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News vom 12.06.2014

Betonkerntemperierung ohne oberirdische Barrieren

Die Verteilergruppen für Industrieflächenheizungen müssen nicht störend über der Bodenplatte an der Wand fixiert werden. Die Firma Kreilac bringt sie neuerdings in einem Verteilerschacht mit in der Betonsohle unter. Dadurch wird die Flächenheizung tatsächlich unsichtbar.

Unterflurverteiler, vorbereitet zum Einbetten in den Betonboden. Die Aufbauhöhe des Kastens von 20 cm entspricht der späteren Dicke der Bodenkonstruktion. Die Abdeckplatte ist befahrbar und schließt planeben mit der Bodenoberfläche ab. Zur Tichelmann-Verlegung sind Vor- und Rücklaufarmaturen in jeweils einem separaten Verteilerkasten untergebracht. Bild: Kreilac<br />
Unterflurverteiler, vorbereitet zum Einbetten in den Betonboden. Die Aufbauhöhe des Kastens von 20 cm entspricht der späteren Dicke der Bodenkonstruktion. Die Abdeckplatte ist befahrbar und schließt planeben mit der Bodenoberfläche ab. Zur Tichelmann-Verlegung sind Vor- und Rücklaufarmaturen in jeweils einem separaten Verteilerkasten untergebracht. Bild: Kreilac
Weg von der Wand: Auch die Hallenverteiler zur Betonkerntemperierung verstecken sich neuerdings in der Bodenplatte. Die Kreilac GmbH hat das Quattro-Plus-System noch hallenfreundlicher weiterentwickelt. Die Mönchengladbacher bieten jetzt mit Quattro-Terra-Plus eine patentierte Variante mit ebenfalls im Beton eingegossenen Unterflurverteilern – zu den einzelnen Heizkreisen – an. Selbstverständlich erhöht sich dadurch die Aufbauhöhe der Fundamentplatte nicht.

Das Standard-System Quattro-Plus verlagert bereits die Vor- und Rücklaufleitungen vom Wärmeerzeuger/Zentralverteiler zu den Wand- oder Hallenverteilern als störungsfreie Trasse in die Sohlplatte. Das ist möglich, weil das Prinzip statt auf einen einzigen Hauptvor- und -rücklauf, die wegen ihres Durchmessers nicht in den Tragbeton dürfen, auf zwei oder drei schlanke, parallel geführte Zu- und Rücklaufleitungen aufbaut. In Summe bieten sie den gleichen Querschnitt wie jeweils ein einzelner Strang. Allerdings stehen bei Quattro-Plus die Verteilerregister selbst noch auf dem Boden vor den Außen- oder Zwischenwänden der Gebäude. Das schränkt den Hallennutzer in den Stellmöglichkeiten der Einrichtung ein.

Die jüngst vorgestellte und patentierte Systemstruktur Quattro-Terra-Plus holt nun auch die Verteilarmaturen von der Wand in den Betonaufbau. Sie bringt sie in einem nur 20 cm flachen Unterflurkasten unter. Der liegt vollflächig auf dem Untergrund (Planum) auf und schließt eben mit der Bodenoberfläche ab. Die Betonkerntemperierung wird damit zu einer vollständig barrierefreien Heizungslösung.

Die Deckelplatte ist selbstverständlich so dimensioniert, dass sie schwere Lasten (Gabelstapler) tragen kann. Untere und obere Bewehrung im Falle einer Stahlmattenbewehrung des Betons stoßen an den Verteilerkasten für einen Hallenabschnitt an beziehungsweise an die Verteilerkästen: Zur Rohrverlegung nach Tichelmann trennt Quattro-Terra-Plus das Armaturenregister in zwei separate Vor- und Rücklaufverteiler, die Tichelmann-gerecht entgegengesetzt im Boden platziert und gegen Aufschwimmen fixiert werden.

Kreilac brachte diese Ergänzung auf den Markt, weil das Unternehmen von Fall zu Fall auf Platzprobleme in den modernen Logistikhallen stieß. „Wir hatten geglaubt, mit dem System Quattro-Plus, also mit den bereits im Boden versteckten Vor- und Rücklaufleitungen, die Raum- und Gestaltungsfreiheit in Produktions- und Lagerhallen ausreichend erhöht zu haben. Doch stellten in verschiedenen Bauprojekten die Verteilergruppen an der Wand immer noch einen Störfaktor dar. Deswegen konzipierten wir jetzt diese absolut unsichtbare Alternative“, sagt Kreilac-Geschäftsführer Günter Kreitz.

Eine Freifläche zur Platzierung des Armaturenkastens im Boden gäbe es immer, etwa vor einer Tür, die ohnehin nicht zugestellt werden dürfe, oder in der Fahrbahn zwischen zwei geplanten Hochregallagern oder anderswo, sodass die Zugänglichkeit zur Technik im Verteilerschrank über die Abdeckplatte gewährleistet bliebe.

Kapazitiv leistet selbstverständlich die Unterflurausführung das Gleiche wie die Wandverteiler. Jede einzelne Armaturengruppe ist in der Lage, eine Fläche bis etwa 1.200 m2 zu versorgen. Eine 5.000 m2 große Distributions- oder Produktionshalle kommt demnach mit vier Modulen im Beton aus. Auch diese Sparsamkeit gegenüber dem Standard hat etwas mit der speziellen Quattro-Rohrarchitektur zu tun. Die verschraubt nicht jeden einzelnen Heizkreis mit den Ventilen an der Wand – oder bei Quattro-Terra-Plus im Boden –, vielmehr kuppelt sie bis vier Heizkreise an eine Vor- und Rücklaufschleife als Unterverteiler in der Fundamentplatte – dem Wand- oder Bodenverteiler nachgeschaltet – an. Schematisch baut sich die Hierarchie so auf: vom Zentralverteiler beim Wärmeerzeuger durch die Sohlplatte zum Hallenverteiler in Wand oder Boden; von dort ebenfalls durch den Beton zu den Verteilerschleifen aus Kunststoffrohr als Unter- oder eigentliche Heizkreisverteiler und erst die bedienen schlussendlich die Heizkreise. Bis auf den Wärmeerzeuger/Zentralverteiler taucht mithin bei Quattro-Terra-Plus alles in der Bodenplatte unter.
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Buddy5 schrieb: Euer Problem ist alt bekannt, kein einziger Techniker hat euch beschrieben wie es funktioniert. Das Stichwort "Betriebsbedingungen" kennt wohl keiner mehr. Ihr habt keinen Brennwertkessel der moduliert...
feanorx schrieb: zu1. 17mm Querschnitt ist ok sofern die FBH Kreisanzahl passt zu2. Das sollte eigentlich so üblich sein aber es gibt auch hier genug schwarze Schafe die frei Schnauze arbeiten wenn man sie denn lässt...
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