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News vom 15.05.2019

Themenserie "Speicher für Energieautarkie und Mieterstromprojekte" - Teil 2

Wie ist die rechtliche Lage bei Strom-Eigenerzeugung und -verbrauch?

Strom selbst zu erzeugen und zu verbrauchen mag technisch problemlos möglich sein. Rechtlich ist es das keineswegs.

Auch Mieterstromprojekte, wie hier in Berlin benötigen Stromspeicher. <br />Die rechtlichen Hürden sind jedoch beträchtlich. <br />Bild: ku<br />
Auch Mieterstromprojekte, wie hier in Berlin benötigen Stromspeicher.
Die rechtlichen Hürden sind jedoch beträchtlich.
Bild: ku

EEG-Umlage

Wer Strom erzeugt und dabei an ein öffentliches Netz angeschlossen ist (und das trifft für so gut wie alle Photovoltaikanlagen in Deutschland zu), ist zum Zahlen der Umlage nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) gezwungen – auch dann, wenn er den Strom selbst verbraucht. Zwar sind das dann nur 40 % der vollen Umlage von aktuell 6,4 Eurocent, aber etwas widersinnig ist das schon.

Nur sehr kleine Anlagen mit weniger als 10 kWp, sowie reine Inselanlagen ohne Anschluss an ein öffentliches Netz sind von dieser Regelung ausgenommen.

Zu Eigenverbrauchszwecken müssen auch immer zwei Stromzähler installiert werden: einer, der den Eigenverbrauch misst, und einer, der die Einspeisung ins öffentliche Netz misst. Der Eigenverbrauch muss dem Netzbetreiber mitgeteilt werden, und zwar jährlich. Festgelegt ist dies in § 74a EEG.

Ob diese Regelung Bestand hat, wird derzeit auch von der EU geprüft. Denn in der neuen Erneuerbare-Energien-Richtlinie, die schon von EU-Parlament und EU-Rat beschlossen wurde, soll der Verbrauch von selbst erzeugtem Strom weitgehend diskriminierungsfrei und frei von „Abgaben, Umlagen und Gebühren“ (Art. 21) sein. Zwar sind auch hier Ausnahmen vorgesehen, insbesondere für Anlagen von mehr als 30 kWp, aber für kleinere Anlagen könnte sich eine Befreiung von der reduzierten EEG-Umlage ergeben, wenn auch erst ab 2021, wenn die Richtlinie in nationale Regelungen überführt werden muss.

Netzentgelte

An den Netzbetreibern hängen auch die Netzentgelte. Die fallen nur dann nicht an, wenn der Stromerzeuger nur private Kabel vom Erzeuger zum Verbraucher nutzt, also nur innerhalb des eigenen Haushaltes. Den Nachbarn kann man also nicht nebenbei mal so mit dem selbst erzeugten Strom beglücken. Und wenn, müsste man das ebenfalls nach dem o.g. Gesetz dem Netzbetreiber mitteilen, da dafür das öffentliche Netz genutzt werden muss.

Zu diesen Mitteilungen gehören folgende Angaben:

  • seit wann eine Eigenversorgung oder selbsterzeugter Letztverbrauch vorliegt
  • installierte Leistung
  • Gründe für Verringerung oder Entfallen der EEG-Umlage

Gerade Letzteres kann schwierig werden. Denn der Eigenverbrauch muss tatsächlich erfolgen und auch technisch beschrieben und nachgewiesen werden.

Stromsteuer

Hinzu kommt noch die Stromsteuer, die ursprünglich eingeführt wurde um Strom zu sparen. In Zeiten, in denen die Bundesregierung auf ein „all electric“ setzt, also eine Elektrifizierung sowohl im Wärme- als auch Mobilitätsmarkt, ist dies ein Anachronismus. Allerdings kann man sich hiervon befreien lassen, wenn der selbst produzierte Strom in einem räumlichen Zusammenhang von 50 km verbraucht und mit einer Erzeugerleistung von weniger als 2 MW erzeugt wird. Das sollte zumindest für alle Photovoltaikanlagen auf deutschen Haus- und Scheunendächern zutreffen.

Mieterstrom

Aus selbst erzeugtem Strom kann man auch Geschäftsmodelle kreieren. In der Wohnungswirtschaft gibt es schon längst solche Modelle, bei denen vorrangig Strom aus Blockheizkraftwerken genutzt wird, um damit teilweise oder vollständig den Strombedarf von Wohnimmobilien abzudecken. Das neue Mieterstrom-Gesetz (MieterstromG), das insbesondere den Strom aus Photovoltaikanlagen pushen will, legt eine Förderung der an Mieter gelieferten Strommenge von 2,75 bis 3,8 Eurocent je kWh und in Abhängigkeit von der Größe der Anlage fest. Förderfähig sind Anlagen bis 100 kWp. Allerdings muss der den Mietern angebotene Strom 10 % unter den Tarifen des örtlichen Grundversorgers liegen. Die meisten Mieterstrommodelle auf BHKW-Basis schaffen dies spielend, die auf Basis einer Photovoltaikanlage kaum. Auch hier liegt der Fehler im Detail. Denn die Laufzeiten der Verträge dürfen nur ein Jahr betragen und bedürfen der ausdrücklichen Verlängerung. Das schafft seitens der Stromproduzenten erhebliche Unsicherheiten. Und die EEG-Umlage ist, wenn auch reduziert, auf den Mieterstrom natürlich auch zu zahlen.

Im nächsten Teil der Serie am 17.05.2019 "Welchen Bedarf hat ein Gebäude an Strom und wie plant man Eigenproduktion und Eigenverbrauch" geht es darum, wie man den Strombedarf einer Immobilie ermittelt und daraus einen hohen Grad an Eigenversorgung planen kann.

Bisher erschienen:

1. Was ist Eigenversorgung und welche Komponenten braucht man dafür?
2. Wie ist die rechtliche Lage bei Strom-Eigenerzeugung und -verbrauch?

Demnächst erscheinen:

3. Welchen Bedarf hat ein Gebäude an Strom und wie plant man Eigenproduktion und  Eigenverbrauch?
4. Wie werden Stromspeicher in ein System zur Eigenversorgung eingebunden?
5. Wie erzeugt man selbst Strom? – BHKW
6. Wie erzeugt man selbst Strom? – Brennstoffzelle
7. Wie erzeugt man selbst Strom? – PV
8. Wie erzeugt man selbst Strom? – Andere Lösungen wie Miniwindanlagen
9. Welchen Wärmebedarf hat ein Gebäude?
10. Welche Rolle spielen Wärmespeicher bei der Deckung des Wärmebedarfs?
11. Welche Wärmeerzeuger sind zukunftsfähig?
12. Wie sollte die Warmwasserbereitung erfolgen?
13. Praxisbeispiele von Gebäuden mit hoher Eigenabdeckung an Strom und Wärme
Aktuelle Forenbeiträge
Mastermind1 schrieb: Wieviel Wärme wird denn pro Jahr benötigt? Hat die Heizung einen Wärmemengenzähler? Nur auf der Basis kann man sagen, ob eine Wärmepumpe überhaupt Sinn macht, bzw. welche Leistungsklasse benötigt wird. Vielleicht...
HFrik schrieb: Schliesse mich Old Bo an. Hydraulischer Abgleich ist der "quick and dirty" Ansatz, der auf die errechneten WErte abgleicht. DA der heizungsbauer nicht in dem Haus wohnt kenn er es realistisch aber nicht...
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