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News vom 19.02.2021

Themenserie "Trinkwasser - mit Sicherheit!" - Teil 3

Wie berechnet man eine Trinkwasserversorgungsanlage?

Die gesetzlichen Vorgaben geben im Prinzip schon vor, wo die Reise bei der Planung einer Trinkwasseranlage hingeht. Neben den hygienischen Regeln gibt es aber auch noch die hydraulischen, die eingehalten werden müssen, damit eine Trinkwasseranlage problemlos funktioniert. Und natürlich muss man die Benutzer der Trinkwasseranlage in Betracht ziehen. Denn die bestimmen, wann, wie oft und wie viel kaltes oder warmes Trinkwasser benötigt wird.

Bei der Planung einer Trinkwasseranlage muss die Dimension des Pufferspeichers ebenso richtig berechnet werden wie der Platz für die Isolierung von warmen und kalten Wasserleitungen.<br />Bild: BDH<br /><br />
Bei der Planung einer Trinkwasseranlage muss die Dimension des Pufferspeichers ebenso richtig berechnet werden wie der Platz für die Isolierung von warmen und kalten Wasserleitungen.
Bild: BDH

Für letzteres muss man den Spitzenvolumenstrom berechnen. Bei Einfamilienhäusern ist dies einfach. Hier kann man den maximalen Verbrauch des gesamten Hauses, also wenn etwa alle Entnahmestellen gleichzeitig geöffnet wären, als Spitzenvolumenstrom ansetzen.

Deutlich schwieriger ist dies jedoch im gewerblichen Wohnungsbau oder bei Gewerbeimmobilien. Bei erstem dient der maximale Verbrauch jeder einzelnen Wohnung als Grundlage, inklusive der Wassermengen in den Rohrleitungen, die zum Transport dorthin notwendig sind. Bei Gewerbebauten ist dies ähnlich.

Spitzen bei Warmwasser abpuffern

Letztlich dienen die verschiedenen Verbrauchsprofile auch der Auslegung von Reserven, sprich eines Pufferspeichers, der eben genug warmes Trinkwasser vorhalten kann, wenn der Bedarf zu bestimmten Spitzen exorbitant ansteigt. Das kann im Wohnungsbau die morgendliche Duschspitze sein oder aber bei Sportvereinen das Ende der Trainings- oder Wettkampfzeiten. Im Gewerbe könnte dies das Schichtende sein. Hier muss dann nicht nur der Pufferspeicher groß genug sein, sondern auch die Rohrleitungen so dimensioniert werden, dass das warme Trinkwasser punktgenau zum Abnehmer kommt. Gleiches gilt natürlich für die kalten Trinkwasserleitungen.

Soll eine Anlage im Bestand umgerüstet werden, ist es ratsam, hier zwei bis vier Wochen lang Messungen über die tatsächlichen Verbräuche durchzuführen und anhand dessen die neue Anlage zu planen. Das geschieht mittels Ultraschalles, sowie Temperaturfühlern. Das hat einen großen Vorteil: Als die Altanlage geplant wurde, und das ist dann meistens 20, 30 oder gar 40 Jahre her, waren die Bedürfnisse der damaligen Nutzer andere beziehungswiese wurden die nur prognostisch angenommen. Die tatsächlich gemessen Bedürfnisse wiederum können gut kombiniert werden mit wassersparenden und energieeffizienten Komponenten, etwa bei der WC-Spülung, bei Duschköpfen oder gar Wasserhähnen.

Automatisierung durch Digitalisierung möglich

Standard heute ist eine intelligente Verknüpfung der Komponenten . Das hilft auch bei der Berechnung des benötigten Speichervolumens und der richtigen Dimensionierung der Rohrleitungen für die Zirkulation von Warm- und Kaltwasser im Gebäude.

Hier die wesentlichen Punkte, die bei der Planung einer Trinkwasseranlage berücksichtigt werden müssen:

  • Werkstoff- und Produktauswahl (am besten nach DVGW-Prüfzeichen)
  • Minimal und maximal benötigtes Wasservolumen ermitteln
  • Ring- oder Reihensystem
  • Abstand zwischen warmen und kalten Trinkwasserleitungen sowie von kalten Trinkwasserleitungen zu Wärmequellen planen, dabei Dämmung für kalte und warme Trinkwasserleitungen berücksichtigen
  • Anlagen zur Trinkwassernachbehandlung (kalt) nicht in Räumen mit Temperaturen von über 25 °C installieren
  • Solltemperaturen für warmes Trinkwasser in Speicher und Leitungen sicherstellen
  • Wo vorgeschrieben, Probeentnahmeventile und automatische Spüleinrichtung einplanen
  • Einzelsicherungen für bestimmte Komponenten einplanen
  • Ausdehnungsgefäße einplanen oder wenn geht, darauf verzichten
  • Stagnationssituationen im Leitungssystem vermeiden

In mehreren Folgen dieser Serie wird es um Frischwasserstationen gehen. Diese bereiten dezentral dort das Warmwasser, wo es benötigt wird. Eine Planung dafür könnte wie folgt aussehen:

  • Erfassung des Warmwasserbedarfs: im Neubau an den geplante Entnahmestellen je nach Wohnungsgröße und Personenbelegung; bei Sanierung und im Altbau Bedarf über bestimmten Zeitraum (zwei bis vier Wochen) messen 
  • Abschätzung der zur Verfügung stehenden Leistung: Neubau (geringer Wärmebedarf), wird meist durch Warmwasserbedarf definiert; bei Sanierung/Altbau durch Heizlast des Gebäudes definiert 
  • Leistungsbestimmung und Auswahl: für Wärmeerzeuger (Öl/Gas: Hochtemperatur oder Wärmepumpe: Niedertemperatur) passendes Puffervolumen bestimmen
  • Größe der Frischwasserstation: abhängig von der im Pufferspeicher zur Verfügung stehenden Temperatur (Öl oder Gas etwa 75 °C; Wärmepumpe etwa 55 bis 65 °C) und der erfassten Entnahmemenge

Im nächsten Teil dieser Serie am 23.02.21 wird gezeigt, wie man der Legionellenbildung in einer Trinkwasseranlage am besten vorbeugt.

Bisher erschienen im Rahmen der Themenserie folgende Beiträge:
15.02.2021: Welche Trinkwassersysteme gibt es und wie effizient sind sie?
17.02.2021: Welche Gesetze und Normen müssen beachtet werden?
19.02.2021: Wie berechnet man eine Trinkwasserversorgungsanlage?

Demächst erscheinen:
23.02.2021: Wie schützt man sich am besten vor Legionellen und anderen Keimen?
25.02.2021: Trinkwasserversorgung in Zeit von Corona
01.03.2021: Zentrale Trinkwassererwärmung – Technologien, Vor- und Nachteile
03.03.2021: Dezentrale Trinkwassererwärmung – eine Übersicht
05.03.2021: Dezentrale Trinkwassererwärmung – Durchlauferhitzer, Vor- und Nachteile
09.03.2021: Dezentrale Trinkwassererwärmung – Frischwasserstationen, Vor- und Nachteile
11.03.2021: Dezentrale Trinkwassererwärmung – Wohnungsstationen, Vor- und Nachteile
15.03.2021: Praxisbeispiele – zentrale und dezentrale Lösungen

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Ein Beitrag der Redaktion von HaustechnikDialog.

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