Egal ob Mieter, Vermieter oder Hausbesitzer ein Haus muss bestimmte Brandschutzanforderungen erfüllen. Das fängt bereits bei der Planung und dem Bau eines Hauses an. Die Brandschutztechnik ist dabei ein essenzielles Thema. Schließlich soll einem Brand vorgebeugt oder im Brandfall für alle Betroffenen für eine ausreichende Sicherheit gesorgt werden.
Die Brandschutzanforderungen richten sich nach der Größe und Art des Hauses sowie dessen Einteilung in eine Gebäudeklasse. So bestehen bei einem Reihen- und Mehrfamilienhaus mehr Anforderungen als bei einem Einfamilienhaus. Auf was sollte also bei dem Bau von einem Mehrfamilienhaus geachtet werden?
Was bedeutet Brandschutztechnik?
Hinter dem Wort Brandschutz stehen verschiedene Maßnahmen, die ergriffen werden können oder müssen, um die Entstehung eines Brandes zu verhindern oder die Ausbreitung eines Brandes zu vermeiden. Hinzu kommen Maßnahmen zur Rettung von Menschen und Tier sowie für bestimmte Löscharbeiten.
Die einzelnen zu berücksichtigenden Maßnahmen unterteilen sich in die Bereiche vorbeugender Brandschutz und den abwehrenden Brandschutz. Beide Arten des Brandschutzes dienen der Vorbeugung und Bekämpfung eines Brandes.
Bei einem Mehrfamilienhaus auf den nötigen Brandschutz achten
Ob nur als eingezogener Mieter, bei dem Wohnungsbau zur Vermietung oder dem Bau eines Eigenheims, bei der Planung, dem anschließenden Bau eines Mehrfamilienhauses sowie dessen Nutzung sollte früh über den notwendigen Brandschutz gesprochen werden. Zusammen mit der Baufirma lässt sich an den Maßnahmen entsprechend arbeiten.
Vorbeugender Brandschutz in einem Mehrfamilienhaus
Zum vorbeugenden Brandschutz gehören mitunter:
- Die Wahl des Materials
- Die Konstruktion des Gebäudes
Im Fall eines Brandes sollte das Material, aus denen die Wände und Decken bestehen, nicht noch zusätzlich zur Gefahr werden, sondern den Brand weiter eingrenzen. So ist die Einrichtung bestimmter Brandabschnitte zu empfehlen und bei Vorhandensein eines Kellers ein Brandschutz an tragenden Decken und Wänden (Brandwiderstand REI90, R90). Im letzteren Fall empfiehlt sich auch eine Feuerschutztüre zum Keller sowie ein dortig installierter Rauchmelder. Im Falle eines Kellerbrandes können diese durch solche Maßnahmen vom rechtlichen Haus abgeschirmt werden.
Auch die Gebäudekonstruktion und Platzierung des Notausgangs ist wichtig. Dieser sollte schnell und unkompliziert von allen Bewohnern zu erreichen sowie unter keinen Umständen von innen abgeschlossen sein. In den meisten Fällen handelt es sich bei dem Notausgang in einem Mehrfamilienhaus um den Haupteingang. In jeder Wohnung sollte zudem ein Hinweisschild mit dem idealsten Fluchtweg vorhanden sein.
Abwehrender Brandschutz in einem Mehrfamilienhaus
Um den abwehrenden Brandschutz in einem Mehrfamilienhaus zu gewährleisten, sind folgende Maßnahmen und Utensilien notwendig:
- Feuerlöscher
- Schutzmasken (wenn möglich)
- Brandmelder
- Rauchabzug (im Idealfall)
- Löschsysteme
Ein Höchstmaß an Brandschutz ist wichtig, um die bestmögliche Sicherheit der Bewohner zu gewährleisten.
Brandschutz für die eigene Sicherheit und die Sicherheit anderer
Das Thema Brandschutz ist bereits vor dem Bau eines Mehrfamilienhauses ein wichtiges Thema, über das der Bauherr und die Baufirma nachdenken müssen. Die geltenden Regelungen und Bestimmungen, die durchaus je nach Bundesland verschieden ausfallen, müssen eingehalten werden. Die verschiedenen Maßnahmen werden mitunter gleich in den Bau des Hauses mit eingeflochten oder können nachträglich im Sinne der Ausstattung aufgestellt und installiert werden.