Der Gesamtumsatz der Heizungsbranche ist 2015 um 0,5 Prozent gestiegen. Insbesondere die Heizungsindustrie profitierte von der stabilen Entwicklung der deutschen Baukonjunktur. Rund vier Fünftel der Umsätze erwirtschaftete die Haus- und Gebäudetechnikbranche im Bereich Modernisierung und Renovierung
Umsatz der Heizungswirtschaft in Mrd. Euro inklusive Lüftung, Klima, Gebäudeautomation. Grafik-Sammlung der ifo-Branchendaten bis 2015.
Umsatz der Heizungswirtschaft nach den Bereichen Handwerk, Industrie und Großhandel. Grafik-Sammlung der ifo-Branchendaten bis 2015.
Beschäftigte in der Haustechnikwirtschaft (Heizungs- und Sanitärwirtschaft). Grafik-Sammlung der ifo-Branchendaten bis 2015. Bilder: ifo/VdZ August 2016 Nach Schätzungen des Münchener ifo Instituts zur konjunkturellen Entwicklung der Heizungswirtschaft1 ist der um Doppelzählungen bereinigte Umsatz der Branche2 gegenüber den Vorjahren erneut gestiegen.
Die Heizungs- und Lüftung/Klimabranche erwirtschaftete 2015 einen Umsatz von 30,47 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Plus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit einem Branchenumsatz von 30,31 Mrd. Euro. Treibende Kraft war dabei die stabile Entwicklung der Inlandsnachfrage. Im Inland stieg der Umsatz um 0,8 Prozent und belief sich damit auf 25,11 Mrd. Euro – 2014 waren es noch 24,92 Mrd. Euro. Für das Auslandsgeschäft schätzt das ifo Institut einen Rückgang in Höhe von 0,6 Prozent, von 5,39 Mrd. Euro im Vorjahr auf 5,36 Mrd. Euro.
Die gesamte Haus- und Gebäudetechnikbranche profitierte 2015 von dem weiterhin positiven Wirtschaftswachstum und der stabilen Baukonjunktur in Deutschland. Den Umsatzanstieg im Installierenden Gewerbe schätzt das ifo Institut auf 0,4 Prozent, von 23,1 Mrd. Euro im Jahr 2014 auf 23,2 Mrd. Euro in 2015. Die Umsätze des Großhandels stiegen um 1,1 Prozent von 9,4 Mrd. Euro auf 9,5 Mrd. Euro. Insbesondere in der Industrie wirkten sich die stabilen Ausgaben für den Wohnungsbau positiv aus. Dieser Branchenbereich erwirtschaftete 2015 Erlöse in Höhe von 13 Mrd. Euro, ein deutliches Plus von 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Im zentralen Industriebereich „Herstellung von Heizungsanlagen“ waren die Umsätze 2014 wegen deutlich geringerer Investitionen um fast ein Zehntel zurückgegangen. Diese Entwicklung konnte 2015 umgekehrt werden. Trotz der von 25 Prozent auf 21 Prozent gesunkenen Exportquote wurden 2,8 Mrd. Euro erwirtschaftet. Im Jahr 2014 waren es 2,6 Mrd. Euro.
Beschäftigung wächst in der gesamten Heizungswirtschaft
Die Zahl der Beschäftigten ist nach Angaben des ifo Instituts 2015 in der gesamten Haustechnikwirtschaft (inklusive Sanitärwirtschaft) von 498.000 auf 500.000 gestiegen. Das überwiegend mittelständisch organisierte Handwerk beschäftigte im Jahr 2015 354.000 Angestellte, ein Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Großhandel stieg die Zahl der Beschäftigten um 1 Prozent, von 44.500 im Jahr 2014 auf 45.000. Die Beschäftigungszahlen in der Industrie stiegen um 1,2 Prozent. Etwa 101.300 Arbeitnehmer waren 2015 in diesem Branchenbereich tätig.