OLEDs, wie hier in einer Empfangshalle, lassen sich beliebig formen.
Bild: licht.de Die Energiesparlampen, die meist Gasentladungslampen sind, kommen auf ähnlich gute Werte. Bei einer Glühlampe sind es – nur zum Vergleich – 12 bis 12 Lumen je Watt. Und die lebt im Schnitt nur 1000 Betriebsstunden. Eine LED-Lampe wird dagegen ein Methusalem – mit etwa 15.000 Stunden Minimum.
Kein Wunder, dass sich diese Effizienzwunder immer stärker durchsetzen – wenn auch von der EU mit dem vieldiskutierten Glühbirnenverbot gepuscht . Aber dazu später. Experten rechnen, dass schon in drei Jahren 60 Prozent des Umsatzes der Leuchtmittelindustrie durch LEDs erzielt werden. Da wissen wir also, wohin die Reise geht. Leider wird diese Reise nicht ganz billig sein, da LED in der Anschaffung deutlich teurer sind als konventionelle Beleuchtungssysteme. Doch auch dafür gibt es Lösungen wie Finanzierung oder Leasing. Dazu aber in einem späteren Teil der Serie mehr.
Sehr gute Anti-Blend-Effekte
Doch LED ist nicht gleich LED. Sie können zum einen unterschiedliche Farbspektren erzeugen, was bei einer Arbeitsplatzeinrichtung wichtig ist. Und sie können – da sie ja, wie der Name Light Emitting Diode sagt, eine elektrische Diode sind – auch flächig aufgebracht werden. Auch das ist bei der Einrichtung von Arbeitsplätzen wesentlich, da sich hier hervorragende Anti-Blend-Effekte erzielen lassen. Diese flächig aufgetragenen LEDs heißen OLEDs. Die leuchtenden Schichten sind dabei so dünn, dass sie sich fast beliebig, quasi organisch formen lassen. Daher auch der Name Organic Light Emitting Diode. Kleiner Nachteil: Die OLEDs haben etwa nur die halbe die Lebensdauer von normalen LEDs, da sie mit Kunststoffen erstellt werden. Und die reagieren mit der Umgebungsluft.
Nicht nur LEDs kommen bei modernen Beleuchtungssystemen in Frage, sondern auch Entladungslampen. Dazu zählen alle Leuchtstoffröhren, aber auch die Energiesparlampen. Sie alle nutzen ein ionisierendes Gas, durch das Strom hindurch geleitet wird. Dadurch kann das Gas auf verschiedenen technischen Wegen leuchten. Die Vorteile sind ähnlich denen der LEDs. Sie sind langlebig, sehr effizient, weil sie mehr Licht als Wärme produzieren, und zeigen eine sehr gute Farbwiedergabe.
Gut für Außeneinsatz
Während Leuchtstoffröhre und Energiesparlampe mit geringen Drücken arbeiten, gibt es auch Entladungslampen mit hohen Drücken – immer auf Basis von Halogen-Metalldampf oder Natirumdampf. Diese eignen sich für den Einsatz im Außenbereich oder in großen Hallen. Auch sie zeichnen sich durch Langlebigkeit und geringe Wartung. Das große Plus bei Lampen mit Natriumdampf: Mit 180 Lumen je Watt haben sie die höchste Lichtausbeute von allen Lichtquellen. Allerdings ist ihr Farbspektrum begrenzt. Bei ihrem Einsatz im Außenbereich, etwa als nächtlicher Objektschutz, ist dies jedoch vernachlässigbar.
Auch nichtthermische Strahler sind nicht alle gleich. Worauf man beim Kauf achten sollte, beschreiben wir im nächsten Teil am 23.06.2017 der Serie.
Bisher erschienen:
1. Was eine gute Beleuchtung ausmacht
2. Moderne Lichtsysteme - sparsam und effizient
Erscheinen demnächst:
3. Qualitätsmerkmale – auf was man beim Leuchtenkauf achten muss
4. Wie muss eine Beleuchtung installiert sein
5. Die Planung einer Beleuchtungsanlage
6. Wie eine Verschattung funktioniert
7. Welche Verschattungssysteme gibt es
8. Worauf man bei einer Verschattung achten sollte
9. Arbeitsplatz und Verschattung
10. Die Planung einer Verschattungsanlage