Informationsveranstaltung am 26. Februar 2014 zu Ökodesign und Verbrauchskennzeichnung von Heizgeräten und Warmwassererzeugern. Mit der Veranstaltung des Spitzenverbands der Gebäudetechnik VdZ wurde ein wichtiger Meilenstein für eine Umsetzung europarechtlicher Vorgaben gesetzt.
Mit 100 Teilnehmern war die Veranstaltung sehr gut besucht, ein Indiz für den großen Erklärungs- und Diskussionsbedarf zum Thema Effizienzlabel. Bild: VdZ
Ab September 2015 werden laut EU-Richtlinie Effizienzlabel auch für Heizungsanlagen Pflicht - eine
enorme Herausforderung für die gesamte Branche. „Für diese Mammutaufgabe bleibt nicht mehr
viel Zeit und es gilt, gemeinsam mit Handwerk, Handel und Herstellern eine faire, herstellerneutrale
Softwarelösung zu erarbeiten, um diese Handwerkern und Händlern frühzeitig bereitzustellen“, so
Dr. Michael Herma, Geschäftsführer VdZ.
Vor diesem Hintergrund wurde am 26. Februar 2014 zu einer Informationsveranstaltung bei der
Messe Frankfurt eingeladen. Mit 100 Teilnehmern war die Veranstaltung sehr gut besucht, ein Indiz
für den großen Erklärungs- und Diskussionsbedarf zum Thema Effizienzlabel.
Die Referenten Dr. Akkerman von der Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) und Carsten
Müller-Oehring vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) informierten die anwesenden
Repräsentanten aus Handwerk, Industrie und Handel ausführlich über die Themen Ökodesign und
Verbrauchskennzeichnung von Heizgeräten und Warmwassererzeugern und die sich ergebenden
Rechte und Pflichten für die Branche.
Um diesen Pflichten gerecht zu werden, muss die Branche eine gemeinsame Lösung anstreben.
Konsens unter den Rednern war: Eine neutrale Branchenlösung sollte es auch neben individuellen
Angeboten geben. Der Spitzenverband VdZ schlägt dazu einen Webservice in Kooperation mit der
ARGE Neue Medien vor, der von Frank Kny, Geschäftsführer ARGE Neue Medien vorgestellt wurde.
Dessen Ziel ist es, bei der Angebotserstellung durch den Handwerker, z.B. über seine
Handwerkersoftware, nach Eingabe der jeweiligen Produkte, automatisch ein Label und ein
zusätzliches Datenblatt auszugegeben. Insbesondere das im Publikum vertretene Handwerk lobte
diese Lösung. Voraussetzung dafür sei aber die Bereitschaft der Hersteller, alle benötigten Daten
rechtzeitig und stets aktuell bereitzustellen. Die Hersteller betonten hier Ihre
Kooperationsbereitschaft.
Der Spitzenverband der Gebäudetechnik VdZ wird in der Zeit bis 2015 viele weitere Informationen
zur Verfügung stellen und eine Softwarelösung erarbeiten, um das Handwerk und den Großhandel
bei der Bewältigung der Herausforderungen zu unterstützen.
Zur ISH 2015 soll das Ergebnis zu den Themen Ökodesign und Verbrauchskennzeichnung auf einer
Sonderschau gezeigt werden. Die Messe findet vom 10 bis 15. März 2015 bei der Messe Frankfurt
statt.