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News vom 03.12.2018

Lüftung

Übersicht zu Lüftungssystemen und Klimaanlagen

Im Jahr 2050 wird der Kühlbedarf den Heizbedarf weltweit erstmals übersteigen. Bedauerlicherweise muss für eine kWh Kälte etwa das Dreifache an Energie aufgewendet werden als für eine kWh Wärme. Bisher wird Kälte oder Kühlung meist mittels Kompressionsmaschinen erzeugt – daher auch der hohe Energieverbrauch. In Zukunft sind jedoch Systeme gefragt, die deutlich effizienter mit der Energie umgehen und so preiswerter, aber auch umweltverträglicher Kälte und Kühlung bereitstellen. In dieser Serie sollen die konventionellen und weniger konventionellen Lösungen vorgestellt werden. Der erste Teil wird dazu einen allgemeinen Überblick geben.

Klimageräte auf Kompressorbasis sind die am weitesten verbreitete Technologie für Lüftung und Kühlung. Bild: Mitsubishi<br /><br />
Klimageräte auf Kompressorbasis sind die am weitesten verbreitete Technologie für Lüftung und Kühlung. Bild: Mitsubishi

Lüftung

Die einfachste Art der Lüftung erfolgt mittels Fenster. Auch Schächte, die über den Kamineffekt funktionieren, sind weit verbreitet und verursachen keine dauerhaften Kosten für Strom, den etwa Ventilatoren oder Klimaanlagen brauchen. Allerdings ist das Funktionieren dieser Art der Lüftung immer abhängig vom Menschen, der denn auch regelmäßig lüften sollte, auf der einen und vom Wetter auf der anderen Seite. Ist es zu feucht oder herrscht eine Inversionswetterlage ohne jeden Hauch von Wind, funktioniert die Schachtlösung eher suboptimal.

Eine weitere Möglichkeit sind mechanische Abluftanlangen. Diese nutzen auch Schächte, Kanäle sowie Luftdurchbrüche in der Wand und sorgen mittels Ventilatoren für den Austausch von verbrauchter und frischer Luft. Dabei gibt es wiederum Systeme, die die Abwärme nutzen, die in der verbrauchten Luft immer enthalten ist. Sie geben diese via Wärmetauscher oder Wärmepumpe an die frisch in das Gebäude zugeführte Luft ab. So hat man immer frische warme Luft. Eine Bauweise wie das Passivhaus ist ohne diese technische Möglichkeit nicht vorstellbar.

Diese ausgeklügelten Systeme sind auch als kontrollierte Wohnraumlüftung bekannt. Sie steuern dabei nicht nur die Temperatur in den Räumen, sondern auch Luftfeuchtigkeit und CO2-Gehalt. Es gibt sie in einer zentralen Variante sowie in einer dezentralen. Erstere ist im Neubau populär, weil hier gleich die nötigen Schächte und Kanäle mit eingebaut werden können. Letztere erfreut sich bei der Bestandssanierung großer Beliebtheit, weil ihre Installation ohne jegliche Kanäle und Schächte auskommt und in jeder einzelnen Wohneinheit oder in jedem Büroraum separat mit einem Durchbruch durch die Wand Richtung frischer Luft funktioniert.

Diese Anlagen garantieren nicht nur Schutz vor Feuchte und damit Schimmel, sondern auch sehr gute, weil hygienisch einwandfreie Luft – jedenfalls, wenn sie regelmäßig gewartet werden. Wermutstropfen dabei: Die Stromkosten. Viele bewegliche Teile wie Ventilatoren oder Klappen fressen nun einmal Energie.

Kühlung

Eine Lüftungsanlage kann man auch zur Klimaanlage aufpeppen oder sie von vornherein gleich so planen. Auch diese Variante gibt es zentral oder dezentral.

Klimaanlage meint immer Kühlung. Eine Lüftungsanlage allein ist dazu nicht in der Lage. Umluft-Klimageräte etwa saugen ähnlich einer Lüftungsanlage die Luft an und kühlen sie nach dem Kühlschrankprinzip runter. Gleiches gilt für die Kompressionskältemaschinen, die wohl häufigste Art der Kühlung. Nicht nur in südlichen Ländern kann man die Ventilatoren-Kästen, die dort vor fast jeder Wohnung hängen, beobachten. Effizient ist das nicht immer.

Effizient hingegen sind andere technische Lösungen. Aber diese sind auch meist recht teuer, weshalb sie für das Eigenheim oder Wohngebäude oftmals nicht praktikabel sind. Die größte Gruppe stellen sicher die Absorptions- und Adsorptionskältemaschinen dar, die die gleichnamigen physikalischen Prinzipien nutzen und aus Wärme Kälte produzieren können.

Darüber hinaus gibt es noch viele andere technologische Möglichkeiten, die an dieser Stelle jedoch keine Rolle spielen sollen. Sie werden nur in speziellen, meist industriellen Kühlprozessen angewendet.

Im nächsten Teil unserer Themenserie am 05.12.2018 geht es um rechtliche Aspekte, die beim Umgang mit Klimaanlagen oder der Installation von Lüftungsanlagen relevant werden. 

Bisher erschien:
1. Übersicht Lüftungssysteme und Klimaanlagen (LTK)

Erscheinen demnächst:
2. Rechtliches
3. Kältemittelproblematik bei Klimaanlagen
4. Förderungen
5. Einfache Lüftungssysteme
6. Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung (Wärmetauscher)
7. Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung (Wärmepumpe)
8. Alternativen zu Lüftung und Klimaanlage
9. Vor- und Nachteile Lüftung
10. Praxisbeispiele
Aktuelle Forenbeiträge
Turbotobi76 schrieb: Hi der Aufpreis für KfW 55 ist nicht gerechtfertigt. Die Firmen bauen halt gerne ihre Standarthäuser alles andere wird so teuer gemacht das es sich kaum lohnt. Da sollte man nochmals nachhaken und...
feanorx schrieb: normales leitungswasser reicht Vormischen ist nicht notwendig, einfach jedes Rohr einzeln 1h gut spülen damit schonmal soviel luft wie möglich raus ist, wasser drin lassen, dann sole in ein rohr reinpumpen...
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