Eine faszinierende, lichtdurchflutete neue Architektur mit großen Glasflächen empfängt Mitarbeiter und Gäste künftig am BRÖTJE Stammsitz in Rastede. Selbstredend, dass dabei entgegen dem bekannten Sprichwort, wonach "der Schuster selbst die löchrigsten Schuhe trägt", auch die Heizzentrale des Gebäudekomplexes auf den allerneuesten Stand gebracht wurde. Planer sowie Projektleiter für diese Maßnahme waren Florian Hoppe und Holger Cording (Labor).
Holger Cording (li) und Florian Hoppe (re) vor ihrem erfolgreichen Projekt.
Bild: August BRÖTJE Für maximale Energieeffizienz kam ein gesplittetes System zum Einsatz. Ziel war es, die Büros im Verwaltungsgebäude mit einer Fläche von 1.800 m² mit Flachheizkörpern, den 600 m² großen Neubau mit Fußbodenheizung und die Halle der Ersatzteilfertigung von der Produktionshalle (beide jeweils mit Deckenlüftern) zu trennen, um zwei Temperaturniveaus (Hochtemperatur- und Niedrigtemperaturheizkreis) zu fahren. Möglich wurde das, weil auf der Ersatzteilhalle 20 cm Dachdämmung aufgebracht wurden. Insgesamt kamen vier neue BRÖTJE Gasbrennwertkessel zum Einsatz: Ein SGB 540 H und ein SGB 300 H für den Hochtemperaturheizkreis mit maximal 75°C sowie ein SGB 400 H und ein BGB 70 H für den Niedertemperaturheizkreis mit maximal 55°C.
Diese Anlagenkonfiguration ermöglicht es uns, Wärme aus Dauerversuchen im Labor und die Abwärme des Kompressors in den Niedertemperaturkreis einzuspeisen. Dieser kann den Bedarf in der Übergangszeit voll und im Winter zum großen Teil decken. Zudem wurde das gesamte Regelungskonzept erneuert, und es kamen 15 Zonenregler für die einzelnen Heizkreise in den Unterverteilungen zum Einsatz. Diese können jetzt mit einem OZW-System von Siemens über das Internet überwacht werden, das jetzt ebenfalls im BRÖTJE Lieferprogramm angeboten wird. Außerdem kamen AguaClean und AguaSave-Module zum Einsatz, um die optimale Wasserqualität im System aufrecht zu halten.