
Wer es als Autofahrer bequem haben will, steigt um auf ein Automatikgetriebe: Stop-and-Go-geplagte Vielfahrer tun es, selbst die Formel 1 fährt mittlerweile sportlich-automatisch. Hohen Komfort bieten auch Automatik-Pumpen, sie konsumieren zudem deutlich weniger Energie, weil sich die Drehzahl auf den aktuellen Leistungsbedarf einstellt – um im Bild zu bleiben: Stets legt die Automatik den optimalen Gang ein.
Trotzdem sind noch viel zu viele "handgeschaltete" Pumpen in Betrieb, wie auch BINE feststellt (ein Informationsdienst der Fachinformationszentrum Karlsruhe GmbH, gefördert vom BMWA): Demnach werde der Bedarf an Antriebsenergie für Pumpen bei der energetischen Betrachtung von Heizungen oft vernachlässigt. Dabei sei in Einfamilienhäusern manche Heizungsumwälzpumpe für 10 Prozent der Stromrechnung verantwortlich. Mit Hilfe drehzahlgeregelter Pumpen lasse sich der Stromverbrauch deutlich reduzieren.
Weitere Einsparpotentiale liegen in einer verbesserten Pumpentechnik, mit der sich gegenüber herkömmlichen Pumpen bis zu 70 Prozent Energie einsparen lassen. Zu diesem Ergebnis kommt ein vom BMWA gefördertes Forschungsvorhaben. Die Forschungsarbeiten zielen darauf ab, den bewährten Asynchronmotor in Nassläuferbauweise, der üblicherweise im Leistungsbereich von 100 Watt eingesetzt wird, durch einen anderen Motortyp mit einem so genannten "Permanentmagnet-Rotor" zu ersetzen. Ein solcher Motor weist einen deutlich höheren Wirkungsgrad auf, wie beispielsweise die Grundfos Magna zeigt. Der bürstenlose elektrisch kommutierte Synchronmotor benötigt für seine Magnetisierung keine Energie und weist somit im Vergleich zu konventionellen Motoren einen rund 30% höheren Wirkungsgrad auf. Deshalb verbraucht die Magna bis zu 70% weniger Antriebsenergie als eine ungeregelte Heizungspumpe.
Grundfos stellt auf der ISH in Frankfurt in Halle 9.1, Stand A06 - B06 aus.