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News vom 02.04.2014

Funktionsfähige Gebäudeentwässerung …
… fordert fachgerechte Planung und Ausführung

Entwässerungsanlagen für Gebäude müssen entsprechend der DIN EN 12056 „Schwerkraftentwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden“, Ausgabe Januar 2001, sowie der deutschen Restnorm DIN 1986-100 „Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke“, Ausgabe Mai 2008, geplant und ausgeführt werden.

Bild: HeizungsJournal-Verlags GmbH
Bild: HeizungsJournal-Verlags GmbH
Die wichtigsten Anforderungen bei der Planung und Ausführung von Gebäudeentwässerungen sind die normgerechte Bemessung der Abwasserleitungen – unter Berücksichtigung des Mindestgefälles und der Mindestfließgeschwindigkeit bei entsprechendem Füllungsgrad – sowie die einwandfreie Be- und Entlüftung der Entwässerungsanlage. Nur unter diesen Bedingungen ist ein Selbstreinigungseffekt des Entwässerungssystems gewährleistet, das heißt, die Feststoffe werden bei ausreichender Wasserhöhe im Rohr (Füllungsgrad) aufgeschwemmt und durch den Strömungsimpuls des fließenden Abwassers weitertransportiert.

Bei unzureichender Selbstreinigungsfähigkeit muss erfahrungsgemäß mit Ablagerungen im Entwässerungssystem gerechnet werden. Diese führen zu Abfluss- und Lüftungsbehinderungen und letztlich zu Funktionsstörungen in der Entwässerungsanlage.

Neben der normgerechten Planung und Ausführung der abwasserführenden Leitungen ist die ausreichende Be- und Entlüftung der Gebäudeentwässerung von entscheidender Bedeutung. Bei Schmutz- und Mischwassersystemen erfolgt die Be- und Entlüftung über Lüftungsleitungen.

Hierbei stellen die Lüftungsleitungen die Verbindung zwischen der Abwasserleitung und der Atmosphäre her, um einen Druckausgleich und das Entweichen von Gasen zu ermöglichen.

Belüftung

Der beim Abfließen von Schmutzwasser entstehende Unterdruck muss durch nachströmende Luft ausgeglichen werden, um das Leersaugen der Geruchverschlüsse zu verhindern. Dazu ist im Belastungsfall eine ungehinderte Luftführung innerhalb des Rohrsystems erforderlich. Beim Abflussvorgang werden erhebliche Luftvolumina mitgerissen. Durch Messungen konnte nachgewiesen werden, dass der erforderliche Luftvolumenstrom das 10- bis 35-fache des Wasservolumenstroms betragen kann.

Entlüftung

Die in öffentlichen Abwasserkanälen entstehenden hochtoxischen Faulgase müssen sicher aus dem Entwässerungssystem abgeführt werden. Dies erfolgt größtenteils über die Lüftungsleitungen der Gebäude- und Grundstücksentwässerungsanlagen. Somit dienen die Gebäude- und Grundstücksentwässerungsanlagen der Entlüftung der öffentlichen Abwasserkanäle. Dies trägt zum vorbeugenden Korrosionsschutz in öffentlichen Abwassernetzen bei und schützt Service-Personal bei Wartungsarbeiten im Kanalsystem.

Zur Sicherstellung dieser Aspekte dürfen laut DIN 1986-100, Abschnitt 6.5.1, die Be- und Entlüftung einer Schmutz- oder Mischwasserleitung zwischen dem öffentlichen Abwasserkanal und der Lüftungsöffnung über Dach nicht durch Einbauten – zum Beispiel Geruchverschlüsse – unterbrochen werden.


Lesen Sie mehr im neuen Heft 2, April 2014.

Weitere Beiträge im neuen Heft:

  • Energie heute – Wohnungswirtschaft kann Schrittmacher sein
  • Den Fokus auf das Ganze gerichtet – Wie in Stade-Hahle die Energiewende gemacht wird
  • WEGs – eine bei der Energiewende vernachlässigte Zielgruppe – Vorbild aus BW: Sanierung von Eigentumswohnungen im Mehrgeschosswohnbau
  • Kosten sparen durch Energiespar-Contracting-Verträge
  • Mehr Wärmekomfort – weniger Kosten – Sanierung eines Wohnquartiers mit dezentralen Wärmeübergabestationen
  • Neues Fachbuch zur Konzeption und Integrationsplanung
  • „Bis zu 25 Prozent Heizenergie gespart“ – SBV Solingen eG setzt selbstlernende Einzelraumregelung „en:key“ ein

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