Erster Preis für die Generalsanierung und Aufstockung eines Wohnhauses zu einem
Energieeffizienzhaus in Pforzheim.
Der zum vierten Mal vergebene Preis geht an die Freivogel Mayer Architekten aus Ludwigsburg. Bild: Dietmar Strauß
Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK)
kürte in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten (BDA) am Dienstag in Berlin
den Gewinner des Europäischen Architekturpreises 2015 „Energie + Architektur“. Die
Auslobung stand unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Umwelt,
Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Der zum vierten Mal vergebene Preis geht an
die Freivogel Mayer Architekten aus Ludwigsburg. Das Architektenbüro überzeugte die
Jury, unter Leitung des Präsidenten des BDA Heiner Farwick, mit der Generalsanierung
und Aufstockung eines Wohnhochhauses zu einem Energieeffizienzhaus.
„Das Projekt zeigt in eindrucksvoller Weise, wie die Überformung vorhandener
Wohngebäude nicht nur zu verbesserter Wohnqualität führt, sondern vor allem eine
beispielgebende energetische Aufwertung gelungen ist“, lautet eine der Begründungen
für die Preisvergabe der Jury. Neben der hochwertigen thermischen Gebäudehülle zeigen
die Komponenten aus fassadenintegrierten Absorberflächen und Eisspeicher als
Energiepuffer, Niedertemperaturheizsystem mit Deckenstrahlplaetten, kontrollierte
Wohnungslüftungen und eine Kleinwindkraftanlage sowie Fotovoltaikmodule zur
Eigenstromerzeugung ein ausgefeiltes Energiesystem für Wohngebäude der Zukunft.
Der ZVSHK will mit dem von ihm ausgeschriebenen Architekturpreis die immer
bedeutsamer werdenden Zusammenhänge von Gestaltung, Planung und Ausführung
energetischer Bauvorhaben aufzeigen. „Nie war unser Architekturpreis „Energie +
Architektur“ so bedeutsam und aktuell wie heute. Denn er dokumentiert eindrucksvoll
die Erfolgsformel für zukunftsfähige Gebäude: das eng abgestimmte Zusammenwirken
von Architekten, Planern und Handwerkern.“, betonte ZVSHK-Präsident Manfred Stather
auf der Preisverleihung in Berlin. Außerdem soll die Auslobung Anregung und Motivation
geben, die Potenziale der integrativen und nachhaltigen Planung zu entdecken und zu
realisieren.
Es haben sich Architekten aus Deutschland, Österreich und Luxemburg mit insgesamt 50
Objekten aus sechs europäischen Ländern für die Teilnahme beworben. Neben dem
Preisträger erhalten zwei Objekte eine Auszeichnung und vier weitere Einreichungen eine
Anerkennung und eine Urkunde.
Der Architekturpreis wurde unterstützt von CWS-boco Deutschland GmbH, Oventrop
GmbH und Co. KG und Viessmann Werke GmbH & Co. KG.
Weitere Informationen zur Auslobung, zu den Ergebnissen und der Preisverleihung finden Sie in der
Dokumentation zum Europäischen Architekturpreis auf www.zvshk.de.