Auch wenn sich das SHK-Handwerk für Webshops nicht recht erwärmen kann und nach wie vor größtenteils im stationären Fachhandel kaufen: Fast jede fünfte Materialbestellung der SHK-Installateure wurde 2016 laut einer Befragung von BauInfoConsult im Internet gekauft – vor allem auf den Internetseiten des allgemeinen oder spezialisierten Fachhandels. Die SHK-Installateure finden an Online-Shops vor allem die flexiblen Öffnungszeiten gut – und dass man Zeit und Fahrtwege einsparen kann. Allerdings hat das Einkaufen im Internet auch Nachteile für die Fachhandwerker.
In der Studie Kommunikationsmonitor 2016 Online-Verhalten hat BauInfoConsult insgesamt 182 telefonische Interviews mit SHK-Installateuren zu ihrem Recherche- und Einkaufsverhalten im Internet geführt. Für ein starkes Drittel der (37 Prozent) ist es ein Vorteil der Webshops, dass man dort rund um die Uhr bestellen kann – so kann man auch unabhängig von den Öffnungszeiten etwa abends im Büro noch Materialbestellungen aufgeben. Auch die Zeitersparnis, dass bei Online-Bestellungen die Fahrtwege zum Händler entfallen, spricht für ein knappes Drittel (32 Prozent) für den Kauf per Mausklick.
Doch auch wenn die SHK-Installateure mit der Zeit gehen und neben dem Einkauf in der Filiale auch Online-Bestellungen tätigen, hat das Shoppen im Netz für sie auch klare Grenzen: Sobald es darum geht, das Material vor dem Kauf zu überprüfen und in die Hand zu nehmen, ist ein Besuch beim SHK-Großhändler unumgänglich. Bei vielen Materialien ist ein Online-Kauf deshalb von vornherein keine Option. Online dürften die meisten SHK-Handwerker daher nur kaufen, wenn sie das Produkt und den Anbieter gut kennen.
Über die Studie
Die Ergebnisse stammen aus dem Kommunikationsmonitor 2016 – Online-Verhalten. Die Marktstudie von BauInfoConsult analysiert das Online-Verhalten der Baubranche auf Basis von 720 telefonischen Interviews unter Architekten, Bauunternehmern, SHK-Installateuren und Malern/Trockenbauern. So entsteht ein umfassendes Bild, wie sich Planer und Verarbeiter im World-Wide-Web bewegen und was Hersteller und Handel ihnen online zu bieten haben sollten.
Die Studie behandelt unter anderem:
• Online vs.- Offline
• Internetrecherche und Internetnutzung
• Online-Handel/Webshops
• Social Media
• Bekanntheit und Potenziale von Bau-Apps
• Bedeutung der Webseiten/Newsletter von Herstellern und Fachverlagen