Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.
Unsere News können Sie auch bequem als Newsletter erhalten!

News vom 02.05.2017

Frühlingszeit – Poolzeit

Pool-Planung: Auslegung, Platzwahl, Fundament

Eines vorweg, auch wenn wir konkret darauf erst in der nächsten Folge Bezug nehmen: Pools bis 100 Kubikmeter Wasserinhalt – und das sind die meisten – sind in aller Regel genehmigungsfrei. Zwar liegt die Hoheit dafür bei den Bundesländern und die Regeln weichen tatsächlich voneinander ab. Dennoch kann ein Pool in dieser Größenordnung ohne Genehmigung eingebaut werden.

Selbst bei wenig Platz kann ein Pool eingeplant werden. <br />Bild: Brit Berlin/pixelio.de
Selbst bei wenig Platz kann ein Pool eingeplant werden.
Bild: Brit Berlin/pixelio.de
Pools auf dem Dach sind zwar in Deutschland eher ungewöhnlich, aber auch möglich. Sie stellen jedoch an die Planung ganz andere Herausforderungen.<br />Bild: Hannelore Louis/pixelio.de
Pools auf dem Dach sind zwar in Deutschland eher ungewöhnlich, aber auch möglich. Sie stellen jedoch an die Planung ganz andere Herausforderungen.
Bild: Hannelore Louis/pixelio.de

Fachbetrieb zu Rate ziehen

An dieser Stelle wird das professionelle Planen eines Pools beschrieben, welches auch ein Fachbetrieb anwenden würde. Auch wenn man diese Arbeiten theoretisch allein ausführen könnte - wir empfehlen immer, einen Fachbetrieb zu Rate zu ziehen.

Zum Material und den Kosten haben wir uns bereits in der ersten und zweiten Folge dieser Serie geäußert. Von beiden hängt ab, an welchem Standort in einem Garten in den Pool installieren kann. Bei oberirdisch aufgestellten Pools ist etwa meist kein Fundament nötig. Allerdings sollte sichergestellt sein, dass der Boden vollkommen eben und schon reichlich verdichtet ist. Zur Not muss hier nachgearbeitet werden. Gerade bei neu erschlossenen Grundstücken mit eventuell verfüllten Böden kann sich ein Pool regelrecht ins Erdreich eingraben. Da dies nie gleichmäßig und eben erfolgt, kann aus der Schiefstellung ein Schaden am Becken und der Technik resultieren. Deswegen sollte der Boden – wenn man denn kein Fundament bauen will – vorher auf Festigkeit geprüft werden.

Zudem sollte der Pool auch nicht über Hohlräumen, etwa Zisternen, stehen. Denn schon ein kleiner Pool, wie in unserem bisherigen Musterbecken von 3 x 6 x 1,5 Metern beschrieben, bringt es auf gut 27 Kubikmeter Wasserinhalt, was eben 27 Tonnen sind, die auf eine Grundfläche von 18 Quadratmetern drücken – pro Quadratmeter sind das also 1,5 Tonnen. Wird ein Pool dieser Größenordnung, der über das Planschen hinaus kleine Schwimmeinlagen ermöglicht, oberirdisch aufgestellt, ist also ein Fundament respektive Bodenplatte empfehlenswert.

Aushub größer als Becken

Zwingend notwendig sind diese bei allen teilweise oder komplett eingegrabenen Pools. Empfehlenswert ist eine Stärke von mindestens einem halben Meter. Das muss bei der Tiefe des Aushubs berücksichtigt werden. Doch nicht nur die Tiefe des Aushubs muss größer dimensioniert sein als das Becken, sondern auch Länge und Breite. Zum einen schafft das mehr Platzfreiheit für die notwendigen Arbeiten, etwa dem Verputzen eines Pools aus Styroporsteinen, zum anderen wird so Platz für die Pooltechnik geschaffen, die ja nicht im Pool selbst integriert werden kann. Dafür sollte an einer Seite des Pools rund zwei Meter Platz gelassen werden.

Gelöst werden muss auch das Problem der elektrischen Versorgung. Ideal wäre eine unterirdische Verlegung der Leitungen.

Bei den Tiefbauarbeiten sind natürlich, auch wenn kein Genehmigung nötig ist, die üblichen gesetzlichen Regelungen zu beachten. Die betreffen insbesondere Versorgungsleitungen, die unter dem Grundstück hindurchführen. Falls die nicht bekannt sind, kann ein Blick  ins Grundbuch helfen. Hier sind sogenannte Dienstbarkeiten eingetragen, also Wegerechte der Versorger, die dadurch immer Zugang zu dem auf den Grundstück lagernden Leitungen erhalten können. Eine Nachfrage bei den betreffenden Versorgern kann helfen herauszufinden, wo die Leitungen genau liegen.

Bei den Becken ist, je nach Material, auf genügend Versteifung  zu achten: Bei Pools aufs Kunststoffen oder nur Folien bedarf es eines eigenen Gerüsts, bei Pools mit abgerundeten Enden ist es ratsam, diese extra mit Beton abzustützen, da sie genau, insbesondere bei Stahlbecken, dort zur Verformung neigen. Nach Abschluss der Arbeiten muss natürlich darauf geachtet werden, dass alle Lücken verfüllt sind und der Pool sich nicht mehr bewegen kann.

Um den Einbau eines Pools und eventuelle Genehmigungen, die dafür notwendig sind, geht es in unserem nächsten Teil, der am 03.05.2017 erscheint.

Bisher erschienen:
1 Pools im Überblick: Wannen aus Kunststoff, Stahl oder Beton
2 Pool-Kosten: Systeme im Vergleich
3 Pool-Zubehör: Technik, Filter, Leitern
4 Pool-Planung: Auslegung, Platzwahl, Fundament

Erscheinen demnächst:
5 Pool-Einbau: Baurechtliches, Genehmigungen, Dichtheit
6 Pool-Pflege: Algen, Käscher, Poolchemie, Sauger
7 Pool-Schutz: Abdeckungen
8 Pool im Winter: Wasser ablassen, Reinigung
9 Pool im Frühjahr: Wiederinbetriebnahme
10 Pool-Praxisbeispiele: Größe, Formen, Ausstattung

Aktuelle Forenbeiträge
Rastelli schrieb: Licht und Schatten in deiner Anlage. Gut ist, dass beim Heizen TRL und TRLext. schön aufeinander kleben und gleichmäßig ansteigen. Weniger gut ist, dass du mit rund 4 Grad weniger Vorlauf in die...
kathrin schrieb: Puh, da gibts einiges nachzulesen. Der Volumenstrom sieht sehr viel besser aus :-)) Mich irritiert die Leistung von 7 kW auch sehr... 11 kW während 20 sec dürfte die Startleistung sein zwecks...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Sockelleisten, Heizkörperanschlüsse
und Steigstrangprofile
Website-Statistik