Die heutigen Fenster sind gut isoliert und entsprechen den Anforderungen der energieeffizienten Hausausstattung. Es geht wenig Heizenergie verloren. Ganz anders sieht das bei Fenstern älteren Baujahrs aus. Die alten Fenster lassen relativ viel Luft durch. Das trifft vor allem auf die einfachverglasten Modelle zu. Ganz klar bringen diese Fenster hinsichtlich der Energieeffizienz Nachteile. Andererseits findet zumindest ein geringfügiger Luftaustausch statt. Man spricht in diesem Zusammenhang davon, dass das Haus atmet.
Bild: www.unplash.com Wie Fenster den Wärmeverlust beeinflussen
An Deutschlands Häusern befinden sich die unterschiedlichsten Fenstertypen. Die meisten Fenster stammen aus den späten 70er- bis 90er Jahren. Ab 1978 kamen unbeschichtete Isolierglasfenster auf den Markt. Es folgten im Jahr 1995 Zweischeiben-Wärmedämmglasmodelle. Heute nutzt man innovative Fenster mit einer Dreischeiben-Wärmedämmung. Während der U-Wert von Einfachglas bei etwa 4,7 liegt, weisen die modernen Fenster nur noch einen U-Wert von 1,1 auf. Der U-Wert bezeichnet die Wärmedurchlässigkeit. Erreicht wird ein geringer Wärmeverlust durch einen dichten Abschluss von Rahmen und Wand. Die meisten heutigen Fenster verziehen sich nicht mehr. Wer wissen möchte, ob sein Fenster gut abgedichtet ist, erfährt dies durch einen einfachen Test. Man führt ein Teelicht oder eine Kerze ruhig und langsam am Fensterrahmen vorbei. Das Flackern verrät die undichten Stellen.
Der Nachteil luftdichter Fenster
Die modernen Fenster sind zwar exzellent isoliert, sie lassen aber auch keine Luft ins Innere des Hauses. Deshalb spielt in modernen Gebäuden die Lüftung eine große Rolle. Ein guter Luftwechsel ist wichtig, um Schadstoffe, Kohlendioxid und Feuchtigkeit zu entfernen und die Raumluft mit frischem Sauerstoff anzureichern. Unrenovierte Altbauten verfügen über einen höheren natürlichen Luftaustausch als die gut isolierten Gebäude jüngeren Baujahrs. Als besonders effektiv erweist sich das Stoßlüften, bei dem die Fenster kurzzeitig komplett geöffnet sind. Durch ein gekipptes Fenster dringt weniger Luft. In nahezu luftdichten Wohnhäusern sorgt zumeist eine kontrollierte Wohnungslüftung für den nötigen Luftaustausch. Generell ist ein regelmäßiges Öffnen der Fenster gut für das Raumklima. Wann immer möglich, sollte man diesen gesunden Luftaustausch unterstützen. Mithilfe des Lüftens gelangt überschüssige Feuchtigkeit aus dem Wohnraum ins Freie. Feuchtigkeit ist wiederum für die unerwünschte Schimmelbildung an Wänden und Decken verantwortlich. Damit die Nässe entweichen kann und sich nicht erst noch in den Räumen anreichert, ist es wichtig, zur richtigen Zeit zu lüften. Bei Regen und allgemein nebliger und feuchter Witterung sollte man auf das Öffnen der Fenster verzichten. Ist es draußen trocken, dann tut die Frischluftzufuhr dem Haus gut.
Die Tücken des Lüftens
Vor allem in warmen Sommernächten schlafen viele Menschen gerne mit offenem Fenster. Und auch morgens und abends macht Lüften durchaus Sinn. Das Lüften verbessert das Raumklima und erhöht die Lebensqualität spürbar. Andererseits bringt die Frischluftzufuhr im Sommer auch ungebetene Gäste mit ins Haus. In der warmen Jahreszeit sind Schnaken, Mücken, Fliegen, aber auch Bremsen und Wespen sehr aktiv. Motten und die teils nachtaktiven Hornissen werden vom Licht angezogen und gelangen ebenfalls in die Innenräume. Darüber hinaus leiden Menschen mit Heuschnupfen unter den geöffneten Fenstern, denn mit der Luft gelangen auch Pflanzenpollen ins Haus, die auf Möbeln und Polstern einen feinen Staubfilm bilden. Die Folgen sind für die Betroffenen sehr unangenehm.
Gefahrlos lüften mit Fliegenschutzgittern
Pollenallergiker profitieren von Pollenschutznetzen vor den Öffnungen ihres Hauses. Um die Luftzirkulation auch in schwülen Sommernächten zu ermöglichen, gibt es spezielle Fliegen- und Pollenschutzgitter zum Anbringen an Fenstern und Türen. So ist zum Beispiel mit einem Fliegenschutz-Rollo das Schlafen mit offener Balkontüre kein Problem mehr. Das feine und dennoch stabile Netz hindert Mücken und andere Fluginsekten zuverlässig am Einflug in das Haus. Im Fachhandel gibt es eine Vielzahl an maßgeschneiderten Lösungen für jede Tür- und Fenstergröße. Komplett auf den Rahmen gezogene Fliegenschutzgitter stehen in verschiedenen Varianten, beispielsweise als Schiebe- oder Pendeltür zur Verfügung. Besonders beliebt sind die Rollos, denn sie benötigen nur wenig Platz. Für eine reibungslose Funktion empfiehlt sich die Montage durch einen Fachbetrieb. Es gibt sowohl Rollos mit elektrischem als auch manuellem Antrieb. Der Vorteil an den Insektenschutzrollos ist die Flexibilität. Im Winter und allgemein bei kühleren Temperaturen und keinem Insektenaufkommen ist es möglich, das Rollo oben zu lassen.
Bei geringem Platzangebot erweisen sich die seitlich angebrachten Gitter als besonders vorteilhaft, denn bei einem Rollo entfällt der Schwenkbereich. Die Führung erfolgt in Streifenbürsten und es besteht die Möglichkeit zur mechanischen Verriegelung. An der unteren Führungsschiene befinden sich Entwässerungsöffnungen. Über diese treten Schmutz und Wasser aus dem Profil heraus. Wird das Rollo nicht benötigt, dann verschwindet es seitlich im Kassettenprofil. Dank der ausgereiften Führungssysteme, dem robusten Rahmen und dem qualitativ hochwertigen Gewebe ist ein Ausfädeln bei Wind nahezu ausgeschlossen. Das stabile Gewebe verläuft parallel zum Rahmen, wobei die Abrollkante der Insektenschutztür und die höhenverstellbare Welle das Netz straffen. Sehr praktisch ist das automatische Fixieren an der gewünschten Stelle. Bei vielen Modellen ist es möglich, das im festen Rahmen befindliche Gewebe mit einem Griff über den Bereich der Tür oder des Fensters zu ziehen und somit den Wohnraum effektiv vor Fluginsekten zu schützen. Hochwertige Insektenschutzrollos bestehen aus Fiberglas. Dieses ist nahezu unsichtbar und lässt ausreichend Luft und Licht in den Innenraum. Außerdem verhindert die gute Materialqualität ein Ausfransen des Rollonetzes.
Die Vorteile eines Rollos
Nicht nur die Insektenschutznetze bieten dem Hauseigentümer zahlreiche Vorteile, sondern auch die Montage eines Verdunkelungsrollos ist sehr lohnend, denn er bremst den Wärmeabfluss. Laut einer Studie des Fraunhofer Instituts bieten Waben- und Kammerplissees das höchste Energiesparpotenzial. Vor allem in der kalten Jahreszeit ist es sinnvoll, die Jalousien und Rollos tagsüber geöffnet zu halten, damit die einstrahlende Sonne das Haus erwärmt. Nachts sinken die Temperaturen und hier verringern geschlossene Rollos den Wärmeverlust über die Fenster deutlich. Wer im Winter Energie sparen möchte, nutzt deshalb seinen Verdunkelungsrollo. Mit einem klugen Management sinkt der Bedarf an Heizenergie um etwa sieben Prozent. Als besonders effektiv erweisen sich neben den Wabenmodellen auch Plisseerollos mit schaumbeschichteter, heller Rückseite und textiler Oberfläche. Hier spielt vor allem die Lichtreflektion eine große Rolle.
Fazit: Fenster und Türen beeinflussen den Energieverbrauch maßgeblich. Vor allem moderne Fenster sind nahezu luftdicht. Regelmäßiges Lüften sorgt für ein gesundes Raumklima, birgt aber vor allem im Sommer seine Tücken. Gegen Blütenpollen und Insekten helfen spezielle Fliegengitter. Verdunkelungsrollos halten im Winter die Wärme im Haus.