Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.
Unsere News können Sie auch bequem als Newsletter erhalten!

News vom 09.12.2015

Zahlen und Statistik, unkommentiert
Irgendwie komprimieren die „erneuerbaren Energien“ im Zahlenwerk…

In Paris läuft die UN-Klimakonferenz; und „tout le monde“ überschlägt sich im Dunstkreis, den erneuerbaren Energien, ihrer Entwicklung, vor allem aber ihrer Unverzichtbarkeit das Wort zu reden. Die Bundesregierung ist dabei nicht ganz unparteilich. Deswegen sei, zur Betrachtung einiger Detailzahlen, auf das Material des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zurückgegriffen. Quelle ist ausweislich die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) und/oder das Statistische Bundesamt (StBa).

Grafik: AGEB
Grafik: AGEB

Der Energieverbrauch in Deutschland sank im vergangenen Jahr (2014) auf den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. Den größten Einfluss (minus 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) hatte die milde Witterung – stellt die AGEB fest.

Der Primärenergieverbrauch 2014 lag nach AGEB und AGEE-Stat (Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik) bei gut 13.000 Peta-Joule. 1 PJ ist 1 Million Gigajoule; 1 Gigajoule entspricht etwa 277,7 kWh. Also 277,7 kWh x 1 Million x 13.000.

Davon wurden 34,4 Prozent durch Mineralöl gedeckt. Weitere 20,5 Prozent entfallen auf Erdgas, nur noch 13,1 Prozent auf Stein- sowie mit 12,0 Prozent noch weniger auf Braunkohle. Stein- oder Braunkohle decken also nur einen signifikant höheren Anteil am Primärenergieverbrauch in D ab als die „Erneuerbaren“. Die kommen auf 11,3 Prozent.

Weiter geht es ins Detail: Von diesen 11,3 Prozent (gleich 1,489 PJ) liefert feste und gasförmige Biomasse gut die Hälfte (5,8 Proz.*). Windkraft kommt auf 1,6 Prozent*, also rund 14 Prozent vom Anteil der „Erneuerbaren“, die wiederum 11,3 Prozent vom gesamten Energiekuchen haben. Direkt dahinter: Photovoltaik mit jeweils 1 Prozent* sowie „Abfälle und Deponiegas“. Die deutschen Dächer leisten also einen genauso wichtigen Beitrag zur Deckung des Primärenergiebedarfs in den heimischen Landen wie die Müllkippen, oder umgekehrt. Solar- und Geothermie sowie die Luft-Wärmepumpen geben sich übrigens mit zusammen (!) 0,555 Prozent* Anteil zufrieden. Damit schlagen sie aber gemeinsam immerhin noch die Wasserkraft, die bringt es auf 0,5 Prozent*. (*bezogen auf den Gesamt-Primärenergieverbrauch, in D, in 2014)

Solarthermie, Geothermie und Luft-Wärmepumpen tragen also – wenn richtig durchgerechnet wurde – etwa 72 PJ zum deutschen Primärenergiebedarf pro Jahr (bezogen auf 2014) bei. Die Windräder bringen es auf rund 210 PJ. Zum Vergleich: Das Energieflussbild der AGEB weist gleichzeitig für den Verkehr einen Anteil von 2.629 PJ am Jahresendenergieverbrauch 2014 aus, für die Industrie 2.508 PJ und für die Haushaltungen 2.212 PJ.

Jetzt kann man anfangen, quer zu rechnen: Wie viele Windräder müssten zusätzlich installiert werden, um den Energiebedarf für Mobilität abzudecken? Oder wo wären welche Zuwächse notwendig, wenn wir alle mit Biogas fahren wollten? Oder was wäre, wenn die Zahl der Windräder nicht mehr als verdoppelt, sondern stattdessen der durchschnittliche Energieverbrauch für Verkehr um 8 Prozent reduziert würde? 8 Prozent - das ist nicht besonders viel, also realistisch zu erreichen – und würde mit einem Schlag den Beitrag der Windräder zur Energiewende relativieren. Oder überflüssig machen…

Aktuelle Forenbeiträge
PaulSch schrieb: Super, danke Euch! Das hilft mir extrem weiter bzw. wenn es jetzt an die Anfrage beim Profi geht. Die Ziegel habe ich...
kathrin schrieb: @Mechatroniker Vielen Dank für die interessanten Zahlen! Grob überschlagen kommst du auf etwa 35000 kWh (Output) in...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Sockelleisten, Heizkörperanschlüsse
und Steigstrangprofile
 
Website-Statistik