Rollos sorgen im Wohnbereich für einen wirkungsvollen Sonnenschutz. Besonderen Komfort bieten sie, wenn sie per Hausautomation bedient und damit ohne großen Aufwand zum gewünschten Zeitpunkt hoch- und runterfahren werden können. Tipps zu den wichtigsten Stoffeigenschaften und Möglichkeiten der smarten Verknüpfung.
Bild: www.pixabay.com / calimiel Fenster-Sonnenschutz: Räume beschatten, Blendungen vermeiden, Hitze blocken
Ein unzureichender Lichtschutz am Fenster hat in verschiedenen Wohnbereichen großen Einfluss auf die Lebensqualität. Tagsüber stören beispielsweise Lichtreflexionen und Blendungen im Wohnzimmer oder Home-Office. Während der Nacht sind es wiederum insbesondere hereinscheinende Lichtquellen vom Mond- oder Laternenlicht, die einen erholsamen Schlaf beeinträchtigen. In allen Fällen lässt sich eine Lichtproblematik durch einen entsprechend gut verdunkelnden Rollostoff schnell beheben.
Effektive Sonnenschutzsysteme bieten in Wohnräumen jedoch nicht nur optimalen Lichtschutz, sondern tragen unter anderem auch maßgeblich dazu bei, die klimatischen Verhältnisse im Innenbereich zu regulieren. Besonders höher gelegene oder südlich ausgerichtete Räume mit großen Fenstern heizen sich stark auf. Neben einer starken Verdunkelung kann hier auch ein speziell hitzeabweisendes Thermorollo sinnvoll sein.
Vorteile der smarten Vernetzung
Sowohl handelsübliche Rollotypen wie auch Modelle mit Thermofunktion lassen sich smart vernetzen, was eine besonders unkomplizierte und flexible Steuerung ermöglicht. So muss in einem Wohnobjekt beispielsweise nicht jedes Rollo einzeln per Hand runtergezogen werden. Bei entsprechender Programmierung kann einfach per Sprachsteuerung eine spontane Verdunkelung für alle Räumlichkeiten mit verschiedenen Abstufungen veranlasst werden.
Eine weitere praktische Option besteht darin, die Bedienung via Smartphone aus der Ferne zum Beispiel vom Arbeitsplatz oder vom Urlaubsort vorzunehmen, um bei sehr großer Hitze die Räume spontan abzuschatten oder durch eine regelmäßige Rollo-Bedienung den Wohnbereich bei Abwesenheit belebter erscheinen zu lassen und dadurch für einen verstärkten Einbruchschutz zu sorgen.
Technische Voraussetzungen
Um Rollos elektrisch zu steuern, muss ein Elektromotor vorhanden sein, der auch nachgerüstet werden kann. Dieser wird üblicherweise entweder herkömmlich mit einem Wandschalter bedient oder mit einem Akku ausgestattet und mit Hilfe einer Funk-Fernbedienung gesteuert. Die zweite Variante ist sehr beliebt, denn hier ist keine umständliche Verkabelung notwendig.
Rollos, die elektrisch betrieben werden, können einfach in das Smart-Home-System integriert werden. Die Verknüpfung erfolgt wie bei herkömmlichen Elektrogeräten auch über einen WLAN-Router. Eine Bridge fungiert als Signalempfänger, der den Motor ansteuert und dafür sorgt, dass das Rollo ganz nach Wunsch geöffnet oder geschlossen wird. Die Signale werden mittels eines Sprachassistenten oder auch einer App übermittelt. Der Nutzer hat die Wahl, ob er das Fenster vollständig, gar nicht oder nur partiell verdunkeln möchte. Darüber hinaus können alle Fenster in allen Wohnräumen entsprechend ausgestattet und mit im Vorfeld definierten Sprachbefehlen einzeln elektrisch angesteuert werden. Der gewünschte Verdunkelungsgrad kann dabei zum Beispiel in Prozentzahlen vorgegeben werden.
Zusätzliche Ausstattungs- und Programmiermöglichkeiten
Eine weitere Option der Raumverdunkelung im Smart Home ist die Aufrüstung von Rollos mit Temperaturfühlern und Lichtsensoren. Sie reagieren beispielsweise auf voreingestellte Wärmegrade oder Helligkeitsstufen und sorgen dafür, dass sich der Sonnenschutz ab einem bestimmten Lichtgrad automatisch öffnet und schließt. Ebenso lässt sich eine Timer-Funktion einrichten, mit der das Beschattungssystem beispielsweise zur Schlafenszeit automatisch heruntergefahren und erst am nächsten Morgen wieder geöffnet werden.