News vom 10.04.2017

SHK-Handwerk: Flüchtlinge mit Sprachkenntnissen willkommen

Auch wenn die Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge weiter sinkt, bleibt die große zahl der Neuankömmlinge seit 2015 eine große Herausforderung für den Arbeitsmarkt. Trifft es sich da nicht gut, dass das deutsche Handwerk von Nachwuchssorgen geplagt ist? In der SHK-Branche jedenfalls ist der Integrationswille groß – doch die Unternehmen sind in ihrem Umgang mit dem Thema auch nicht naiv. So zeigen Befragungsergebnisse aus der Studie Jahresanalyse 2016/2017 von BauInfoConsult, dass sich 36 Prozent der befragten SHK-Installateure vorstellen können Flüchtlinge einzustellen, wenn das Sprachniveau ausreicht.

Bild: BauInfoConsult
Bild: BauInfoConsult

21 Prozent der Befragten sind allerdings nur eingeschränkt der Meinung, dass das Erreichen eines simplen Sprachniveaus ausreicht („stimme zum überwiegenden Teil nicht zu“). Die Zurückhaltung bei vielen Betrieben ist allerdings auch in Teilen verständlich, wenn man sich die Praxis einmal vor Augen führt: Es steht fest, dass den Flüchtlingen in den Sprachkursen lediglich nur das sprachliche Rüstzeug an die Hand gegeben wird, um im deutschen Alltag zu bestehen. Es ist jedoch wohl kaum vorstellbar, dass den Lernenden Begriffe wie „Heizumwälzpumpe“ und „Pressfittings“ in den staatlichen Sprachkursen vermittelt werden.

Daher bleibt es im Endeffekt an den einstellungswilligen Unternehmen den Flüchtlingen die Fachsprache zu vermitteln – was natürlich ein Mehraufwand an Zeit bedeutet. Dennoch könnte die aktuelle Asylsituation dazu beitragen den Fachkräftemangel langfristig etwas abzumildern, wenn alle – und hier ist ausdrücklich auch der Staat gefordert – den Willen haben die Sache in die Hand zu nehmen.

 

Über die Studie

Die Ergebnisse stammen aus der Jahresanalyse 2016/2017 von BauInfoConsult. In der mittlerweile zehnten Ausgabe der alljährlichen Marktstudie zur deutschen Bauwirtschaft wurden 183 Bauunternehmer in telefonischen Inter-views unter anderem zu den Arbeitsmarktchancen von Asylsuchenden in ihrer Branche befragt. Insgesamt werden in der Studie auf Basis von über 1.300 Interviews unter Branchenakteuren und Herstellern unter anderem behandelt:

 

•   Baustoff- und Bauweisen 2020 (regional/bundesweit)

•   Hochbauprognose 2017 und 2018 (regional/bundesweit)

•   Lieblingsmarken und Markenpräferenzen

•   Flüchtlingskrise und Bauwirtschaft

•   IT und Digitalisierung am Bau (BIM/CAD/AVA etc.)

•   Einkaufsverhalten von Bauakteuren/Online-Distribution

•   Nachhaltigkeit in der Baubranche

•   EnEV und Co: Segen oder Fluch?

•   und vieles mehr...




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