News vom 12.10.2017

Angenehmes Klima per Smartphone:
Lüftungsanlage lässt sich über WLAN steuern und erreicht Wärmerückgewinnungsgrad von bis zu 93 Prozent

Apps für Smartphones oder Tablets bieten inzwischen auch zahlreiche Funktionen für den Alltag. Doch erst seit kurzem loten auch Entwickler von Smart Home-Systemen die technischen Möglichkeiten der mobilen Endgeräte aus, um zum Beispiel das Licht, die Heizung oder Elektrogeräte in der Wohnung aus der Ferne zu steuern. Im eigenen WLAN-Netzwerk ist dies nun auch für Lüftungsanlagen möglich: Die Blauberg Ventilatoren GmbH entwickelte den Vento Expert A50-1 W mit WLAN-Technologie. Das Gerät arbeitet wahlweise im Querlüftungs- oder Wärmerückgewinnungsmodus und kann über eine intuitiv bedienbare App mit mehreren Geräten im Verbund gesteuert werden. Durch die hexagonale Struktur der Wärmetauscher erreicht das Lüftungssystem einen Wärmerückgewinnungsgrad von bis zu 93 Prozent und arbeitet somit besonders energieeffizient.

App starten statt Fenster öffnen: Der Vento Expert 50-1 W verfügt über einen internen Router, kann aber auch in das hausinterne WLAN-Netzwerk eingebunden und per App auf mobilen Endgeräten im Verbund mit anderen Lüftungskomponenten gesteuert werden. <br />Bild: Blauberg Ventilatoren<br />
App starten statt Fenster öffnen: Der Vento Expert 50-1 W verfügt über einen internen Router, kann aber auch in das hausinterne WLAN-Netzwerk eingebunden und per App auf mobilen Endgeräten im Verbund mit anderen Lüftungskomponenten gesteuert werden.
Bild: Blauberg Ventilatoren
„Bis vor wenigen Jahren wurde das Lüften damit gleichgesetzt, das Fenster regelmäßig zu öffnen. Bei alten Gebäuden ohne Wärmedämmung war dieses Vorgehen auch angemessen, da die Wände relativ luftdurchlässig waren“, erklärt Martin Edler von Dall’Armi, Geschäftsführer der Blauberg Ventilatoren GmbH. Bei neuen Gebäuden mit einer hohen Wärmedämmung reicht dies jedoch nicht mehr aus. Somit müssen immer umfangreichere Lüftungskonzepte hergestellt werden, um die regelmäßige Fensterlüftung zu ersetzen. Von Dall’Armi beobachtet hier unterschiedliche Entwicklungen: „Die neuen Energieeffizienz-Vorgaben für Gebäude wurden zügig umgesetzt. Doch obwohl nun nach der DIN 1946-6 eine nutzerunabhängige Lüftung bei neuen und sanierten Häusern vorgeschrieben ist, setzen viele Menschen noch immer lieber auf die alte Methode, regelmäßig das Fenster zu öffnen.“ Dabei kann jedoch eine Menge Energie verloren gehen. Zudem sind auch negative Folgen für die Gesundheit zu befürchten, etwa wenn nicht ausreichend oder falsch gelüftet wird und sich Schimmel in der Wohnung bildet.  

App ermöglicht intuitive Bedienung

Bei der Entwicklung der Lüftungssysteme achtet Blauberg Ventilatoren deshalb besonders auf eine einfache Montage sowie eine leichte Bedienbarkeit. Vor allem war es dem Unternehmen wichtig, dass sich die Geräte ohne großen Aufwand an die Gewohnheiten der Nutzer im Alltag anpassen lassen. Das bedeutet unter anderem, dass nicht in jedem Raum auf dem gleichen Niveau gelüftet werden muss. Viele Lüftungsbauer lösen diese Aufgabenstellung, indem die Geräte bereits bei der Montage miteinander verkabelt werden, sodass sie sich  später gemeinsam steuern lassen. „Beim Vento Expert A50-1 W ist dies nicht notwendig. Die Geräte sind über WLAN ansteuerbar und können nach der Installation per Laptop oder Computer mit USB-Schnittstelle beliebig in Gruppen eingeteilt werden. Diese lassen sich dann über eine App auf dem Smartphone oder Tablet bedienen. Die Anwendung steht sowohl für Android als auch für iOS zur Verfügung“, erläutert von Dall’Armi. Dabei muss kein externer Router vorhanden sein, denn jedes Lüftungsgerät verfügt über einen internen Router, sodass sich pro Gruppe vier Geräte zusammenschließen lassen. Wird ein externer Router verwendet, sind sogar bis zu 32 Lüftungskomponenten in einem Verbund möglich.

Über die App können die Anlagen ein- und ausgeschaltet werden. Darüber hinaus ist auch die Einstellung verschiedener Geschwindigkeitsstufen des Lüftungsbetriebs möglich. Zudem gibt es neben einem Regenerationsbetrieb einer Nacht- sowie einer Party-Schaltung auf einer zeitweise niedrigen beziehungsweise hohen Stufe. Die verschiedenen Modi können auch individuell gesteuert werden; eine stufenlose Regelung ermöglicht es, die Lüftung an die eigenen Vorlieben anzupassen. Diese Funktionen lassen sich in verschlankter Form mit der ebenfalls erhältlichen Fernbedienung durchführen. Mit mobilen Endgeräten bekommt der Nutzer zusätzlich eine Übersicht über alle Lüftungsverbünde und kann diese gezielt kontrollieren. Auch wurde auf eine sehr intuitive Bedienung Wert gelegt, sodass die Steuerung der Anlage zum Kinderspiel wird. Bei Bedarf verfügen die Geräte zudem mit dem UDP-Protokoll über eine Schnittstelle, welche die Einbindung der Lüftung in ein Smart Home-System ermöglicht.

Hohe Energieeffizienz dank hexagonaler Struktur der Wärmetauscherzellen

Grundsätzlich sind bei der WLAN-fähigen Vento Expert A50-Reihe zwei Betriebsmodi möglich; Querlüftung und Wärmerückgewinnung. Bei der Querlüftung fördern die Geräte – abhängig von den Einstellungen – kontinuierlich Luft in den Raum hinein oder aus ihm heraus und sorgen so für eine permanenten Luftaustausch, der im Besonderen zur Nachtabkühlung im Sommer genutzt werden kann. Das geschieht oft – besonders im Wohn- und Schlafbereich – über mehrere Räume hinweg mittels paarweise geschalteten Lüftungskomponenten. Dabei übernimmt ein Gerät den Zuluftbetrieb, während das zweite die verbrauchte, warme Luft nach draußen befördert. In typischen Ablufträumen wie Küche und Bad sollten dagegen zwei Geräte pro Raum installiert werden, um Überdruck zu verhindern. Gerade hier wird die Luft stärker durch unangenehme Gerüche und hohe Luftfeuchtigkeit belastet. Alternativ lässt sich in Ablufträumen ein Blauberg Ablüfter einsetzen.

Bei kalten Temperaturen empfiehlt der Geschäftsführer, den Wärmerückgewinnungsmodus einzuschalten, um unnötige Energieverluste zu vermeiden. Dafür wird in jeder Anlage ein keramischer Enthalpie-Wärmetauscher verbaut. Die Lüftungssysteme wurden so konstruiert, dass sie sowohl im Zu- als auch im Abluftbetrieb eingesetzt werden können. Im Wärmerückgewinnungsbetrieb wechselt das Gerät nach jeweils 70 Sekunden die Richtung. „In der ersten Phase wird in den Geräten mit der abströmenden Luft der Wärmespeicher erwärmt. Dieser hat eine hexagonale Wabenstruktur, wodurch die Oberfläche des Speichersteins effektiv vergrößert wurde, ohne dabei die Strömungseigenschaften des Wärmespeichers merklich zu beeinflussen. Gleichzeitig können so Wärmerückgewinnungsgrade von bis zu 93 Prozent erreicht werden“, erläutert der Geschäftsführer. Die Zuluftgeräte sorgen in derselben Phase für die benötigte frische Luft. Nach 70 Sekunden wechselt die Richtung aller Geräte: Die Zuluft wird nun über den Wärmespeicher erwärmt und die Abluft gibt ihre Wärme an die Wärmespeicher der vorherigen Zuluftgeräte ab. So muss selbst bei eisigen Außentemperaturen kaum zusätzlich geheizt werden.  Die Vento Expert A50-Reihe ermöglicht im Wärmerückgewinnungsmodus eine Förderleistung von bis zu 25 m3/h.

Sensor reagiert automatisch auf hohe Luftfeuchtigkeit

Daneben ist jede Anlage mit einem Feuchtesensor ausgestattet. Dieser überprüft permanent die Luftfeuchtigkeit im Raum und schaltet den Lüftungsverbund bei Überschreiten eines vorher eingestellten Grenzwertes auf die maximale Stufe, bis wieder ein Niveau unter dem Höchstwert erreicht wurde. Wenn die Nachlaufzeit abgelaufen ist, schaltet sich die Anlage automatisch auf die vorherig eingestellte Stufe zurück. Gerade wenn sich Personen lange in relativ kleinen Räumen, beispielsweise in Büros oder im Homeoffice aufhalten, lohnt sich daneben auch der Einbau eines CO2-Sensors. Dieser kann entweder über einen 0 bis 10 V-Anschluss oder einem Schaltkontaktverbunden werden und funktioniert auf dieselbe Art wie der Feuchtesensor. Auf Wunsch ist auch der Einbau eines F8-Filters möglich, sodass die eintretende Luft keine gesundheitlichen Probleme hervorrufen kann, wie etwa durch eine zu hohe Staubbelastung.

Wird die Anlage komplett abgeschaltet, aktiviert sich eine Lüftungsklappe. Diese sorgt für eine hundertprozentige Abdichtung nach außen, sodass keine Energie- und Wärmeverluste entstehen. Dazu trägt auch die Außenabdeckung bei, die hohen Windlasten standhält. Sowohl die Innen- als auch die Außenabdeckung lassen sich leicht abnehmen, damit bei Bedarf eine einfache Wartung durchgeführt werden kann. Der Vento Expert A50-1 W eignet sich für Wandstärken von bis zu 500 mm, während die Version A50-1 S W für Wandstärken von unter 250 mm entwickelt wurde. Für Ende des Jahres sind bereits Weiterentwicklungen der Lüftungsgeräte angekündigt.



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SolarMB schrieb: 4 bar im kalten Zustand? Dann muß ich mit meinem HB wohl mehr Glück gehabt haben, der mir ein 150 l MAG verbaute und damit...
Bad_Urban schrieb: Grade nochmal geschaut. 1,5 Grad Abkühlung in 30 Minuten :( Auffällig ist, dass die Pumpe in der Therme permanent läuft....
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