Heizung und Warmwasser trennen! Das wird bei dem sinkenden Heizwärmebedarf in Wohngebäuden immer sinnvoller. Auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erkennt das jetzt an.
| | | Die Vorteile dabei: Die Heizung kann effizient im Niedertemperaturbereich arbeiten.
Für eine Fußbodenheizung werden nur Temperaturen bis 35°C benötigt, die
von der Wärmepumpe geliefert werden. Direkt an den Entnahmestellen übernehmen moderne E-Durchlauferhitzer die bedarfsgerechte Warmwasserbereitung. Es wird nur so viel Wasser erhitzt, wie tatsächlich benötigt wird, und zwar direkt in Wunschtemperatur. Da kein warmes Wasser gespeichert wird, entfällt im Mehrfamilienhausbereich sogar die Legionellenprüfpflicht. |
Die Trennung von Heizung und Warmwasser ist damit hygienisch, effizient und gleichzeitig sehr komfortabel. Bei Nichtwohngebäuden ist sie schon lange üblich, bei Wohngebäuden rückt sie immer mehr in den Fokus.
Das BAFA fördert innerhalb des Programms „Heizen mit erneuerbaren Energien“ Wärmepumpen mit erheblichen Zuschüssen. Eine Wärmepumpe im Wohngebäude ist jetzt auch förderfähig, wenn eine dezentrale Warmwasserbereitung mit modernen E-Durchlauferhitzern ausgeführt wird. Für die Trennung von Heizung und Warmwasser soll ein Anteil erneuerbarer Energien innerhalb der Warmwasserbereitung nachgewiesen werden. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:
1.) Kombination von Wärmepumpe und Durchlauferhitzer mit einer Photovoltaik-Anlage, wenn der selbsterzeugte Strom im Gebäude genutzt wird und die Anlage nach 2012 installiert wurde. Als Nachweis benötigt das BAFA die Rechnung für die Photovoltaik-Anlage.
2.) Kombination von Wärmepumpe und Durchlauferhitzer mit einem zertifizierten Ökostromvertrag. Als Nachweis genügt der Stromvertrag mit einer schriftlichen Erklärung, dass dieser Tarif sieben Jahre lang zur Versorgung der Durchlauferhitzer genutzt wird.