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News vom 12.12.2014

Brandschutz in Flucht- und Rettungswegen: Erhöhte Anforderungen bei selbsttragenden Unterdecken

Damit selbsttragende Unterdecken in Flucht- und Rettungswegen im Brandfall nicht durch herabfallende oder sich absenkende Leitungen und Bauteile beschädigt werden, gelten hier gemäß LAR 3.5.3. erhöhte Anforderungen für die Befestigung von Leitungsanlagen. Um die maximal mögliche Belastung zu ermitteln und abzusichern, kann man die absolute Tragfähigkeit einer Haltekonstruktion unter Brandlast für die klassifizierte Anforderung (z.B. F30 oder F90) berechnen.

Beispiel f. brandgeprüfte Befestigungselemente: MPC Systemschiene 38_40 mit Gewindestange und Halteklammern sowie Schraubrohrschellen mit DÄMMGULAST Schalldämmeinlage gelb. Bilder: Müpro
Beispiel f. brandgeprüfte Befestigungselemente: MPC Systemschiene 38_40 mit Gewindestange und Halteklammern sowie Schraubrohrschellen mit DÄMMGULAST Schalldämmeinlage gelb. Bilder: Müpro
Weitaus schwieriger ist allerdings die Einschätzung der zu erwartenden Verformung der Installation. Bei selbsttragenden Unterdecken (Zwischendecken bis 3 Meter Spannlänge) muss die Befestigung deshalb a) nach Brandprüfbericht ausgelegt und dies b) auch nachgewiesen werden.

Soweit der im Brandprüfbericht geforderte Abstand eingehalten und die Angaben des Rohrherstellers bei der Planung beachtet werden, können die darüber befestigten Leitungen die Unterdecke auch im Brandfall nicht belasten oder zerstören – der darunter liegende Fluchtweg bleibt nutzbar. Auch hinsichtlich der verwendeten Montage- und angrenzenden Bauteile gelten zusätzliche Anforderungen:

  • Konsolen müssen an den freien Enden zusätzlich abgehängt werden.
  • Metalldübel müssen über eine europäisch-technische oder über eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung und Brandprüfung verfügen.
  • Eine mögliche Zerstörung von Bauteilen, Brandschott oder Leitungsanlage durch temperaturbedingte Ausdehnung der Leitungen sollte ebenfalls frühzeitig und angemessen berücksichtigt werden: Durch Setzen von Festpunkten und/oder Einplanen von Dehnungsmöglichkeiten lässt sich das Schadensrisiko minimieren.

Damit Flucht- und Rettungswege im Ernstfall bestmöglich abgesichert sind, sollten brandgeprüfte Befestigungen zum Einsatz kommen. Durch genaue Beachtung der geltenden Vorschriften, exakte Planung und geeignete Produkte lassen sich nicht nur unnötige Folgekosten vermeiden, sondern auch Menschenleben retten.

MÜPRO bietet eine Vielzahl brandgeprüfter Befestigungselemente für unterschiedliche Anwendungsfälle. Alle Produkte erfüllen auch die Voraussetzungen für den Einsatz in Bereichen mit erhöhtem Schallschutz. Ergänzt wird das Brandschutzsortiment durch zugelassene Abschottungssysteme für die Leitungsdurchführung in Brandwänden.

Weitere Informationen finden sich hier: MÜPRO Brandschutz: Praxistipps und Anwenderfilme
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LutzJ schrieb: @Christian Erst einmal: Von wann ist dein Wasserzähler? Steht auf dem Eichsiegel (gelb sechseckig) oder separat auf...
michi83 schrieb: Hey, Vielen Dank für den ausführlichen Beitrag. habe 3x30 kg hier - Bilisol N (Monoethylenglykol). Gut, das reicht dann...
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