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News vom 02.09.2019

Themenserie "Feinstaub" - Teil 1

Was ist Feinstaub und wie entsteht er?

Heute startet eine neue Serie mit Fachbeiträgen zum Thema Feinstaub. Zugegeben: Der Winter scheint noch in weiter Ferne. Doch bereits im Herbst nutzen viele Besitzer der etwa 11 Millionen Einzelraumfeuerstätten (so die amtliche Bezeichnung für Kamine, Kamin- oder Kachelöfen) ihre heimeligen Wärmespender. Wenn diese mit Festbrennstoffen betrieben werden, entsteht auch immer Feinstaub. Das lässt sich weder physikalisch noch chemisch vollkommen verhindern. Es ist einfach so.

Einzelraumfeuerstätten sind in Deutschland eine der größten Quellen für Feinstaub. <br />Bild: w.r.wagner /pixelio.de
Einzelraumfeuerstätten sind in Deutschland eine der größten Quellen für Feinstaub.
Bild: w.r.wagner /pixelio.de

Doch deswegen muss man die lieben Nachbarn nicht mit gelblichem Qualm bis zur Atemnot reizen. Die wichtigste Maßnahme gegen Feinstaub – und das wird in der Serie noch öfter betont werden – ist das Verbrennen von geeigneten Brennstoffen.

Holz sollte sachgemäß gelagert sein und nicht mehr als 20 % Restfeuchte aufweisen. Braunkohlebriketts kommen ebenfalls in Frage. Alles andere gehört einfach nicht in die Öfen.

Doch was ist Feinstaub eigentlich? Die VDI-Richtlinie 2119 unterscheidet drei Staubarten:

- Grobstaub mit Korndurchmessern >10 μm
- Feinstaub mit Korndurchmessern von 0,5–10 μm
- Feinstaub mit Korndurchmessern unter 0,5 μm

Je kleiner, umso schädlicher

Während größere Partikel, also etwa der Grobstaub, einfach durch die Schwerkraft nach unten sinken und dort für Dreck – mehr aber auch nicht – sorgen, sieht das mit dem Feinstaub anders aus. Denn je kleiner die Teilchen, umso länger verweilen sie in der Atmosphäre. Und umso stärker ist ihr Anteil an chemischen, physikalischen und photochemischen Prozessen. Das heißt, sie verändern letztlich auch unser Klima.

Doch sie schaden auch direkt. Denn während Grobstaub zwar in die Atemwege gelangen kann, von dort aber früher oder später wieder ausgehustet wird, kann sich Feinstaub darin verfangen und das Gewebe langfristig verändern und sogar zerstören. Das nennt sich dann Staub-, wahlweise auch Raucherlunge. Modern und neudeutsch heißt es COPD für chronic obstructive pulmonary disease oder einfach Chronische verschleppte Lungenerkrankung. Inzwischen sind davon 600 Millionen Menschen weltweit betroffen.

Allein schon das sollte Grund genug sein, die Feinstaubentwicklung in der heimischen Feuerstätte so weit wie möglich zu einzudämmen. Auch wenn es weitere Quellen für Feinstaub gibt – Raucher, Drucker, Bremsbeläge, der Straßenverkehr an sich –, die Feuerstätten mit Festbrennstoffen gehören zu den übelsten Sündern.

Holz verbrennt „staubiger“ als Gas

Das Umweltbundesamt hat für die Verbrennung von Holz eine im Schnitt 2500-mal höhere Feinstaubbelastung als bei einer Gasheizung ermittelt. Vergleicht man das mit dem Straßenverkehr, so stoßen diese Kleinfeuerungsanlagen doppelt so viel Feinstaub aus wie alle Lkw- und Pkw-Motoren zusammen. Ein einzelner Ofen selbst dürfte maximal 40 mg Feinstaub je m3 ausstoßen. Eine staatliche Überprüfung dieses Wertes gibt es so gut wie nicht, wie Tests des ZDF-Magazins "Frontal21" in allen 16 Bundesländern ergaben.

Im nächsten Teil unserer Serie am 04.09.2019 geht es um genau diese Normen und Gesetze, die bei Feuerstätten einzuhalten sind, um Feinstaubemissionen zu verhindern oder so gering wie möglich zu halten.

Die Themenserie Feinstaub - wie er entsteht und wie er ausgefiltert werden kann, umfasst insgesamt folgende Fachbeiträge:

1: Was ist Feinstaub und wie entsteht er?
2. Welche Normen und Gesetze sind beim Feinstaub einzuhalten?
3. Welche Rolle spielen die Brennstoffe in einem Gebäude bei der Feinstaubbildung?
4. Welche Arten von Feinstaubfiltern gibt es? Teil 1: aktive, elektrostatische Filter
5. Welche Arten von Feinstaubfiltern gibt es? Teil 2: passive, katalytische Filter
6. Welche Arten von Feinstaubfiltern gibt es? Teil 3: alternative Lösungen
7. Wie und mit welchen Filtern lassen sich Kaminöfen am besten nachrüsten?
8. Praktische Beispiele von Filtern bei neuen Öfen und in der Nachrüstung

Aktuelle Forenbeiträge
rholten schrieb: OK, vielen Dank, jetzt habe ich den Sinn verstanden. Wenn die Therme die Heizkörper speist, geht dies die meiste Zeit, außer wenn es sehr kalt ist, mit geringeren Temperaturen als jene die permanent...
Peter_Kle schrieb: Was hast du nach 15 MIn und laufendem Brenner für eine Spreizung ?? GErade bei überdimensionierter Therme + Übergangsproblemen empfehle ich nicht die Internet App ( die dich überhauptnicht voran bringt)...
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