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News vom 25.04.2019

„Wärmepumpensysteme mit R-32 bringen mir einen klaren Wettbewerbsvorteil“

Im Interview verrät Oliver Keul, Betriebsleiter bei Keul Wärmepumpentechnik aus Kemmenau und ROTEX KompetenzPartner, welche Auswirkungen die F-Gase-Verordnung auf seine Geschäfte hat und warum er bei Wärmepumpen auf R-32 Systeme setzt.

Oliver Keul (links) mit einem Mitarbeiter bei der Installation der HPSU compact Ultra von ROTEX.<br />Bild: Rotex
Oliver Keul (links) mit einem Mitarbeiter bei der Installation der HPSU compact Ultra von ROTEX.
Bild: Rotex

1. Die F-Gase-Verordnung bringt für die Branche große Veränderungen mit sich, können Sie die Auswirkungen in Ihrer täglichen Arbeit bereits spüren?

Oliver Keul: Eine Auswirkung ist vor allem der gestiegene Preis von R-410A und R-407A. Bisher hat ein Kilogramm des Kältemittels circa 10 € gekostet, mittlerweile ist der Preis auf über 80 € pro Kilo angestiegen. Wir sind deshalb im Leistungsbereich von 4 bis 8 kW komplett auf R-32 Anlagen umgestiegen. Da es im Leistungsbereich 11 bis 16 kW noch keine R-32 Anlagen gibt, arbeiten wir hier noch mit R-410A Anlagen.

2. Sie haben bereits einige HPSU compact Ultra Systeme mit R-32 von ROTEX installiert. Was sind Ihre Erfahrungen mit dem Kältemittel?

Oliver Keul: Unsere Erfahrungen sind durchweg positiv. Im alltäglichen Gebrauch bei der Installation ist zum Beispiel kein Unterschied zu R-410A festzustellen. Die Kälteleitungen sind dieselben wie bei R-410A Systemen. Durch die sehr ähnlichen Betriebspunkte sind die Anlagen auch in Wartung und Service sehr ähnlich in der Handhabung. Ein Vorteil von R-32 ist ganz klar die geringere Füllmenge.

3. Was sind für Sie als Installateur die größten Vorteile von R-32?

Oliver Keul: Der größte Vorteil ist, dass die HPSU compact Ultra Vorlauftemperaturen von bis zu 65 °C erreicht. Das erweitert ihren Anwendungsbereich und wir können jetzt auch viele Projekte im Bestand/Altbau umsetzen. Das ist ein ganz klarer Wettbewerbsvorteil für uns.

4. Für welchen Anwendungsbereich eignet sich die HPSU compact Ultra am besten?

Oliver Keul: Die HPSU compact Ultra eignet sich für den Neubau, aber auch gut für Bestandsgebäude. Hier sollte darauf geachtet werden, dass das Gebäude mindestens ein 30er Mauerwerk hat. Wir haben in unserer Gegend den Vorteil, dass viele Altbauten mit Bimsstein gebaut wurden, der sehr gut dämmt. Eine weitere Dämmung ist dann meist gar nicht nötig, wenn überhaupt nur um maximal 10 cm zusätzlich. Erst kürzlich hatten wir bei einem Einfamilienhaus einen Gas-Kesseltausch und haben diesen mit einer HPSU compact Ultra ersetzt. Höhere Vorlauftemperaturen sind mit dem R-32 System sehr gut realisierbar und der Kunde hat bestätigt, dass er damit auch mit den bestehenden Heizkörpern sehr gut heizen kann. 

5. Der Phase-down (eine schrittweise Reduktion von F-Gasen – für die Kältemittelmenge gilt eine Obergrenze in CO2-Äquivalenten) führt zu einer Knappheit mancher Kältemittel. Zu welchem System raten Sie Ihren Kunden aktuell bei Neubau und Sanierung im Privatbereich? Wie sieht es zum Beispiel mit der Verfügbarkeit von R-410A aus?

Oliver Keul: Einige Kollegen, die ihre Kältemittel über kleinere Fachhändler beziehen, haben mir berichtet, dass es bereits Lieferengpässe bei R-410A gibt. Wir bestellen bei einem großen Kältemittellieferanten, der bis jetzt zum Glück immer liefern konnte. Dennoch rate ich Kunden auch aufgrund der schon genannten Systemvorteile zu Wärmepumpensystemen mit R-32, denn damit sind sie auch in Zukunft auf der sicheren Seite.

Keul Wärmepumpentechnik mit Sitz in Kemmenau (Rheinland-Pfalz) wurde 2000 von Manuela und Oliver Keul gegründet. Über bescheidene Anfänge entwickelte sich das Unternehmen zu einem anerkannten modernen Handwerksbetrieb. Im Jahre 2006 eröffnete das Unternehmen einen Systemhandel im Bereich Fußbodenheizung, Sanitär, Kälte u. Klima, Wärmepumpen und Bausätze für die Rohinstallation.

Zum Hintergrund:

Mit der F-Gase-Verordnung 517/2014 wird in Europa die Verwendung von Kältemitteln reglementiert. Für die gesamte Kältemittelmenge gilt eine Obergrenze in CO2-Äquivalenten
(= Kältemittelmenge x Global Warming Potential (GWP)). Bis 2030 erfolgt im so genannten Phase-down eine schrittweise Reduktion der Obergrenze auf ein Fünftel bezogen auf die Menge im Basisjahr 2015. Dies hat auch Auswirkungen auf die Wärmepumpenindustrie und das installierende Handwerk, denn auch jede Wärmepumpe mit Kältemittel hat Einfluss auf die am Markt verfügbare Kältemittelgesamtmenge, die aus der gesetzlich vorgegebenen Quote gedeckt werden muss. Kältemittel mit hohem GWP (= hohes CO2-Äquivalent) wirken sich daher stärker auf die langfristige Verfügbarkeit aus als Kältemittel mit geringem GWP. Dies führt wiederum dazu, dass sich die Verfügbarkeit der Kältemittel mit hohem GWP in den nächsten Jahren drastisch verschlechtern wird und die Preise ebenso drastisch ansteigen werden.

ROTEX hat den Umstieg auf Niedrig-GWP-Kältemittel früh eingeleitet. Mit der HPSU compact Ultra hat ROTEX erstmalig eine Wärmepumpengeneration auf den Markt gebracht, die mit dem umweltfreundlichen und zukunftsfähigen Kältemittel R-32 arbeitet. R-32 erfüllt mit seinem geringen GWP von 675 heute schon die Anforderungen der F-Gase-Verordnung für 2025.

Weitere Informationen finden Sie unter www.rotex.de.

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HP02 schrieb: Wäremepumpe: Vor-Rücklauf liegt so zwischen 33 und 40 Grad, wobei die Spreizung typ. 2 Grad ist. Heist bei 33° Rücklauf zur WP hin ehizt die ca. 1-2° auf, so dass 35° in den WP Vorlauf. Das ganze steiger...
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