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News vom 12.05.2014

Energiesparpotenziale im Altbau heben - Strategien gegen steigende Heizkosten

Hohe Energiepreise und individuelle Energiesparrezepte machen die energetische Sanierung attraktiver. Mehr Rückenwind durch strengere Gesetze.

Mehr Dämmung senkt die<br />Energiekosten und steigert<br />die Behaglichkeit. Neue Heizungen sorgen für effizientere Wärme.<br />Bild: Zukunft Altbau
Mehr Dämmung senkt die
Energiekosten und steigert
die Behaglichkeit. Neue Heizungen sorgen für effizientere Wärme.
Bild: Zukunft Altbau
In den letzten drei Jahren stiegen die Heizölpreise auf Rekordniveau. Der fossile Energieträger kostete 2011, 2012 und 2013 deutschlandweit zwischen 91 und 85 Euro pro 100 Liter – so teuer war er noch nie. Im Vergleich zu 2004 zahlen Nutzer einer Ölheizung heute mehr als doppelt so viel für ihre Wärmeversorgung. Das Landesprogramm Zukunft Altbau des Umweltministeriums Baden-Württemberg hat ermittelt, dass das einen Preisanstieg von knapp 1.000 Euro pro Jahr für einen Vierpersonenhaushalt in einem normalen Altbau bedeutet.

Es existiert nur ein Ausweg aus der Heizkostenspirale nach oben: Die energetische Sanierung der Gebäudetechnik und Gebäudehülle. Nach einer solchen Modernisierung gehören auch kalte Wände und zugige Fenster der Vergangenheit an. Der Sanierungsbedarf in Deutschland ist auf jeden Fall enorm, da sind sich alle Fachleute einig. Unsanierte Wohnhäuser verbrauchen hierzulande durchschnittlich etwa 150 bis 250 Kilowattstunden Endenergie pro Jahr und Quadratmeter, das sind umgerechnet rund 15 bis 25 Liter Heizöl pro Quadratmeter. Viel mehr, als für warme Räume eigentlich erforderlich ist. Neutrale Informationen zur Altbau-Sanierung gibt es kostenfrei über das Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33 oder unter www.zukunftaltbau.de.

Strengere Gesetze sollen dieser Verschwendung jetzt an den Kragen gehen. Sie fordern künftig mehr Energieeffizienz in den eigenen vier Wänden. Mit der am 1. Mai in Kraft tretenden Energieeinsparverordnung EnEV 2014 müssen etwa bis Ende des Jahres viele Heizkessel außer Betrieb genommen werden, die vor dem Jahr 1985 installiert wurden. Das voraussichtlich Ende des Jahres novellierte Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) soll außerdem den Pflichtanteil erneuerbarer Energien beim Einbau einer neuen Heizung von zehn auf 15 Prozent erhöhen. Auch Änderungen bei der finanziellen Förderung von Energiesparmaßnahmen stehen an.

Orientierungshilfe durch Energieberater: Beratung erleichtert Sanierungseinstieg Die Sanierungstechniken sind erprobt. Der Haken dabei: Der Aufwand einer energetischen Altbausanierung schreckt viele Hausbesitzer ab. Dabei gibt es Abhilfe. „Wer klug vorgeht, kann sich den Einstieg in die Sanierung deutlich erleichtern“, empfiehlt Petra Hegen von Zukunft Altbau. „Was genau und in welchem Umfang saniert werden sollte, beantworten qualifizierte Gebäudeenergieberater.“ Die Energieexperten analysieren den Ist-Zustand des Hauses, schlagen ein sinnvolles Gesamtkonzept vor und zeigen Finanzierungsmöglichkeiten auf. Die Beratung ist günstig und wird vom Staat finanziell gefördert.

Überzeugende Energiesparrezepte gibt es viele. Einen gemeinsamen Nenner haben sie alle. „Gut ist die Dämmung von Dach, Außenwand und Kellerdecke. Das hält die Heizwärme im Haus und verringert den Verbrauch“, rät Rainer Schüle von der Energieagentur Regio Freiburg. „Den Restwärmebedarf deckt eine moderne und gut geregelte Heizung effizienter, am besten mit einem großen Anteil an erneuerbaren Energien.“ Gegebenenfalls lohne sich auch eine Lüftungsanlage, so Schüle. Das Vorgehen führt zu einem minimalen Energieverbrauch und ist zukunftssicher. Gegenüber einem unsanierten Gebäude können 50 bis 80 Prozent Energie und Heizkosten eingespart werden. Das rechnet sich oft auch trotz der hohen Investition.

Gute Gründe also, die vielleicht schon ins Auge gefasste Sanierung jetzt endlich umzusetzen. Neben geringeren Heizkosten und einem günstigeren Wohnen lässt sich ein komplett oder in Teilen saniertes Wohngebäude außerdem leichter vermieten oder verkaufen. Was die meisten freilich besonders erfreut, ist gar nicht zu beziffern: Etwa eine schönere Fassade, die große Behaglichkeit im Wohnzimmer oder das gute Gefühl beim Duschen mit solar erwärmtem Wasser.
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micha_el schrieb: Kann man die BW-Bereitung zu einem Zeitpunk starten wenn das Geräusch nicht stört? ich vermute die Funktion ist dazu da, kein heisses Wasser zu den Heizkörpern/FBH zu lassen. Mit max Pumpendrehzahl...
lukashen schrieb: Hi, Deine Einrohrheizung könnte mit Saugdüsen realisiert sein (ist im verlinkten Artikel sehr gut beschrieben). Das Prinzip sollte man so lassen. Damit ein neuer Heizkörper funktioniert, muss ein passendes...
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