (CC0 1.0)
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Ab Mitte des Jahres soll das Haus erhältlich sein. Auf der Energiesparmesse, die vom 28. Februar bis zum 2. März 2014 im österreichischen Wels stattfand, konnten die Messebesucher das Haus begutachten. Voraussetzung für den Sieg beim Solar Decathlon war neben Energieeffizienz, auch ein architektonisch ansprechendes Haus zu entwickeln.

Gewinner beim Zehnkampf in Los Angeles

Das Plusenergiehaus LISI (living inspired by sustainable innovation) ist Gewinner beim Wettbewerb Solar Decathlon 2013. Der Wettbewerb im Bereich des nachhaltigen und solaren Bauens wird vom US-Departement of Energy ausgeschrieben und alle zwei Jahre veranstaltet. An dem Wettbewerb nehmen Universitäten aus der ganzen Welt teil. Die Studenten müssen ein Haus entwerfen, das mit reiner Sonnenenergie versorgt wird und dabei nur geringe Kosten verursacht. Zudem soll es von der Architektur her attraktiv sein. Die TU Wien schaffte es, sich gegen 19 andere starke Universitäten durchzusetzen und gewann im Oktober 2013 den ersten Preis mit ihrem Ökohaus LISI. Insgesamt hatten die Universitäten zwei Jahre Zeit für die Planung, sowie Umsetzung des Projekts. Die größte Herausforderung lag darin, das Haus innerhalb von zwei Wochen bei der Endausscheidung in Irvine aufzubauen. Das Haus wurde schließlich von der Fachjury in zehn Kategorien bewertet, unter anderem in den Bereichen Architektur, Comfort Zone, Energy Balance und Kommunikation. Hier wurden Punkte vergeben und die Wiener Studenten der technischen Universität erreichten zusammengefasst die höchste Punktezahl.

Ein Haus mit den höchsten Standards

Grundidee und Ziel der TU Wien war es, ein erschwingliches und vor allem energieeffizientes Haus zu entwickeln. Die Aufteilung der Räume entspricht nicht unbedingt den typischen Maßen eines Hauses, da der Wohnraum sehr groß gestaltet ist und das Schlafzimmer sehr klein. Zudem befindet sich ein Bad mit WC im Haus. Demnach eignet sich das Haus als Singlehaus oder für Paare ohne Kinder. Das Haus besteht zu 96 Prozent aus Holz, um auch den Aspekt der Ressourcenschonung gerecht zu werden. Dabei wurde darauf geachtet, alle Bestandteile des Holzes zu verwenden, so auch die Rinde. Im Haus befindet sich weiter eine intelligente Wasserklimaanlage. Dank Photovoltaikanlage auf dem Dach kann mehr Strom erzeugt werden als verbraucht wird. Die Anlage liefert dabei die komplette Energie für das Haus. Ein weiteres Highlight ist zudem der Kühlschrank, der ohne Strom auskommt. Der Boden kühlt bzw. wärmt das Gebäude zudem funktional anhand von Wasser, Luft und aktiver Baumasse. Das Raumklima wird von Sensoren überwacht. Über ein Simulationstool können sich zukünftige Hausbesitzer anzeigen lassen, wie sie die Energie im Haus optimal nutzen.

Design und Energieeffizienz müssen sich nicht widersprechen

Das Solarhaus zeigt bereits wie zukünftiges Wohnen aussehen kann. Intelligente und trotzdem schicke Lösungen ermöglichen ein nachhaltiges Leben in Wohnräumen, in denen man sich wohlfühlt. Abzuwarten bleibt, wie viele zukünftige Hausbesitzer sich für diese Variante entscheiden werden. Es ist aber ein weiterer Anstoß, mit Solarenergie günstig und ökologisch in den eigenen vier Wänden zu leben. Doch wie sieht es mit dicht besiedelten Regionen aus?

Demografischer Wandel verlangt Lösungen für Städte

Der demografische Wandel hält sowohl in Deutschland als auch in Österreich Einzug. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Tatsache, dass egal, ob in Deutschland oder auch in Österreich, vor allem junge Menschen strukturschwache Regionen verlassen, um in Ballungsräume zu ziehen. Es wird mittlerweile bei neuen Wohnsiedlungen in Städten auf energieeffizientes Bauen geachtet, da diese zudem staatlich gefördert werden. So gibt es in Deutschland die Initiative EnEFF:Stadt und EnEff: Wärme vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, welches sich mit der nachhaltigen Planung von Siedlungsprojekten und Nah- und Fernwärmesystemen beschäftigt.
Bild: Pixabay.com © geralt (CC0 1.0)
Bild: Pixabay.com © geralt (CC0 1.0)

Auch heute findet man als Privatperson zahlreiche Siedlungen in Städten, die ihre Energie aus erneuerbaren Energien beziehen. Für Deutschland oder Österreich beispielsweise besteht die Möglichkeit, über Portale freie Wohnungen in Städten zu suchen, die zum Beispiel einen Teil ihrer Energie über Photovoltaikanlagen speisen. Ein Portal für Österreich wäre zum Beispiel www.immobilienscout24.at.

Insgesamt wird sich zeigen, welche Innovationen sich im Zuge der Energiewende durchsetzen werden. Das Ökohaus LISI bleibt Vorreiter und schafft zukünftigen Hausbesitzern ein architektonisches ausgeklügeltes Ökohaus, welches mehr Energie erzeugt, als es verbraucht, zum Großteil aus dem nachhaltigen Rohstoff Holz besteht und ein gesundes und nachhaltiges Wohnen bietet.


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lowenergy schrieb: Grundsätzlich ist letzendlich die real benötigte elektrische Gesamtantriebsenergiemenge ausschlaggebend! Da beim Luftwärmepumpen logischerweise der Kältemittelverdampfer, je nach klimatischen Bedingungen...
Pluto25 schrieb: Weshalb schaltet die Pumpe bei über 50K Differenz ab? Diese Funktion mal außer Kraft setzen. Mit etwas Glück spült sich die Anlage dann wieder frei, in jedem Fall würde wenigstens wieder Wärme runterkommen...
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