Geht es nach den Kosten, stehen vor allem die Materialpreise im Vordergrund. Deswegen sollen auch sie an dieser Stelle im Mittelpunkt stehen. Doch man hüte sich davor, dass teure Materialien automatisch eine höhere Qualität bedeuten. Denn die ist auch abhängig von Verarbeitung und Pflege.
Gemauerte Pools haben ihren Preis, erlauben jedoch eine große Formenvielfalt.
Bild: Rainer Sturm/pixelio.de Die folgenden Berechnungen richten sich immer nach Pools der etwa gleichen Größe und gehobener Qualität. Preise für den Einbau sind nur zum Teil enthalten, nicht jedoch die für Zubehör. Auf diese gehen wir in späteren Teilen der Folge ein.
Aufstellbecken
Zuerst zu den Becken, die oberirdisch aufgestellt werden. Wir gehen hier von einem mittleren runden Becken bei 1,25 Metern Beckentiefe aus. Wann dafür ein richtiges Fundament nötig ist, klären wir ein einer späteren Folge. Die hier aufgeführten Preise gelten für Becken mit rund zwei Metern Durchmesser.
Becken aus Kunststoff sind weit verbreitet, etwa aus Folie, die in ein Gestell eingehängt werden. Deren Preise belaufen sich auf rund 400 Euro. Deutlich teurer sind Pools aus Polypropylen der Polyester. Sie können bis 1.000 Euro kosten. Gleiches gilt für Folienpools, die außen mit Holz verkleidet sind. Das sieht optisch schön aus, hat aber mit 1.200 Euro seinen Preis
Üblich in dieser Größe sind auch Stahlwand-Pools. Sie werden mit einer Folie ausgekleidet, wie im 1. Teil dieser Serie beschrieben, und kosten ab 1.000 Euro aufwärts.
In der höchsten Preisklasse finden sich hier Pools aus Glasfaserverstärken Kunststoffen (GfK) oder Fiberglas. Zwar eigenen sich diese aufgrund ihrer hervorragenden Materialfestigkeit für das teilweise oder komplette eingraben. Aber auch aufgestellte Varianten sind üblich. Die Kosten für diese Becken beginnen bei etwa 3.000 Euro.
Teilweise oder komplett vergrabene Becken
Im Prinzip kommen für teilweise oder komplett vergrabene Beckenarten alle oben genannten Materialien in Frage. Berücksichtigt werden müssen Kosten für Tiefbau- und Fundamentarbeiten, die teils enthalten sind und auf die wir in einem späteren Teil der Serie konkret eingehen.
Wir gehen hier von einem mittleren Becken von drei mal sechs Metern aus, das sich bei 1,50 Metern Beckentiefe auch zum Schwimmen eignet. Stahlwandbecken inklusive Folie ist hier schon ab 1.500 Euro zu haben. Sie sind die verbreitetste Form. Kunststoffbecken dieser Größe kommen auf etwa das Doppelte dieses Preises. Denkbar sind sogar Folienpools, allerdings nicht mir Stahlgestell. Folien kommen bei Natursteinpools, die teichartig angelegt sind, zum Einsatz. Eine Preisangabe ist schwierig. Von 2.000 Euro sollte man jedoch ausgehen. Große Pools aus Glasfaserverstärken Kunststoffen (GfK) oder Fiberglas sind ab etwa 2.500 Euro zu haben.
Darüber hinaus kommen hier jedoch noch deutlich mehr Materialien in Frage. Das bekannteste ist das gemauerte Becken mit Styroporsteinen und einem Betonverputz oder dem reinen Betonbecken, das vor Ort gegossen wird. In der genannten Größe belaufen sich bei beiden die Kosten auf gut 3.500 Euro vorausgesetzt, man leistet einen Teil der Arbeit selbst. Denn sonst summieren sich die Kosten schnell auf das Doppelte.
Die mit Abstand teuerste, aber auch edelste und pflegeleichteste Variante sind Keramikpools. Sie kommen schon in der günstigsten Variante auf rund 12.000 Euro. Das aber garantiert Langlebigkeit und – auch wichtig – weniger Mühe bei der Pflege.
Um die dazugehörige Technik geht es in unserem nächsten Teil, der am 28.04.2017 erscheint.
Bisher erschienen:
1 Pools im Überblick: Wannen aus Kunststoff, Stahl oder Beton
2 Pool-Kosten: Systeme im Vergleich
Erscheinen demnächst:
3 Pool-Zubehör: Technik, Filter, Leitern
4 Pool-Planung: Auslegung, Platzwahl, Fundament
5 Pool-Einbau: Baurechtliches, Genehmigungen, Dichtheit
6 Pool-Pflege: Algen, Käscher, Poolchemie, Sauger
7 Pool-Schutz: Abdeckungen
8 Pool im Winter: Wasser ablassen, Reinigung
9 Pool im Frühjahr: Wiederinbetriebnahme
10 Pool-Praxisbeispiele: Größe, Formen, Ausstattung