Aufgrund der niedrigen Raumhöhe im Dachgeschoßausbau war keine Fußbodenheizung möglich. Die Lösung: eine Decken- und Dachschrägenheizung im Trockenbau. In den aktivierten ModulPlatten wurden auch Einbauspots, Lichtbänder, Rauchmelder und Lautsprecher berücksichtigt. Und das Beste: Im Sommer kühlt dasselbe System das Dachgeschoß angenehm und gesund.
Ist Raumhöhe zu niedrig, eignet sich eine Deckenheizung/Kühlung.
Lichtkonzepte können bei der Dachschrägenheizung problemlos realisiert werden.
Strahlungswärme: Treffen die Strahlen auf einen festen Körper, werden sie in Wärmeenergie umgewandelt.
Bilder: VARIOTHERM Die Dachschrägenheizung an einem Praxisbeispiel gezeigt: In einem Einfamilienhaus war aufgrund der niedrigen Raumhöhe kein Bodenaufbau für eine Fußbodenheizung möglich. Deshalb entschied sich der Bauherr für eine Decken- und Dachschrägenheizung. Die Dachschräge wurde ausreichend isoliert und mit Grobspannplatten verkleidet. Auf diesem Holzwerkstoff wurde die Holzunterkonstruktion geschraubt. Darauf wurden die aktivierten Variotherm ModulPlatten zum Heizen und Kühlen fixiert. Das vorisolierte ModulRohr wurde an den Heiz- und Kühlkreisverteiler angeschlossen, die ModulPlatten aus Gipsfaser verspachtelt und gemalt – fertig!
Beleuchtung in der Heizung/Kühlung integriert
In der Dachschräge wurden Einbauspots, Lichtbänder, Rauchmelder und Lautsprecher berücksichtigt. Für das Lichtkonzept wurden die ModulPlatten mit einem größeren Rohrabstand von 105 mm eingesetzt und die Spots zwischen den Modulrohren verbaut. So kann die gesamte Decke zum Heizen und Kühlen aktiviert werden. Wichtig ist es, das Lichtkonzept und sonstige Elektroinstallationen bereits bei der Planung zu berücksichtigen.
Heizen von oben - funktioniert das?
Warme Luft steigt auf. Heizt eine Deckenheizung dann die falschen Zonen auf? Nein. Sie heizen im Gegensatz zu Konvektionsheizungen mit wohltuender Strahlungswärme.
Dazu ein kleiner Ausflug in die Physik: Die Strahlung überträgt die Wärme durch infrarote Wellen, sehr ähnlich zur Sonnenwärme. Die Strahlen breiten sich im rechten Winkel zur Fläche aus. Bei einer Deckenheizung also von oben nach unten. Treffen die Wellen auf einen festen Körper – auf Einrichtungsgegenstände, auf den Fußboden oder auf einen menschlichen Körper – werden sie in Wärme umgewandelt. Die festen Körper geben die aufgenommene Energie wieder als Wärme an den Raum ab.
Voraussetzungen für eine Decken- und Dachschrägenheizung/Kühlung:
- Raumhöhe zwischen 2,5 und 3,5 m
- Konstruktionsaufbau mindestens 5 cm
- Vorlauftemperaturen zwischen 26 und 38 °C
- Räume über 3,5 Metern benötigen eine höhere Vorlauftemperatur
Trackinglink: www.variotherm.com